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Kein Supermarkt für Lehnitz

Probleme mit der Infrastruktur Kein Supermarkt für Lehnitz

Schon lange haben die Lehnitzer keinen Supermarkt mehr. Für viele ist das ein Dilemma. Im vergangenen Jahr gab es einen Hoffnungsschimmer. Ein Investor trat auf die Bildfläche und machte den Lehnitzern mit seine Plänen vom Supermarkt große Hoffnungen. Doch nun wurde ihm das Baugrundstück vor der Nase weggeschnappt.

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Am Mühlenbecker Weg steht das Immobilienschild.

Quelle: Foto: Kathert

Lehnitz. „Der Supermarkt ist vom Tisch“, fand Ortsvorsteher Matthias Henning am Mittwochabend klare Worte. Die Hoffnungen der Lehnitzer, an der Ecke Mühlenbecker Weg/Brieseweg könnte ein Penny-Markt gebaut werden, zerplatzten wie eine Seifenblase. Investor Horst Lehmann von der R.G.Lehmann & Co. Immobilienverwaltung & Projektentwicklung aus Erfurt hatte seine Pläne ausführlich im März dieses Jahres den Lehnitzern vorgestellt. Auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal, das seit 20 Jahren leer steht, sollte neben dem Discounter auch ein Markt für Getränke Hoffmann entstehen. Er hätte bereits Gespräche und Vorverhandlungen mit Penny und Gertränke Hoffmann geführt, wusste Ortsvorsteher Henning zu berichten. Lehmann hätte auch ein B-Planverfahren schon angeschoben. Doch dann sei wie aus dem Nichts ein zweiter Bieter aufgetaucht und „hat ihm das Grundstück vor der Nase weggekauft.“

Das kann Horst Lehmann nur bestätigen. „Ja, das stimmt. Unser Kauf hat nicht geklappt. Wir sind zurückgetreten“, sagte Lehmann der MAZ. Obwohl seine Gesellschaft schon eine Menge vorbereitet hätte. Der Grund sei schnell erklärt. Die Verkäufer-Gesellschaft hätte das Geld schneller haben wollen, meint Lehmann. Seine Firma hatte sich das Grundstück reservieren lassen. „Üblicherweise wartet man dann auf das Baurecht, bevor der Kaufpreis bezahlt wird.“ Doch so lange wollten die Eigentümer offenbar nicht warten. Sie verkauften das Gelände an eine GmbH, von der weder Horst Lehmann noch Ortsvorsteher Matthias Henning den Namen wissen.

Am Brieseweg  ist das 6000 Quadratmeter große Grundstück mit einer Betonmauer eingefriedet, die allerdings mehrere Öffnungen hat

Am Brieseweg ist das 6000 Quadratmeter große Grundstück mit einer Betonmauer eingefriedet, die allerdings mehrere Öffnungen hat. Müll und Unrat haben sich bereits angesammelt.

Quelle: Kathert

Eine ominöse Geschichte, wie Henning findet. Besagte GmbH hat offenbar einen Auftrag an die Immobilienmakler „Remax“ ausgelöst. Auf dem Eckgrundstück sollen Stadtvillen auf acht Parzellen entstehen, wie ein großes Schild am Mühlenbecker Weg verkündet. „Beim Landkreis läuft wohl schon eine Bauvoranfrage“, hatte Matthias Henning in Erfahrung gebracht. Sollte der Landkreis sagen, es handele sich um eine Fläche im Innenbereich, könne der neue Eigentümer mit einem Bauantrag sofort loslegen.

Statt Penny- und Getränkemarkt sollen Stadtvillen entstehen

Statt Penny- und Getränkemarkt sollen Stadtvillen entstehen.

Quelle: Andrea Kathert

Die Enttäuschung der Lehnitzer über die geplatzten Supermarkt-Pläne ist groß. Doch vielleicht kann Horst Lehmann doch noch etwas tun. Er sei mit dem Oranienburger Bauamt im Gespräch. „Wir suchen einen anderen Standort, wenn es möglich ist, gern auch in Lehnitz.“ Dort gebe es schließlich einen echten Bedarf für den Supermarkt. „Ich bin für jeden Hinweis dankbar“, betonte Lehmann am Donnerstag. Das Baugrundstück müsse allerdings mindestens 4500 Quadratmeter groß sein. Der Projektentwickler hofft, dass ihm derweil die Kette „Penny“ nicht abspringt.

Von Andrea Kathert

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