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Oberhavel Klärschlamm-Investor prüft jetzt die Lage
Lokales Oberhavel Klärschlamm-Investor prüft jetzt die Lage
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00:43 09.03.2018
Im Strandhotel hatte Intec-Geschäftsführer Edwin Karrer (2. v. r.) seine Pläne vorgestellt. Quelle: Enrico Kugler
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Germendorf

Mit nur einer Enthaltung hatten die Stadtverordneten am Montagabend dafür gestimmt, das Industriegebiet in Germendorf in ein Gewerbegebiet umzuwidmen (MAZ berichtete).

Grund dafür sind die Pläne der Intec Engineering GmbH, dort eine Klärschlammverbrennungsanlage zu errichten. Mit einer Änderung des B-Planes soll dem ein Riegel vorgeschoben werden.

Investor war schnell informiert

Intec-Geschäftsführer Edwin Karrer war am Dienstag bereits bestens informiert über den Beschluss der Stadtverordneten. „Über diese Entscheidung bin ich nicht glücklich“, sagte Karrer, „das ist doch klar.“ Er werde nun die rechtliche Situation prüfen.

Industriegebiet war ganz bewusst gewählt

„Wir hatten genau den Standort ausgewählt, weil er als Industriegebiet ausgewiesen ist.“ Er könne noch nicht sagen, wie es weitergeht. „Das Leben ist voller Gegenwind“, so Karrer. Zunächst will er sich mit seinem Rechtsanwalt Professor Dombert konsultieren, welche Wege man gehe. „Schließlich haben wir schon eine Menge Geld in die Planungen gesteckt“, so der Geschäftsführer.

„Wir sind der Meinung, alle Vorschriften einzuhalten.“ Es sei nicht der richtige Weg, der von den Stadtverordneten beschritten werde. Andererseits räumte Edwin Karrer ein: „Ich möchte niemandem zu nahe treten, auch nicht der Bevölkerung.“

Im Strandhotel Germendorf hatte sich der Investor und Geschäftsführer der Intec GmbH, Edwin Karrer, den Fragen der Gegner der geplanten Klärschlamm-Verbrennungsanlage gestellt. Quelle: Enrico Kugler

Doch die Bevölkerung war Sturm gelaufen gegen die Pläne. Die BI gegen die Müllverbrennungsanlage war aktiviert worden und informierte als „Aktionsbündnis Contra KVA“ über die geplante Anlage.

Zur Stadtverordnetenversammlung am Montag platzte die Orangerie aus allen Nähten. Viele Gegner der Klärschlammverbrennungsanlage waren gekommen. Quelle: Enrico Kugler

Viele Einwohner aus Germendorf, Leegebruch und Bärenklau hatten ihre Sorgen zum Ausdruck gebracht, sie befürchten Geruchs- und Lärmbelastungen und einen zunehmenden Lkw-Verkehr. Deshalb waren viele Familien, auch mit Kindern, am Montag in der Orangerie erschienen.

Die Stadtverordneten hatten auf die Bedenken reagiert und eine Änderung des B-Planes „Ehemaliges Heinkelwerk West“ befürwortet. Nun soll zunächst ein Gutachter die planungsrechtlichen und finanziellen Auswirkungen für die Stadt prüfen.

Ja zur Anlage, aber nicht an diesem Standort

Denn ohne weiteres kann ein B-Plan nicht verändert werden, wenn damit ein bestimmtes Vorhaben vereitelt werden soll. Grundtenor war, dass nichts gegen das technische Prinzip, Klärschlamm zu verbrennen, spricht. Aber nicht an besagtem Standort, nahe an Wohnbebauungen.

SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann kündigte am Montag an, in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag einzubringen, um den Bau der Klärschlammverbrennungsanlage auch im Gewerbepark-Süd zu verhindern.

Von Andrea Kathert

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