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Oberhavel Kirche ist nun barrierefrei zu erreichen
Lokales Oberhavel Kirche ist nun barrierefrei zu erreichen
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16:14 24.10.2017
Die Sommerfelder Kita-Kinder probierten am Dienstagvormittag die neue Rampe schon mal aus. Quelle: Robert Tiesler
Sommerfeld

Gehbehinderte Menschen haben es jetzt leichter, in die Sommerfelder Kirche zu kommen. Gegenüber der alten Rettungswache beginnt die neue 58 Meter lange Rampe, die hinter der Kirche entlang zum Eingangsbereich führt. Am Dienstagvormittag ist sie eingeweiht worden. Kinder der Sommerfelder Kita haben zur Feier des Tages gesungen. Danach ging es mit dem Sechserwagen die Rampe entlang in die Kirche – problemlos, der erste Test ist also bestanden.

Die alte Treppe. Quelle: Robert Tiesler

Seit vielen Jahren ist in der evangelischen Kirchengemeinde beraten worden, wie ein barrierefreier Zugang geschaffen werden könnte. Besucher mit Rollstuhl oder Rollator konnten die Kirche bislang nur mit Hilfe anderer betreten. Der Höhenunterschied vom Außenbereich bis zum Eingangstor beträgt immerhin zweieinhalb Meter, wie Pfarrer Thomas Triebler am Dienstag sagte. Deshalb konnte die Rampe auch nicht dort beginnen, wo sich die eigentliche Treppe nach oben zur Kirche befindet, der Höhenunterschied wäre zu groß gewesen, die Rampe hätte im Zickzack verlaufen müssen. Dafür wäre an der Stelle kein Platz gewesen, so der Pfarrer weiter.

Erster Test mit dem Sechserwagen der Kita. Quelle: Robert Tiesler

Bevor der Bau beginnen konnte, gab es eine Kostenschätzung. Sie lag bei etwa 75 000 Euro. Das war zu viel für die Kirchengemeinde. Zwar ist im Vorfeld gesammelt worden, am Ende standen 15 000 Euro zur Verfügung. Der Sommerfelder Unternehmer Winfried Günther, Mitglied auch im Bauausschuss der Kirchengemeinde, sagte daraufhin: „Ich übernehme den Rest.“ Am Dienstag sagte er: „Da wusste ich aber noch nicht, wie viel zusammenkommt. Ich hatte halt eine große Fresse“, sagte er außerdem und lächelte. Angesichts der veranschlagten hohen Summe ließ Günther die Rampe dann selbst bauen, so dass am Ende die Kosten bei nur 40 000 Euro lagen. Der Sommerfelder zahlte also etwa 25 000 Euro aus eigener Tasche. „Ich bin Hochbauingenieur, der Tiefbau war nie so mein Steckenpferd.“ Was aber nicht hieß, dass er sich damit nicht auskenne. Drei bis vier Leute haben an der Rampe gearbeitet, etwa sechs Wochen hat das gedauert, wegen des mitunter schlechten Wetters länger als geplant. „Außerdem haben wir auf das Material warten müssen“, so Günther weiter. Ebenso auf die Maschinen. Ein Unternehmer aus Orion stellte eine Maschine für den Rampenbau zur Verfügung.

Winfried Günther (l.) und Pfarrer Thomas Triebler auf der neuen Rampe. Quelle: Robert Tiesler

Nun fehlen noch ein Geländer und Lampen, die entsprechenden Kabel dafür sind schon da.

Von Robert Tiesler

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