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Oberhavel Klärschlammverbrennung? Nein, danke!
Lokales Oberhavel Klärschlammverbrennung? Nein, danke!
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00:38 08.03.2018
Kein Platz mehr frei in der Orangerie. Vor allem die Germendorfer wollten wissen, wie sich die Stadtverordneten positionieren. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Aufatmen am Montagabend in der rappelvollen Orangerie: Bei lediglich einer Enthaltung haben Oranienburgs Stadtverordnete dem Antrag des Germendorfer Ortsbeirates zugestimmt, den B-Plan „Ehemaliges Heinkelwerk West“ zu verändern. Ziel: Das bisherige Industriegebiet als Gewerbegebiet umzuwidmen. Zudem soll im ersten Schritt ein Gutachten die planungsrechtlichen und finanziellen Auswirkungen prüfen.

Es herrschte fraktionsübergreifende Einigkeit: Den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage in Germendorf will absolut niemand. Das bringe Gestank und Lärm der Transportfahrzeuge – die Germendorfer seien genug gebeutelt.

Christina Schindler und Marco Babatschew hatten stellvertretend für die vielen Besucher in der Orangerie noch einmal appelliert: „Heute einen Prozess einzuleiten, der die Ansiedlung einer derart umweltbelastenden Industrie ausschließt“. Und rannten damit offene Türen ein.

„Die Einwohnerzahlen sind gewachsen, alle wollen ins Grüne ziehen, das passt nicht“, so Werner Mundt (CDU). So sah es auch SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann: Anfang der 1990er-Jahre sei er in die Stadt gezogen, die „klein und grau war. Heute ist sie gewachsen und schön. Wir wollen nicht zurückfallen in die Zeit, als wir das Klo für Oberhavel waren.“

„Die Methode der Schlammverbrennung ist gut, der Standort falsch. Wir müssen die vor 20 Jahren gefassten Festlegungen der Industrie- und Gewerbestandorte neu übedenken“, so Heiner Klemp (Grüne). Auch Ralph Bujok (Linke) mahnte: Wenn wir jetzt die Kuh vom Eis haben, dürfen wir nicht nachlassen. Prüfen, wo gibt es ähnliche Risikogebiete in der Stadt.“

Auch Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) gab dem Antrag seine Stimme. Nicht, ohne auf Risiken hinzuweisen: „Ich bin skeptisch, ob man das Industriegebiet problemlos abstufen kann. Ich hoffe, es gelingt.“ Deshalb sei das Gutachten so wichtig. Zudem könnte es das falsche Signal an Investoren auf anderen Industriestandorten sein.

Von Heike Bergt

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