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Oberhavel Keramik für Groß und Klein
Lokales Oberhavel Keramik für Groß und Klein
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08:11 11.07.2017
Markus Wolf bietet vielfältige Objekte zum Selbergestalten – von klein bis groß. Allerdings sucht er einen Nachfolger für sein Café. Quelle: Helge Treichel
Glienicke

Irgendwann wollte Markus Wolf beruflich „einfach mal etwas Neues ausprobieren“: Keramik bemalen und Kuchen servieren statt Internetseiten programmieren. 2011 machte sich der IT-Spezialist in Glienicke selbstständig, gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin. Der Name des Projektes: Family Keramik & Café. Zuvor hatte das Geschäft an der Hauptstraße 9 in Glienicke ein halbes Jahr lang leer gestanden. Gemeinsam fassten sie den Mut, das Wagnis der Selbstständigkeit einzugehen. Sein eigener Herr zu sein, das Angebot zu bestimmen und das Geschäft auszugestalten – Markus Wolf hat diese Erfahrung genossen.

Ein riesiges Farbsortiment steht bereit, um die Keramik-Rohlinge individuell und dauerhaft zu gestalten. Quelle: Helge Treichel

Doch im vergangenen Jahr überschlugen sich die Ereignisse: Nachdem der 51-Jährige im Januar dem Ruf in seinen alten Job gefolgt war, erkrankte seine Partnerin im Sommer schwer. Plötzlich musste er den Laden alleine schmeißen, neben dem Hauptberuf. Auch mit einer 60-Prozent-Stelle sei das auf Dauer nicht zu machen. Deshalb sucht der Inhaber eine Nachfolge für das Keramikstudio und Café – möglichst nahtlos und möglichst schnell. „Wir haben viele Stammkunden“, sagt Markus Wolf. Ganze Familien seien ebenso darunter wie die Grundschule, deren Sechstklässler im bereits traditionellen Abschiedsprojekt jeweils eine Fliese bemalen. Am Sonntag wurde in dem Café Kindergeburtstag gefeiert.

Die Farben wirken zunächst etwas blass. Erst durch den 24-stündigen Brennvorgang beginnen sie zu strahlen und zu glänzen. Quelle: Helge Treichel

Die Ausgangsposition für einen neuen Inhaber sei optimal: Der Brennofen steht bereit, der Keller sei voll mit Rohlingen, der Laden sei bekannt und besitze eine gute Homepage – natürliche eine Ehrensache für den Web-Entwickler. „Alles läuft seit sechs Jahren erfolgreich. Es wäre schade, wenn hier etwas verloren ginge“, sagt Markus Wolf. Aber er selbst komme mit der Doppelbelastung einfach nicht mehr klar. Neben Eis biete er Snacks und selbst gebackenen Kuchen. Und auch eine hochwertige Kaffeemaschine gibt es. Diese Geschäftsidee sei einzigartig über die Grenzen von Berlin und Brandenburg hinaus.

Im Innenraum hat das Café 30 Plätze, noch einmal so viele auf der Außenterrasse mit Glasdach und optionalen Zeltbahnen gegen Wind. Quelle: Helge Treichel

Hauptgeschäftsfeld sei ganz klar die Keramik. Die Farben würden von den Kunden auf selbst gewählten und manchmal sogar selbst gestalteten und mitgebrachten Keramiken aufgetragen. Erst durch den Brennvorgang entstehe der satte Farbton. Das erforderliche Knowhow gebe er gerne an den künftigen Betreiber weiter, so Wolf. Und lege Interessenten auch seine Geschäftszahlen offen.

Im Angebot sind kleine Sticker ebenso wie Tassen, Teller, Figuren, Vasen, Dosen und vieles mehr. „Man kann auch größere Sachen bestellen“, sagt der Betreiber, beispielsweise zu Werbezwecken. Zum Beweis holt er einen riesen Krug hervor. Monatliche Sonderveranstaltungen wie das Malfrühstück oder die lange Nacht des Malens könnten künftig fortgesetzt werden. Er selbst schaffe es derzeit nicht.

Solche Sticker können die Gäste frei gestalten und sich dann an die Kleidung heften oder als Schlüsselanhänger verwenden. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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