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Keine Lust auf Wohnungsbau

Bergfelde Keine Lust auf Wohnungsbau

In der Ahornallee im Hohen Neuendorfer Stadtteil Bergfelde ist ein Wohnungsbauprojekt ins Stocken geraten. Der Investor hat keine rechte Lust mehr, nachdem die Stadtpolitiker die ursprünglichen Pläne durchkreuzten.

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Nichts passiert: Lediglich Container künden von dem geplanten Bauprojekt an der Ahornallee.

Quelle: Robert Roeske

Bergfelde. Im Herbst vergangenen Jahres war der Immobilienunternehmer Roland Schuh noch optimistisch. In der Ahornallee in Bergfelde wollte er ein größeres Sozialbauprojekt für etwa 215 Bewohner realisieren: mit Gemeinschaftsräumen, Gartenhäusern und Kinderspielplatz. Für einen Übergangszeitraum sollte der Wohnraum Asylbewerbern zur Verfügung stehen, später wollte Schuh die Wohnungen preisgünstig vermieten. Heute ist von der Idee mit dem sozialen Wohnungsbau in Bergfelde nicht mehr viel übrig.

Anwohner kritisierten geplante Flüchtlingsunterbringung

Um sein Projekt wie geplant umsetzen zu können, war Schuh auf die Zustimmung der Stadtverordneten von Hohen Neuendorf angewiesen. Diese hätten den Bebauungsplan für das besagte Grundstück in einzelnen Punkten lockern müssen, um den Bau zu ermöglichen. Der Immobilienunternehmer sollte seine Pläne im Ausschuss für Stadtentwicklung vorstellen, wo ihn neben den Stadtverordneten außerdem rund 60 Anwohner erwarteten, die sein Vorhaben aus unterschiedlichen Gründen kritisierten. Als der Ausschuss die Entscheidung um einen Monat vertagte, zog der Bauunternehmer seinen Antrag zurück. Stattdessen würde er nach dem bereits geltenden Baurecht fortfahren – eine Entscheidung, mit der die Stadtverordneten jeglichen Anspruch auf die weitere Mitgestaltung des Vorhabens verloren.

Neue Wohnanlage wird kleiner und teurer

„Für mich war klar ersichtlich, dass mein Antrag keine Zustimmung erhalten würde“, sagt Schuh heute. Deswegen ließ er das Projekt an die Regelungen des seit 1993 bestehenden Bebauungsplans anpassen. Das Ergebnis wird eine Wohnanlage sein, „die sich jedoch deutlich weniger einfügt, als die von mir vorgeschlagene Variante“, schrieb der Immobilieninvestor in einer Nachricht an den Vorsitzenden des Hohen Neuendorfer Stadtentwicklungsausschusses, Josef Andrle.

Auch Andrle hätte sich auf dem Grundstück in der Ahornallee ein soziales Wohnprojekt gewünscht. „Der Wahlkampf und die Debatte über die Unterbringung von Asylbewerbern in dem Objekt haben die ganze Angelegenheit komplizierter gemacht. Im Nachhinein hätte man einiges besser machen können“, äußert sich der ehemalige Bürgermeisterkandidat heute zu dem Thema. Er sei aber weiterhin offen für einen Kompromiss.

Investor hat es nicht mehr eilig

Inzwischen sind auf der Baustelle 30 große Container mit Baumaterial abgestellt worden. Aber besonders eilig hat Roland Schuh es mit seinem Wohnprojekt in Bergfelde nicht mehr. „Ich habe andere Baustellen, die ebenfalls meiner Aufmerksamkeit bedürfen, deswegen verwende ich meine Energie momentan lieber auf erfreulichere Projekte“, begründet der Investor die Verzögerung. Es sei bedauerlich, dass der Grundgedanke des sozialen Wohnungsbaus nicht weiter verfolgt werden könne.

Die 51 Wohnungen werden mit einer Fläche von 55 bis 100 Quadratmetern deutlich größer und die Mieten mit etwa 10 Euro um ein gutes Viertel höher sein, als ursprünglich geplant. Ein Termin für den Baubeginn ist nicht absehbar.

Von Nadim Baker

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