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Oberhavel Kirchenkreuz in 34 Metern Höhe repariert
Lokales Oberhavel Kirchenkreuz in 34 Metern Höhe repariert
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20:10 20.10.2017
Das Kreuz auf dem Dach der Nikolaikirche. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Familie Dill hat vom Gemeindehaus aus beim Frühstück einen guten Blick auf die Kremmener Nikolaikirche – und auf das Kirchenkreuz oben auf dem Dach. „Wir haben irgendwann bemerkt, dass es schief steht, erzählte Matthias Dill am Freitagvormittag. Es stand nicht nur schief, es war auch noch locker. „Wenn die Dohlen sich abstießen, dann drehte sich das Kreuz.“

Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. Am Freitag konnte der Schaden repariert werden – was allerdings gar nicht so einfach war. Denn es musste erst mal eine Hebebühne gefunden werden, die an das Kreuz heranreichte. 34 Meter sind es, die man für die Reparatur überwinden muss. Matthias Dill hatte einige Anfragen gestartet, aber immer waren die Hebebühnen zu kurz. „Ich habe auch bei Industriekletterern nachgefragt“, erzählte er. Aber das sei zu teuer gewesen.

Schmied Dieter Blumberg (r.) machte sich an die Arbeit. Quelle: Robert Tiesler

Zum Erntefest im September gab es an der Nikolaikirche eine kleine Benefizaktion. Kremmener und andere Interessierte konnten sich auf der Hebebühne gegen eine Spende nach oben fahren lassen. Das eingenommene Geld ist nun für die Aktion am Freitag verwendet worden. Der Oranienburger Unternehmer Jörg Dummer kam mit einem Kran und einer Hebebühne, die er sich von einem Partner geborgt hatte, nach Kremmen. „Wir haben 70 Geräte, nach dem Sturm sind alle weg“, sagte Jörg Dummer. Durch das Orkantief Xavier vor drei Wochen hatte sich auch die Kremmener Kreuzaktion nochmals verzögert.

Wackelt das Kreuz? Quelle: Robert Tiesler

Der Schmied Dieter Blumberg aus Schwante sollte das Kreuz richten und befestigen. Es ist nicht das erste Mal, dass er an Kirchenkreuzen tätig geworden ist. Das Kreuz von der Kirche in Schwante habe er zweimal runtergeholt, erzählte er. Auch in Staffelde und Groß-Ziethen habe er daran gearbeitet. Nun also Kremmen. Blumberg ließ sich auf der Hebebühne 34 Meter hoch fahren. Ein paar Schaulustige fanden sich ein und beobachteten von unten, was in luftiger Höhe zu sehen war.

Das Gemeindehaus. Quelle: Robert Tiesler

Dieter Blumberg befestigte die Hülse. „Nun kann das Kreuz nicht rausrutschen.“ Außerdem bekam es eine Kupferbeschichtung. „Die hält so, dass die Edelstahlnieten auch geschützt sind.“ Die Beschichtung werde nie ganz hart, bleibe immer cremig, wie Blumberg erklärte, nachdem er seine Arbeit erledigt hatte.

Blick auf die Altstadt. Quelle: Robert Tiesler

Allerdings wird sich Matthias Dill daran gewöhnen müssen, dass das Kirchenkreuz jetzt immer ein bisschen schräg steht, also nicht bündig zum Dach. „Das geht jetzt nicht mehr anders“, sagte Dieter Blumberg. „Das ist die besondere Note.“ Immerhin: Das Kreuz ist befestigt. „Mal gucken, ob die Dohlen jetzt staunen“, sagte Matthias Dill und lächelte. Ein nächstes Projekt könnte sein, die Ziffernblätter an der Kirchturmuhr aufzufrischen.

Von Robert Tiesler

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