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Kindheitserinnerungen hundertfach

Germendorf Kindheitserinnerungen hundertfach

Zum 1. Ostalgietreffen der Simson Freunde Eastbirds Oberhavel strömen 1800 Besucher, darunter mehrere hundert auf ostalgischen Zwei- und Vierrädern.

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Ein großes „Hallo“ gab es auf der Festwiese in Germendorf beim ersten Ostalgietreffen der Eastbirds Oberhavel.

Quelle: Robert Roeske

Germendorf. “Weißt du noch damals?“, „So eine hatte ich auch“, „Damit bin ich früher immer gefahren“ – das erste Ostalgietreffen der Simson-Freunde Eastbirds Oberhavel, einer Interessengemeinschaft ostalgischer Zweiradfans, bescherte fast jedem Besucher zahlreiche Kindheitserinnerungen. Mehrere hundert Zweiradfreunde hatten sich mit Simson, Spatz, Schwalbe & Co. auf den Weg zur Germendorfer Festwiese gemacht, um ihre Schätze aufzubocken und herzuzeigen. Zahlreiche Trabis und andere ostalgische Vierräder sorgten zudem dafür, dass die Festwiese aus allen Nähten platzte. 1800 Besucher, so die Veranstalter, besichtigten die Veranstaltung und nutzten die Gelegenheit zum Fachsimpeln und Schwelgen in Erinnerungen.

Simson-Mopeds liegen im Trend

Eingebettet ins alljährliche Dorffest der Gemeinde trafen die Eastbirds mit ihrem ostalgischen Kfz-Treffen offensichtlich den Nerv der Besucher. Groß und Klein, Jung und Alt bewunderten die liebevoll präsentierten Fahrzeuge, die teils funkelten und blitzten, als wären sie soeben frisch aus dem Werk geliefert worden. „Diese Mopeds liegen grad unglaublich im Trend. Das merkt man auch an den Preisen, die steigen und steigen“, berichtet Manuel Rentsch vom Veranstalterteam. Die Gründe liegen für den 41-Jährigen auf der Hand: „Man braucht dafür keinen Motorradführerschein. Jeder, der einen normalen Führerschein hat, darf die Mopeds fahren.“ Zudem seien Simson & Co. einfach ein Kult, den fast jeder aus seiner Kindheit und Jugend noch kenne.

Der Wandlitzer Daniel Baumann mit seiner Schwalb, Baujahr 1974

Der Wandlitzer Daniel Baumann mit seiner Schwalb, Baujahr 1974.

Quelle: Nadine Bieneck

„Ich bin damit groß geworden“, bestätigt Daniel Baumann. Der 38-jährige Kfz-Mechaniker aus Wandlitz bekam seine erste Schwalbe im Alter von elf Jahren von seinem Vater. Damit fing die Schrauberei an, von der er bis heute nicht gelassen hat. „Schon der Geruch weckt Erinnerungen an meine Kindheit“, schwärmt er. Aktuell besitze er zwei Mopeds der Vogelserie. Die Schwalbe, Baujahr 74, fand er zufällig beim Nachbarn im Schuppen. „Top in Schuss. Ich habe sie gesehen und mich verliebt“, erinnert er sich. Fast täglich braust er nun mit dem knallroten Zweirad durch die Gegend, „je nach Wetter und Fahrtweg. Sie ist ständig in Benutzung“. Anders seine Simson S 51. „Die restauriere ich zur Zeit, da ist noch eine Menge dran zu tun.“

Neuauflage im kommenden Jahr geplant

Eine Geschichte von vielen, die auf der Germendorfer Festwiese von fast jedem zweiten Besucher hätte stammen können. Am Ende des Tages freuten sich alle Beteiligten über eine rundum gelungene Veranstaltung, die bis spät in die Nacht andauerte und deren Neuauflage im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen sei, wie es seitens der Eastbirds noch am Abend des Veranstaltungstages hieß.

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Zum 1. Ostalgietreffen der Simson Freunde Eastbirds Oberhavel strömten am 16. September 2017 (Sonnabend) insgesamt rund 1800 Besucher, darunter mehrere hundert auf ihren ostalgischen Zwei- und Vierrädern.

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Von Nadine Bieneck

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