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Oberhavel Keine Eintagsfliege
Lokales Oberhavel Keine Eintagsfliege
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08:57 23.06.2017
Eric Drescher, Sänger und Bodhrun-Spieler der Irish-Folk-Band St. Sláinte aus Velten, begeisterte mit Stimmpower das Publikum im Hof des Bürgerhauses.
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Hennigsdorf

„Es ist doch toll, dass es so etwas hier gibt“, freute sich am Mittwochabend eine Besucherin über die Fête de la Musique, die bereits zum fünften Mal am Tag des Sommeranfangs in Hennigsdorf stattfand. Weltweit beteiligen sich jährlich rund 540 Städte – deutschlandweit etwa 50 – an diesem kostenlosen Musikfestival, das 1982 vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang in Paris aus der Taufe gehoben worden war.

Entspannte Stimmung im Hof des Bürgerhauses. Quelle: Ulrike Gawande

Neben Hennigsdorf fand das Fest der Musik in Oberhavel zudem in Fürstenberg und Zehdenick statt. Bei bestem Wetter. So bescherte der Sonnenschein des Tages den Besuchern der Fête einen lauen Sommerabend, den sie bei einem breiten Musikangebot von Klassik, über Folk und Pop bis hin zu Rock genossen. In Hennigsdorf traten auf zwei Bühnen insgesamt 13 Einzelkünstler und Musikgruppen auf.

Britta Tews begeisterte mit Nicole Richter auf der Rathausbühne mit Schlagerpop. Quelle: Ulrike Gawande

Unter ihnen auch Lutz Saalmann aus Hennigsdorf. Gemeinsam mit den Musikern Anke und Jörg Werner bildete er die „Eintagsfliegen“. Dabei ist der Name Programm, denn auftreten tut die Formation nur einmal im Jahr: Zur Fête de la Musique. „Unsere Kinder besuchten die selbe Kita, da hat man am Lagerfeuer zusammen musiziert, später auf den Hennigsdorfer Hausmusikabenden“, erinnert sich Hobbymusiker Saalmann an die Entstehung der Band, die Rock- und Pop-Oldies im Programm hat. „Wir spielen Westernhagen, Neil Young, aber auch die Coverversion von Boss Hoss zu Nenas Hit `Leuchtturm`“, beschreibt Saalmann das Programm. Es sei ein herrliches Gefühl vor Publikum zu spielen, doch sei er deutlich aufgeregter, als wenn er als Redner – sein Hauptberuf – vor hunderten von Leuten sprechen müsse, gesteht der Hennigsdorfer. „Ich hatte einen trockenen Mund von vorne bis hinten.“

Irish Folk mit St. Sláinte. Quelle: Ulrike Gawande

Doch das Publikum im Hof des Hennigsdorfer Bürgerhauses, der alten Feuerwache ist entspannt und begeistert. „Die Örtlichkeit ist schön. Die Atmosphäre toll und der alte Backstein der Gebäude passt zur Musik“, begeistert sich Zuschauer Lukas Fünfhaus aus Lehnitz. Er ist vor allem wegen der Veltener Irish-Folk-Band St Sláinte zur Fête gekommen. Mit den Musikern habe er einst Abitur gemacht, erzählt der Lehnitzer, der schon mehrmals in Berlin an dem jährlichen Musikfest teilgenommen hat. „In Berlin ist vielleicht die Auswahl der Musik größer, dafür liegen hier die Bühnen näher beieinander“, ist Fünfhaus zufrieden.

Stumbling Jay and the Fabulous beschlossen das Musikfest auf der Rathausbühne. Quelle: Ulrike Gawande

So nutzen viele der mehreren hundert Besucher die Möglichkeit, zwischen beiden Bühnen zu pendeln: Hören am Bürgerhaus Swingmelodien der „6 Richtigen“, schlendern zum Rathaus, um dann die Coversängerinnen Britta Tews und Nicole Richter mit Schlagerpop von Anna Maria Zimmermanns Hit „Die Tanzfläche brennt“ bis zu Roland Kaisers und Maite Kelleys Duett „Warum hast du nicht nein gesagt“ zu genießen. Dann zurück zur alten Feuerwache, um bei Irish Folk in Tanzstimmung zu kommen. Kein Fuß blieb ruhig, als die sechs Musiker der 2011 gegründeten Band St.Sláinte bei „Whiskey in the Jar“ mit Stimmkraft und Spielfreude über die Vergangenheit Irlands sangen. Den Wunsch nach einer Zugabe erfüllten die Musiker dem begeisterten Publikum gern.

Von Ulrike Gawande

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