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Kein Kino für das Ziel-Center

Hennigsdorf (Oberhavel) Kein Kino für das Ziel-Center

Das Management des Ziel-Centers in Hennigsdorf (Oberhavel) hat die Hoffnung aufgegeben, noch einen Betreiber für das seit 2012 leerstehende Kino im ersten Obergeschoss zu finden. Die Räume seien zu klein, die Technik veraltet. Nun gibt es einen neuen Vorschlag, wo man in Hennigsdorf öffentlich Filme schauen könnte.

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Im Oktober 2012 liefen die letzten Filme im Kino, am 1. November musste es dann schließen.

Quelle: Foto: Archiv/Paetzel

Hennigsdorf. Kinofans in Hennigsdorf müssen wohl künftig weiter mit der S-Bahn nach Tegel fahren. „Wir werden keinen Kinobetreiber mehr finden, die Flächen sind einfach zu klein für moderne Ansprüche“, erklärt Heiner Gans, der das Center derzeit managt. Die Technik im Kino sei außerdem hoffnungslos veraltet, eine Nachrüstung sehr teuer. Bis zuletzt hatten die Hennigsdorfer gehofft, dass sich im Zuge der Ziel-Sanierung doch noch ein Betreiber für das Kino findet.

Im November 2012 war das Kino geschlossen worden, seitdem hatte sich kein ernsthafter Interessent mehr für die Räumlichkeiten gefunden. Es werde nun nach neuen Konzepten für die Fläche im zweiten Obergeschoss gesucht. Denkbar sei es laut Heiner Gans, dass man die Flächen des ehemaligen Kinos aufteilt und verschiedenen Mietern zur Verfügung stellt. „Eventuell findet sich ja eine Ergänzung zum Fitnessstudio“, so Gans. Denkbar sei, dass ein Teil der Fläche gastronomisch genutzt wird, auch eine Physiotherapie könne einziehen, genau wie ein Kletterpark. Doch das sei noch nicht konkret.

Die Suche nach passenden Betreibern für die Kinoflächen habe momentan keinen Vorrang. „Wir konzentrieren uns voll darauf, dass das Center am 13. Juli zusammen mit Kaufland eröffnen kann“, so Heiner Gans. Die Arbeiten würden voll im Zeitplan liegen, Verzögerungen oder Probleme seien derzeit nicht absehbar. Die etwa 5000 Quadratmeter große Fläche im ersten Obergeschoss würden Ende Juni an Kaufland übergeben, wie es vereinbart war. Auch die beiden Geschäftsflächen vor dem Kassenbereich seien inzwischen vergeben. Dort werden ein Asia-Imbiss und ein Fleischer mit Snack-Angeboten einziehen. „Auch sonst sind in der Einkaufsstraße im Erdgeschoss alle Flächen vermietet“, erklärt Heiner Gans. Eröffnen soll auch ein Optikfachgeschäft, der Dönerladen und ein Telefonshop im Erdgeschoss.

Wie die Eröffnungsfeier am 13. Juni genau aussieht, das soll sich bis Donnerstag entscheiden. „Es ist ein ganzer Tag geplant mit Künstlern, jeder Menge Spaß und Unterhaltung“, deutet Sibylle Wunderlich an, die das Eröffnungsfest organisiert. Auf jeden Fall werde in aller Frühe gegen 7 Uhr feierlich eröffnet, Reden inklusive. Ende März wurde bereits die Einkaufsstraße des Centers feierlich wieder eröffnet, hunderte Besucher strömten damals durch das modernisierte Gebäude.

Was das Kino angeht, gibt es aber noch eine kleine Hoffnung. Im Rahmen des Bürgerhaushaltes, für den 100 000 Euro für Projekte jährlich bereitstehen, hat ein Hennigsdorfer einen interessanten Vorschlag gemacht. „Man könnte im Stadtklubhaus oder auch mal unter freiem Himmel mittels Leinwand und Beamer ganz rustikal was aufbauen“, so der Bürger. Dazu sei kein großer Aufwand nötig: Filme, die gerade aus dem Kino raus und auf DVD erhältlich seien, könne man in jeder Videothek günstig leihen. „So können die Hennigsdorfer sich gemeinsam bei ziemlich aktuellen Filmen gemeinsam die Zeit vertreiben und man muss nicht immer nach Berlin fahren.“

Ob der Vorschlag angenommen wird, entscheiden Verwaltung, Stadtverordnete und in einer Abschlussveranstaltung die Bürger.

Von Marco Paetzel

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