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Kinder zum Olymp

Velten Kinder zum Olymp

Seit 2003 gibt es den von der Kulturstiftung der Länder ausgelobten bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“. In der Kategorie „Programme kultureller Bildung“ gab es 2016/2017 250 Bewerbungen, 92 davon kamen in die Endrunde, wo durch die Jury ein Hauptpreis und zwei „Lobende Erwähnungen“ vergeben wurden. Eine davon ging nach Velten.

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Freuen sich über die Auszeichnung der Kulturstiftung der Länder: Kunstlehrerin Karin Hunger, die Schülerinnen Charlotte von Kracht, Nina Grußendorf, Riana Fischer sowie Museumsleiterin Nicole Seydewitz und Bollhagen-Schulleiterin Claudia Heimen (v.l.).

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Velten. Seit 14 Jahren gibt es den von der Kulturstiftung der Länder ausgelobten bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“. In der Kategorie„Programme kultureller Bildung“ gab es 2016/2017 250 Bewerbungen, 92 davon kamen in die Endrunde, wo durch die Jury ein Hauptpreis und zwei „Lobende Erwähnungen“ vergeben wurden.

Eine dieser lobenden Erwähnungen, des unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Steinmeier stehenden Wettbewerbs, erhielt das kulturelle Kooperationsprojekt des Hedwig-Bollhagen-Museums mit dem Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten. Unter dem Motto „Viel mehr als nur Pötte“ hatten sich die Schüler mit der Keramikerin Hedwig Bollhagen (HB) auseinandergesetzt. Am Freitag wurde die Urkunde im Museum an die Schule überreicht. Die Jury begründete die Entscheidung mit den Worten: „In liebevoller Weise erhält das Gymnasium in enger Kooperation mit lokalen Unternehmen und Institutionen das Erbe seiner Namensgeberin lebendig.“ Festgeschrieben ist diese Zusammenarbeit in einem Kooperationsvertrag zwischen Schule und Museum, der schon im Juli 2016 feierlich unterzeichnet worden war. Mit Leben gefüllt wird die Zusammenarbeit durch mehrere Projekte.

So werden bereits die siebten und achten Klassen mit dem Leben und Werk Bollhagens vertraut gemacht. Gemeinsam besuchen die Schüler das Museum und setzen sich anhand von Bollhagens Weltausstellungsvase von 1937 mit ihrer Formen- und Dekorsprache auseinander. Nach dem theoretischen Teil dürfen die Schüler praktisch tätig werden und mit Ton modellieren und ihre Kreationen anschließend im Stile HBs bemalen. „Praktische, nicht theoretische Arbeiten öffnen die Herzen“, erklärt Kunstlehrerin Karin Hunger, die mit drei Schülerinnen stellvertretend die Urkunde entgegennahm. „Der Preis ist das Sahnehäubchen.“ Es sei stets faszinierend zu beobachten, welche Freude Schüler am Material und an der Perfektion HBs haben, verrät Karin Hunger. Mit älteren Schülern der Kunstkurse der elften und zwölften Klassen gestaltete man zuvor die „Tonentdecker-Werkstatt“, nutzt im Englischunterricht im Bereich „verstehendes Hören“ den Museumsaudioguide, mithilfe dessen eigenständig die Ausstellung erkundet werden kann. Zum anstehenden 110. Geburtstag HBs am 10. November planen die Schüler des Oberstufenkunstkurses ein neues Projekt: Sie wollen ein keramisches Wegeleitsystem mit Figurinen und Dekors Bollhagens in Velten errichten. Wichtige Punkte in der Stadt, wie Bahnhof, Schule und Rathaus sollen mit dem Museum verbunden werden. Vorerst mit hölzernen Prototypen, die später durch Keramikwegweiser ersetzt werden sollen.

Von Ulrike Gawande

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