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Keramik von A bis Z

Velten Keramik von A bis Z

Am Wochenende ist Kürbisfest in Velten. Dann lädt Töpfermeisterin Manuela Malenz bereits zum 16. Mal in ihre gemütliche Werkstatt in der alten Feuerwache in Velten zu Kürbissuppe, Kürbiskuchen und zur Besichtigung ihrer Werkstatt. Malenz feiert zudem in diesem Jahr 20 Jahre Meisterbrief und Selbstständigkeit.

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Manuela Malenz ist leidenschaftliche Töpfermeisterin und stolz auf ihr Handwerk.

Quelle: Ulrike Gawande

Velten. Am Wochenende ist es endlich wieder so weit, dann lädt Veltens Töpfermeisterin Manuela Malenz zu ihrem beliebten Kürbisfest ein. Dann duftet es in der urigen Töpferei in der alten Feuerwache wieder nach Kürbissuppe und nach Kürbiskuchen.

Kürbisfest in der Töpferei

Am Wochenende , 15./ 16. Oktober, findet von 10 bis 18 Uhr das 16. Kürbisfest in der Töpferei Malenz in der alten Feuerwache Velten, Am Anger 1, statt.

Es gibt Kürbissuppe und -kuchen. Kinder können getöpferte Teller gestalten.

Künstler präsentieren Holzschmuck, Skulpturen, bemalte Keramiken, Mineralien, Schmuck, Fotokarten, Imkerwaren sowie Textiles und Wollenes.

In diesem Jahr feierte die 45-Jährige zwanzig Jahre Selbstständigkeit. Schon zwei Monate vor dem Bestehen ihrer Meisterprüfung, im September 1996, hatte sie in der Luisenstraße in den Räumlichkeiten des ehemaligen Staatlichen Kunsthandels, die „Töpferei Grothe“, benannt nach den Eigentümern des Hauses, gegründet. Im Oktober begann der erste Lehrling seine Ausbildung bei der gelernten Facharbeiterin für Scheibendreherei. Weitere folgten. Heute sei sie „Alleinunterhalterin“, so Manuela Malenz zufrieden, habe dadurch aber mehr Zeit für Familie.

1996 Meisterbrief und Start in die Selbstständigkeit

Im Jahr 2000 erfolgte der Umzug an den heutigen Standort Ecke Mittelstraße /Am Anger, den die quirlige Handwerkerin keinen Tag bereut hat. „Ich bin gerne selbstständig. Wäre ich in der Luisenstraße geblieben, wäre ich es heute nicht mehr, die Miete hätte mich aufgefressen“, verrät die Mutter zweier Söhne im Teenageralter. Und auch in der Feuerwache habe es Momente gegeben, in denen sie daran gedacht habe, aufzugeben, so Malenz. Dabei ist sie Töpferin mit Leib und Seele, führt nebenbei in der Keramik-AG der Linden-Grundschule auch den Nachwuchs an das traditionelle Handwerk heran. Aber der Preisverfall und die Konkurrenz von Hobby-Künstlern, die vom Verkauf ihrer Waren nicht leben müssen, haben Malenz oft das Leben schwer gemacht.

Lehre im Staatlichen Kunsthandel in Velten

„Eigentlich wollte ich Kinderbücher illustrieren“, erinnert sie sich. Dann sah die Hobbymalerin einen Film über die Töpferei. Und wollte von da an nichts anderes mehr machen. Über Ferienjobs kam die gebürtige Neuruppinerin zum Staatlichen Kunsthandel in Velten, in dem zu DDR-Zeiten 27 Mitarbeiter mit vier Öfen Dekorationskeramik für Galerien hergestellt haben. „Es war ein besonderer, angesehener Beruf, an den man nur sehr schwer herankam. Aber ich war wohl als Schülerin fleißig genug.“ Nach der Wende war Schluss. „Keiner wollte die Ware mehr, es gab ja alles.“ Doch irgendwie ging es für Manuela Malenz immer weiter. Gemeinsam mit Lehrmeister Wolfgang Lindner wurde weiter produziert, sich neuen Trends angepasst. Bis 1995 die Keramikwerkstatt endgültig geschlossen wurde, und sie sich selbstständig machte.

Verkauf der Ware auf Kunsthandwerkermärkten

Jeden Tag sitzt sie nun an der Drehscheibe, dreht Keramik von A bis Z, vom Apfelbräter bis zur Zuckerdose. „Glücklicherweise wird Keramik von vielen Kunden wieder geschätzt, die ganze Service kaufen. Es boomt wieder. Drehen ist für mich Entspannung“, erzählt die Handwerkerin, die mehrmals in der Woche zudem Sport treibt. Am liebsten Zumba. Im Sommer ist sie an den Wochenenden auf Kunsthandwerkermärkten an der Ostsee unterwegs, im Winter verkauft sie am Schloss Liebenberg.

Sprücheklopfer- und Motivationsteller sind gefragt

Immer mit dabei die Sprücheklopfer- und die Motivationsteller. 450 verschiedene Sprüche sind im Angebot, täglich kommen neue hinzu. Malenz: „Mein Lieblingsspruch ist: Ich treibe keinen Sport und bin trotzdem schön.“

Von Ulrike Gawande

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