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Oberhavel Kinderärztin Petra Hoffmann geht in Rente
Lokales Oberhavel Kinderärztin Petra Hoffmann geht in Rente
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00:36 03.03.2018
Petra Hoffmann vertraut ihrem Nachfolger Norman Klingenberg gerne ihre kleinen Patienten an. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Wie viele tausend Kinder sie in dem vergangenen Vierteljahrhundert behandelt hat, das kann Petra Hoffmann gar nicht mehr sagen. Dass die Knirpse, die die Kinderärztin in den 1990er-Jahren in der Praxis hatte, aber mittlerweile selbst mit ihren Kindern kommen, dagegen schon. „Als das anfing, wusste ich, dass es langsam genug ist“, sagt Petra Hoffmann. Gestern ist sie nun in den Ruhestand gegangen, nach mehr als 25 Jahren.

Im Jahr 1992 hatte die Medizinerin ihre Praxis in der Berliner Straße eröffnet, damals hatte sie mit einer Kollegin zusammen rund 1300 kleine Patienten im Quartal. Heute ist diese Zahl explodiert, zuletzt hatte Petra Hoffmann alleine so viele Kinder zu behandeln. Die Eltern kommen mit ihrem Nachwuchs nicht nur aus Hennigsdorf, sondern auch aus umliegenden Orten wie Kremmen, Vehlefanz, Falkensee, Spandau oder sogar Zehdenick. Petra Hoffmann hat aber nicht allein gearbeitet, in der Hennigsdorfer Praxisgemeinschaft praktizieren seit Jahren auch die Kollegen Reinhard Kreibig und Claudia Lindner. Jeder Arzt hat seine festen Patienten, nur im Notfall oder vertretungsweise tauschen die Mediziner untereinander.

Ihre Nachfolge regelte Petra Hoffmann schon im vergangenen Sommer, als sie per Annonce in einer Fachzeitschrift einen Nachfolger suchte. Es meldeten sich mehrere Bewerber, doch die Wahl fiel ihr leicht. „Herr Klingenberg und ich haben uns gleich gut verstanden, die Chemie hat sofort gepasst“, sagt die 65-Jährige. Sie hat ein gutes Gefühl dabei, ihre kleinen Patienten ab sofort in die Hände des jungen Arztes zu geben. „Auch mit dem Personal hier kommt er super klar.“ Und ganz neu ist Norman Klingenberg in der Praxis auch nicht mehr. Seit Anfang Januar hat der 33-Jährige schon die Sprechstunden von Petra Hoffmann übernommen und ist vielen Eltern längst bekannt.

Eigentlich hatte Norman Klingenberg nach dem Medizinstudium in Greifswald eine Karriere an der Universität geplant, strebte eine Professur an. „Meine akademischen Titel sollten länger werden als mein Nachname“, sagt der Berliner. Doch dann wurde er zweimal Vater, und sein Blick auf das Leben änderte sich. Klingenberg, dessen Großeltern in Oberhavel leben, sammelte unter anderem in der Berliner Charité, im Oranienburger Krankenhaus und zuletzt beim Hohen Neuendorfer Kinderarzt Dietmar Hörster Erfahrung. „Und jetzt sehe ich in Hennigsdorf meine Zukunft für die nächsten 30 Jahre.“ Auch privat. Der Kinderarzt will mit seiner Familie in die Stahlstadt ziehen.

Gerade in den vergangenen Wochen war viel zu tun, die Grippe erwischt auch die Jüngsten. „Das ist in dieser Woche aber schon besser geworden“, sagt Klingenberg. Immer häufiger haben die Kinderärzte inzwischen mit Allergien zu tun, auch Neurodermitis und Asthma seien auf dem Vormarsch. Immer mehr Kinder leiden auch darunter, dass sich ihre Eltern trennen. Das äußere sich etwa in Kopf- und Bauchschmerzen oder Schlafstörungen, die sich auch negativ in der Schule auswirken können. „Wenn die Eltern sich trennen, ist das Nest nicht mehr da. Das ist für die Kinder schwierig“, sagt Klingenbergs Vorgängerin Petra Hoffmann.

Sie freut sich nun darauf, ausschlafen zu können und Zeit für ihre Familie zu haben. Bei drei Kindern und sieben Enkeln gibt es da auch jede Menge zu tun. Wehmut kommt bei der 65-Jährigen kaum auf. Es waren schöne Jahre, sie sei gerne Kinderärztin gewesen. Doch alles habe seine Zeit. „Es gibt jetzt einen Schnitt, ich entschleunige und genieße jetzt mein Leben.“ Die Kollegen haben ihr zum Abschied einen Schrittzähler geschenkt. Den kann Doktor Hoffmann, die direkt am Waldrand in Hohen Neuendorf wohnt, gut gebrauchen. Sie liebt lange Spaziergänge.

Von Marco Paetzel

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