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Keramik statt trockener Zahlen

Velten Keramik statt trockener Zahlen

Liana Riebau aus Velten engagiert sich in der Ofenstadt im Keramikzirkel und im Künstlertreff, der am Mittwoch zur Finissage seiner Ausstellung in die Räume der Stadtwerke lädt. Dort sind auch keramische Exponate von Liana Riebau zu sehen.

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Die Diplom-Mathematikerin Liana Riebau lebt seit 1975 in Velten. 1997 bauten sie ihr Haus.

Velten. Geboren in Lödderitz bei Dessau kam die 64-jährige Liana Riebau vor 42 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Günther nach Velten. Damals sei der Bahnhof eine Katastrophe gewesen, erinnert sich die studierte Mathematikerin. „Ich dachte, hier werde ich nicht alt.“ Doch mittlerweile sei sie froh, sich für Velten entschieden zu haben. „Wir haben hier unseren Bekanntenkreis gefunden, haben die Umgebung kennengelernt und schätzen die kulturelle Nähe zu Berlin.“

Auch Velten habe sich seit 1975 enorm verändert. Klar zum Positiven. „Wenn das so weitergeht“, sinniert Riebau. „Ich genieße jede Ecke, die schöner wird.“ Nach dem Studium an der Martin-Luther-Universität, arbeitete Riebau 20 Jahre im Rechnungswesen der Veltener Druckerei und bis zu ihrem Ruhestand im vergangenen Jahr bei Alba als Buchhalterin. Nebenbei zog sie zwei Kinder groß und gehört seit 1988 zum Keramikzirkel der Stadt, den einst Wolfgang Lindner ins Leben gerufen hatte. „Komm mal mit“, hatte eine Freundin sie eingeladen. Sie kam mit und blieb.

Keramisches von Liana Riebau

Keramisches von Liana Riebau

Quelle: Ulrike Gawande

Arbeiten mit Ton sei nervenberuhigend und man könne kreativ sein, verrät Liana Riebau. Früher sei es vor allem Ausgleich zum Beruf gewesen, der von trockenen Zahlenwerken bestimmt war. Die fünffache Großmutter widmet sich vor allem der Herstellung von Gebrauchskeramik. Handlich und beschaulich müsse die sein, schmunzelt Riebau. Ein direktes Vorbild habe sie jedoch nicht, auch wenn die Arbeiten von Hedwig Bollhagen sie seit ihrer Ankunft in Velten faszinieren

Riebau töpfert bevorzugt Vasen, Schalen, Blumentöpfe, aber auch Dekoelemente wie Engel und Igel. „Es ist nur ein Hobby für mich.“ Sie verkauft ihre Keramik nicht, sie verschenkt sie nur. Alle vierzehn Tage treffen sich die acht bis zehn Aktiven des Keramikzirkels. Die Gemeinschaft in der Gruppe ist Riebau neben der kreativen Entspannung beim Arbeiten besonders wichtig.

Liana Riebau bei der Arbeit

Liana Riebau bei der Arbeit.

Quelle: Ulrike Gawande

Noch bis Mittwoch, 27. September sind Arbeiten von ihr und 13 anderen Künstlern im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung des neuen Künstlertreffs Velten in den Räumen der Stadtwerke zu sehen. Eine ganze Vitrine durfte Riebau befüllen. „Ich werde oft darauf angesprochen“, so die 64-Jährige erfreut. Auch sie selbst sei überwältigt davon gewesen, wie viele Hobbykünstler es eigentlich in Velten gebe. Und so eine Gemeinschaftsschau sei eine gute Möglichkeit, die Werke der Mitstreiter zu sehen, sich bekannter zu machen.

Beim Kinderfest in Velten-Süd bemalte Liana Riebau am Stand des Künstlertreffs mit Kindern große Leinwände. „Es ist mein geheimes Hobby, mit Kindern zu arbeiten.“

Von Ulrike Gawande

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