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Kinder, Kinder – was für ein Spaß!

Kinderfest in Bergsdorf Kinder, Kinder – was für ein Spaß!

Mehr als 400 Mädchen und Jungen aus der Gemeinde Löwenberger Land haben am Dienstag auf dem Gelände des Mühlenhauptmuseums in Bergsdorf ein großes Kinderfest gefeiert. Rund 100 Helfer sorgten dafür, dass sich die kleinen Gäste bei Sport, Spiel und umfangreicher Verpflegung so richtig wohl fühlten.

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Begleitet vom Jubel der Kinder ging es am Dienstag für mehr als 400 Luftballons hoch hinaus.

Quelle: Uwe Halling

Bergsdorf. David ist rundum glücklich. „Hierher könnte ich immer kommen“, sagt der Siebenjährige und strahlt über das ganze Gesicht. Gerade durfte er hinter einem richtigen Schlagzeug sitzen und die Trommelstöcke schwingen. Und das tat der Löwenberger Junge mit eine solchen Energie, dass es nicht verwunderlich ist, welches seine musikalischen Vorbilder sind – „Rammstein“.

 Fußball macht auch mit einem großen Ball jede Menge Spaß

Fußball macht auch mit einem großen Ball jede Menge Spaß.

Quelle: Uwe Halling

So wie David amüsierten sich am Dienstag mehr als 400 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis zehn Jahren aus dem Löwenberger Land beim nunmehr bereits siebten Kinderfest, das dieses Jahr unter dem Motto „Zirkus“ stand und das auf dem Gelände des Mühlenhauptmuseums in Bergsdorf stattfand. „Schön, dass uns die Hausherrin Hannelore Mühlenhaupt das Anwesen wieder zur Verfügung gestellt hat“, zeigte sich Gemeindebürgermeister und „Zirkusdirektor“ Bernd-Christian Schneck dankbar. Der Vierseithof mit all den geräumigen Gebäuden, Scheunen und den großzügigen Freiflächen sei wirklich ideal für eine solche Veranstaltung mit derart vielen Kindern, die sich mal so richtig austoben wollen. Eingeladen waren Mädchen und Jungen sämtlicher Kitas und der beiden Grundschule des Löwen-

 Wie weit mein Ballon wohl fliegen wird

Wie weit mein Ballon wohl fliegen wird?

Quelle: Bert Wittke

berger Landes.

Gleich zum Auftakt stand einer der Höhepunkte des Festes auf dem Programm. Die Kinder ließen Hunderte bunte Luftballons mit daran befestigten Postkarten gen Himmel steigen und verbanden damit die Hoffnung, dass Leute die Karten finden und zurückschicken erden. Mal sehen, wie weit der Wind die „Luftiküsse“ trägt. Sollte es einer bis ganz oben zu Petrus geschafft haben, wäre das übrigens nur gerecht. Der Wettergott präsentierte sich zwar zunächst als Morgenmuffel und ließ es früh regnen, zum Festbeginn aber war es trocken und später blickte sogar hin und wieder die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Einige wenige Ballons schafften es allerdings nur bis in die Krone des großen Kastanienbaumes auf dem Mühlenhaupt-Hof und blieben dort zwischen grasgrünen und stachligen Kastanienhüllen hängen.
Kein Grund zum Trauern. Schließlich gab’s auf dem Fest eine Menge schöner Dinge, mit denen sich die kleinen Gäste stundenlang die Zeit vertreiben konnten. Pausenlos wurde ein überdimensional großer Wasserball durch den Garten gejagt und beim Büchsenwerfen flogen ohne Unterlass Tennisbälle durch die Luft. Feuerwehrleute aus Grüneberg verwandelten eines ihrer Fahrzeuge den Kindern zuliebe in ein feuerrotes Spielmobil. Fürs Schminken interessierten sich vor allem die Mädchen. Zum Favoriten unter den Motiven avancierte dabei kurz vor Beginn des Sommers erstaunlicherweise die Schneekönigin. An zahlreichen Ständen konnte nach Herzenslust gebastelt werden. Der siebenjährige Simon aus Hoppenrade baute sich eine flotte Rakete zusammen, die er anschließend fliegen ließ.

Am Zuckerwattestand, am Kuchenbüfett und auch Bratwurstgrill herrschte ebenfalls ständig Betrieb. Auch die achtjährigen Leonie, Pauline und Laura, drei Freundinnen aus der Klasse 2a in Löwenberg, verspürten schon bald Hunger. Nach kurzem Anstehen machten sie es sich auf einer Bank bequem und bissen genüsslich in ihre Bratwürste. „Wir sind schon das dritte Mal hier“, verrieten Leonie und Pauline. „Und nächstes Jahr kommen wir ganz sicher wieder.“ Das wird bestimmt auch Philipp aus Grüneberg. Zwar mühte sich der Fünfjährige dieses Mal noch vergeblich, einen Luftballon aufzublasen, er wurde aber trotzdem nicht vom Basteln ausgeschlossen. Im Gegenteil! Beim Füllen der Ballons, um daraus Bälle zum Jonglieren zu machen, war der Grüneberger wieder dicke da. Und nächstes Jahr, beim achten Kinderfest, wird er bestimmt genügend Puste haben.

Mehr als 100 Helfer – Jugendbetreuer, Erzieher, Lehrer, Schüler, Sozialarbeiter, Eltern, Großeltern, Vereinsmitglieder, Feuerwehrleute und viele andere – sorgten dafür, dass der 14. Juni zu einem rundum gelungene Kindertag wurde.

Rundum glücklich sah auch die Hausherrin aus. Froh war sie, dass sich der Wettergott gerade noch rechtzeitig eines besseren besonnen hatte. Vor allem aber freute sich Hannelore Mühlenhaupt über die glücklichen Gesichter der „Dorfkinder“, die sie so sehr ins Herz geschlossen hat und die sich bei ihr stets so wohl fühlen, dass sie immer gerne wiederkommen. So wie der siebenjährige Nachwuchsschlagzeuger David aus Löwenberg.

Von Bert Wittke

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