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Oberhavel Kitasanierung mit Überraschungen
Lokales Oberhavel Kitasanierung mit Überraschungen
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14:27 25.08.2016
Immer donnerstags ist Bauberatung in Hammer. Andreas Kistenmacher (r.) ist der Architekt für das Sanierungsprojekt. Quelle: Andrea Kathert
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Hammer

Die alte Wassermühle in Hammer hat etwa 200 Jahre auf dem Buckel. Und wäre sie nicht das Domizil der Kuhpanzwichtel, dann würde sie wahrscheinlich ein ruhiges Dasein fristen. Doch daraus wird in diesem Sommer so gar nichts. Es sind zwar nicht die Kita-Kinder, die gerade viel Bewegung in das alte Haus bringen. Aber eine Schar von Handwerkern sorgt gerade dafür, dass das Erdgeschoss des Hauses aussieht wie eine Großbaustelle.

Ursprünglich ging es darum, die Feuchteschäden aus dem Mauerwerk zu bekommen und ein paar Räume zu verändern, um mehr Platz für pädagogische Angebote zu schaffen. Aber wie das so ist, wenn man alte Häuser anfasst, da kommt einiges zum Vorschein. „Die Zwischenwände liegen auf Holzbalken auf“, erzählt Bauamtsleiter Hartmut Bein während des Baurapports. „Die sind alle hinüber.“ Weil die Balken unter der Fußbodenoberkante lagen, konnte niemand davon wissen. Also, zusätzliche Arbeiten und Kosten.

Alte Häuser bergen immer Überraschungen. Quelle: Kathert

Was der Chef der Elektrofirma erzählt, hört sich auch nach Mehrkosten an. Von besonderer Brandschutzvorsorge ist da die Rede. In einer Kita müssen natürlich die neuesten Vorschriften eingehalten werden, wenn schon saniert wird, dann richtig.

Rund um das Gebäude herum sind alle Wände freigelegt. Die massiven Fundamente aus riesigen Feldsteinen zeugen vom Alter der Mühle. Um das Haus fachgemäß trockenzulegen, wurde noch ein Meter über den Feldsteinen der Putz entfernt und damit das Mauerwerk sichtbar gemacht.

Das gesamte Fundament des Hauses ist rundherum freigelegt. Quelle: Kathert

Später wird dort ein neuer Putz aufgetragen und eine Sperrschicht eingebaut, die verhindern, dass die Nässe wieder hochkriecht. Vielleicht trägt der Mühlbach, der direkt an der Südseite am Haus verläuft, die Schuld daran, dass die Wände feucht waren. „Der Bach hat keinen großen Einfluss darauf“, sagt Architekt Andreas Kistenmacher aus Wandlitz. Fehlende Isolierungen, falscher Putz und eine primitive Regenentwässerung könnten eher eine Erklärung sein. Also wird auch die Regenentwässerung neu gemacht. Und im Zuge der Außenarbeiten installieren die Handwerker auch ein neues Blitzschutzsystem. Die Erdung war nicht mehr in Ordnung. Zur Straße hin wird der Haupteingang neu gestaltet. Der Vorbau hat praktisch keine Funktion für die Kita, er ist bereits abgerissen, der Eingang bekommt eine Überdachung.

Ursprünglich sollte nur die Raumverteilung in der rechte Kita-Hälfte verändert werden: mehr Platz für die Kinder, weniger für Büroarbeiten. Nun müssen aber auch zwei Räume im linken Teil angefasst werden. Dafür versucht der Architekt, bei Fenstern und neuen Durchbrüchen zu sparen.

Die Fußböden haben vor kurzem eine Art Kaltanstrich bekommen, denn die Kinder werden künftig eine Fußbodenheizung haben, da lässt es sich viel besser spielen. Vier Wochen muss der Estrich trocknen. Dann können auch die Maler rein.

Die Böden bekommen eine Art Kaltanstrich. Es wird eine Fußbodenheizung verlegt. Quelle: Kathert

Im Obergeschoss haben die Mieter der beiden Wohnungen außer dem Baulärm nichts zu befürchtet.

Bauamtsleiter Hartmut Bein ist froh, dass das Projekt über eine beschränkte Ausschreibung lief. „Für jedes Gewerk konnten wir vier, fünf Firmen anschreiben, mit denen wir schon gute Erfahrungen gemacht haben“, meint Bein. Die Gebäudesanierung wird komplett aus dem Haushalt der Stadt bezahlt. 280 000 Euro sind veranschlagt.

Die Kuhpanzwichtel besuchen in dieser Zeit andere Einrichtungen. Wie sieht nun der Zeitplan für die Kitasanierung in Hammer aus? „Im Oktober sind wir fertig“, sagt Architekt Andreas Kistenmacher ohne mit der Wimper zu zucken. Na ja, Kistenmacher wird es wissen. Mit Kita-Sanierungen hat er auch in Oranienburg schon etliche Erfahrungen gesammelt

Die Kuhpanzwichtel bekommen ein schickes Zuhause

Die Kita „Kuhpanzwichtel“ ist in einer 200 Jahre alten, umgebauten Wassermühle untergebracht.

Für geplante 280 000 Euro wird das Gebäude saniert. Es wies große Feuchteschäden im Mauerwerk und in den Innenräumen auf.

Die Finanzierung läuft komplett über den Stadthaushalt. Fördermittel gibt es nur für die parallel laufende Umgestaltung des Spielplatzes.

Mit dem Sanierungsprojekt ist der Architekt Andreas Kistenmacher aus Wandlitz betraut.

Von Andrea Kathert

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