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Oberhavel Kino mit Zukunft
Lokales Oberhavel Kino mit Zukunft
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00:18 13.04.2017
Mario Nazahn erklärt die neuen Sitzkategorien. Das Kino hat in vier Sälen insgesamt 610 Plätze. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Während kleine Kinos in Berlin dicht machen müssen, ist Mario Nazahn um das Oranienburger Kino nicht bange. Der Theaterleiter des Filmpalasts Oranienburg spricht von „stetig steigenden Besucherzahlen“, seit 2008 gehe es bergauf. Gute Aussichten im Jubiläumsjahr, denn vor 20 Jahren ist der Neubau an der Berliner Straße in Oranienburg errichtet worden.

Im Foyer vom Filmpalast Oranienburg treffen sich viele Besucher vor den Vorstellungen zum Plausch. Quelle: Enrico Kugler

Nazahn ist seit 2010 Kinochef in Oranienburg und sagt: „Ich gehe hier nicht mehr weg.“ Er wohne zwar in Berlin und hatte in der Hauptstadt große und kleinere Kinos geleitet, doch das Arbeiten in Oranienburg mache ihm großen Spaß. „Der Filmpalast ist ein kleines schönes Kino.“ Der Kontakt zum Kinopublikum sei „hier persönlicher“, man kenne sich. Natürlich müsse er „wirtschaftlich denken“, um im „knallharten Konkurrenzkampf“ bestehen zu können. Um die Besucher hier zu halten und nach Oranienburg zu locken, müsse man in der Filmauswahl ein gutes Händchen haben. „Wir bemühen uns, jedes Genre zu bedienen.“ Nazahns Rezept: „Für jeden etwas anbieten.“ Horror- und Action-Filme für Männer, Filme für Frauen, Filme der Kategorie „Besonderer Film“ und natürlich Filme für Kinder. Was neue Filme anbelangt, „erhalten wir viele Filme als Erstspieler“. Es habe nicht mit der Größe des Kinos zu tun, ob man eine Kopie schnell bekomme. „Manchmal gucke ich erst mal, wie Filme woanders laufen.“

Filmrollen wie diese sind lange Museumsstücke, heute laufe im Kino mit digitaler Technik alles automatisch, Werbung werde über den Server eingepflegt. Quelle: Enrico Kugler

Mario Nazahn sucht gezielt Kooperationen. Zum Beispiel mit den Schulen. Es gibt „Spatzen-Kino“ für kleine Kinder oder den „Film-Ernst“ für ältere. Neulich lief „Nerve“, ein Thriller über ein illegales Online-Spiel, das sich mit riskanten Aufgaben an Jugendliche richtet und ihnen dabei schnelles Geld verspricht. Vor dem Film und danach gab es Gespräche. „Wir hatten 300 Schüler in zwei Sälen“, freut sich der Kinochef und fügt hinzu: „Das sind unsere neuen Kunden.“ In Kooperation mit dem Christlichen Jugendzentrum Oranienburg entstand auch das „Osterkino“, vier Filmvorführungen um 11.30 Uhr mit den christlichen Filmen „Ben Hur“, „Die Hütte“, „Auferstanden“ und „Luther“.

3-D-Panel ist vor den Projektor gesetzt und ermöglicht 3-D-Vorstellungen. Quelle: Enrico Kugler

Weil nicht nur das Programm Besucher hält, sei seit Jahren in das Kino investiert worden. Zum Beispiel in neue Kinosessel, die jetzt drei Kategorien und drei Preisgruppen kennzeichnen – Parkett, Loge und Premium-Loge. Was die Preise anbelangt, spricht Nazahn vom „guten Preis im Vergleich zu Berlin“. Außerdem „haben wir immer Ermäßigungen an speziellen Kintotagen in der Woche und für Personengruppen“, sagt er.

Was die Technik anbelangt, sind die „Zeiten der großen Filmrollen“ lange vorbei. Heute laufe alles automatisch, die Filme würden auf den Server gezogen. Man müsse höchstens mal den Projektor hochfahren, erklärt der Informations-Elektroniker Mario Nazahn.

Von Marion Bergsdorf

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