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Oberhavel Kein Geld: Frust beim Musik- und Theaterverein
Lokales Oberhavel Kein Geld: Frust beim Musik- und Theaterverein
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00:26 03.03.2018
Immer wieder mit der Kamera unterwegs: Kinder im Musik- und Theaterverein Oberhavel. Quelle: Verein
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Schwante

Beim Musik- und Theaterverein Oberhavel (MTO) herrscht Frust. Denn sowohl beantragte Finanzmittel für ein neues Kamera-Equipment als auch die Grundförderung, die Vereine in Oberkrämer bekommen, wurden im Hauptausschuss abgelehnt. „Das empfinden wir als äußerst ungerecht“, sagt Jochen Wermann, der den Verein in Schwante leitet.

Ein Argument sei gewesen, dass der Verein sich „Musik- und Theaterverein Oberhavel“ nennt und nicht Oberkrämer als Ortskennung trägt. „Völlige Haarspalterei“, so Jochen Wermann. „Zumal wir schriftlich offenlegten, dass über 80 Prozent der Mitglieder unseres Vereins, immerhin fast 100 Kinder, aus Oberkrämer kommen.“ Mit knapper Mehrheit sei der Antrag abgelehnt worden. „Kein Herz für Kinder, zumindest keines für solche, die nicht Fußball spielen“, sagt Jochen Wermann. „Für uns ergab sich jedenfalls der Eindruck, dass die ,Bürger für Oberkrämer’ vor allem die Sportvereine begünstigt, für Bildung, Kunst und Kultur bleibt da wenig oder nichts.“

Peter Matschke, Justiziar in der Verwaltung, verweist auf die Zuwendungsrichtlinie in Oberkrämer. Sie besage, dass der Vereinssitz sich in der Gemeinde befinden und der Schwerpunkt der Arbeit auch dort liegen müsse. Nun würde sich der MTO zwar in der Tat vor allem in Oberkrämer engagieren, die Satzung des Vereins besage aber etwas anderes. Dort stehe, dass sich der Verein in Oberhavel engagiere. „Diese Satzungsbestimmung ist nicht konform mit unserer Zuwendungsrichtlinie.“ Der MTO engagiert sich zwar vor allem im Ort, das stehe so aber nicht in der Satzung. Das sei nötig, um Gelder aus der Gemeinde zu bekommen.

„Ausflug in die internetfreie Zone“ heißt ein aktuelles Projekt im MTO. Quelle: Verein

Für Jörg Ditt (Grüne) ist die Begründung der Ablehnung „Wortklauberei“. Der Subtext heiße nach seiner Ansicht: „Ich will nicht.“ Was dabei ausgeblendet werde, sei die Tatsache, dass in anderen Fällen ein sechsstelliger Betrag für einen anderen Verein ausgegeben werde. „Lapidarer Kommentar: Das mussten wir ja tun! Was definitiv nicht stimmt“, so Jörg Ditt weiter. „Es ist sehr schade, dass die Gemeinde Oberkrämer zwar Millionen Euro in teilweise fragwürdige Investitionen pumpt, einem solchen Projekt die Unterstützung versagt“, erklärt der Gemeindevertreter.

Bernd Ostwald, der Fraktionschef der CDU, kündigte am Dienstag an, dem Verein in Schwante behilflich zu sein, wenn es darum geht, die Satzung so zu ändern, dass Fördergelder bewilligt werden könnten. Auch er hält diesen Vorgang für ärgerlich. Er hofft jedoch, dass sie die Lage für den MTO bald ändern wird. Für den 12. Mai ist ein Benefizkonzert in Schwante geplant – von dem Geld könnte dann eine neue Kamera angeschafft werden, um weitere Filme drehen zu können.

Von Robert Tiesler

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