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Kitas wegen Nässeschäden geschlossen

Oranienburg/Leegebruch Kitas wegen Nässeschäden geschlossen

Die kurzfristige Schließung der Kita „Falkennest“ in Oranienburg wegen Schilmmelbefall in den Räumen, sorgte in den vergangenen Tagen für Aufregung bei den Eltern, die sich nicht ausreichend informiert fühlen und mit den Alternativräumen nicht zufrieden sind. Auch in Leegebruch muss eine Kita wegen Feuchtigkeitsschäden auf unbestimmte Zeit geschlossen werden. Die Kinder der „Rasselbande“ können jedoch adäquat untergebracht werden.

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Ringtausch der Räume in Leegebruch: In der Kita „Wirbelwind“ werden nun auch die Kinder der „Rasselbande“ betreut.

Quelle: Archiv

Oranienburg. Die Kita „Falkennest“ in Oranienburg ist seit Freitag dicht, Die Kita der Leegebrucher „Rasselbande“ wird ab 4. September verwaist sein, denn in beiden Einrichtungen gibt es massive Nässeschäden in den Räumen – in Oranienburg zudem gesundheitsschädlichen Schimmelbefall, der saniert werden muss. (MAZ berichtete).

Betroffenen Eltern in Oranienburg kam die Information über die Schließung am Donnerstagmittag zu kurzfristig. „Die Räume unserer Tochter waren schon seit Wochen gesperrt, sollten renoviert werden. Uns ärgert die Kurzfristigkeit“, so Michaela Knospe. Sie arbeitet in Berlin, ihr Mann in Neuruppin. Am Donnerstagmorgen habe es weder Anzeichen noch Infos gegeben, dass eine Kita-Sperrung drohe. „Wir wurden ins kalte Wasser geworfen.“ Auch die Lösung, die Kinder vorerst im Turm unterzubringen sei sehr suboptimal: „Wo können die Kinder dort in ruhiger Atmosphäre ihren Mittagsschlaf machen?“ Bislang sei sie sonst mit der Kita „super zufrieden“. Ähnliche Bedenken äußert Bettina Hanschmann, die in Berlin arbeitet: Für jeden Vollzeit-Arbeitnehmer stelle die Schließung „eine Woche nach dem Jahresurlaub ein erhebliches Problem dar“. Sie konnte kurzfristig die Oma für die Betreuung gewinnen und fragt: „Warum hat man den Schimmel nicht sofort beseitigt? Dann hätte man die jetzige Situation vermeiden können. Ich empfinde diese Situation als fahrlässig seitens der Kita-Leitung.“ Nun müssten 150 Mädchen und Jungen in eine nicht kindgerechte Notunterkunft. Und das für unbestimmte Zeit. Dort gebe es keine kindgerechten sanitären Anlagen, keine fest installierte Wickelstation. Wenigstens könne der vertraute Spielplatz genutzt werden.

„Wir mussten im Interesse der Kinder schnell handeln“, so SOG-Geschäftsführer Kay Duberow. Um 12.30 Uhr sei Donnerstag die Entscheidung mit dem Gesundheitsamt gefallen, „14 Uhr ging ein Schreiben an die Eltern oder sie wurden angerufen“. Anfangs in zwei, später in vier Räumen gab es Schimmel „über der Scheuerleiste und auf der Größe eines A-4-Blattes“ Die Räume seien sofort geschlossen worden, ein Sachverständiger am nächsten Tag dagewesen. Auch das Büro für Umweltanalytik haben „so schnell wie möglich die Art des Schimmels bestimmt. „Es gab keinerlei Zeitverzug. Alle waren sich des Risikos bewusst. Wir wollten keine Teilbehandlung von Wänden, sondern eine gründliche Sanierung.“ Das Raumkonzept für das Ausweichquartier im Getränkemarkt Picanstraße stehe seit Montag, die Unterlagen zur Entscheidung im Ministerium seien am selben Tag rausgegangen. Duberow hofft auf eine Zusage diese Woche. Derweil würden mit den Kindern alle Angebote des Turms genutzt. Es gebe auch ruhige Beratungsräume zum Beispiel zum Basteln. Bei allen Belastungen für die Eltern sei er froh, dass die Kinder weiter betreut werden können. Er hofft, die Kita ab Weihnachten wieder nutzen zu können.

Unmut der Eltern ist bei Leegebruchs amtierenden Bürgermeister Martin Rother bisher nicht angekommen, als die Eltern der Kinder der Kita „Rasselbande“ am Donnerstag erst per Aushang, dann parallel per Elternbrief darüber informiert wurden, dass die Kita ab kommenden Montag geschlossen wird. „Viele haben Verständnis, weil sie daheim die selben Probleme mit Feuchtigkeitsschäden haben“, vermutet Rother. Diese Woche wurden die Eltern gebeten, ihren Nachwuchs nach Möglichkeit nicht in die Kita zu bringen, damit der Umzug in die Ausweichquartiere in der Kita „Wirbelwind“ und in den neuen Hort an der Grundschule vonstatten gehen kann. So werden die betroffenen Kinder auch während der Sanierungszeit kindgerecht untergebracht und betreut. Eine erste Einschätzung in dem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Sanierungsgutachten kommt auf Kosten von mindestens 250 000 Euro.

Von Heike Bergt und Ulrike Gawande

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