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Oberhavel Klare Sicht auf die Dinge des Lebens
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17:03 31.05.2018
Optikermeister Andreas Wiersma feiert 25-jähriges Jubiläum Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Als ein Leben voller Fügungen, empfindet es Andreas Wiersma. Ob beruflich oder privat. Und er habe oft einen Schutzengel gehabt. Anlass zur Rückschau gibt es für ihn: Am 1. Juni vor 25 Jahren hat sich der gebürtige Berliner mit seinem Augenoptikerfachgeschäft in Oranienburg selbstständig gemacht. Jahre voller Arbeit, mit Hochs und Tiefs, so der Geschäftsmann aus der Schulstraße, liegen hinter ihm. Geboren wurde der 64-Jährige in Berlin. Bis zum 11. Lebensjahr war er in Spandau, auf dem Gelände des Evangelischen Waldkrankenhauses zu Hause. Sein Vater arbeitete dort als Oberarzt. Rund um die Dienstvilla, „war es wie bei Robinson Crusoe“, erinnert er sich. Groß wurde er in Lankwitz und Andreas Wiersma war und ist begeisterter Sportsmann, hat Handball gespielt, Fußball, fand aber im Hockey seine sportliche Berufung, spielte bis 21 in der Bundesliga.

„Beruflich sollte ich eigentlich in die Fußstapfen meines Vaters treten.“ Doch Holz faszinierte ihn viel mehr und er wollte Tischler werden, liebte den Modellbau. Die Schwester vermittelte zwischen den Erwartungen: Optiker liege in der Mitte, filigrane Arbeit „und auch was im weißen Kittel“. Bei Optikermeister Meier in der Seegefelder Straße in Spandau ging er in die Lehre, machte seinen Meister in der Abendschule und trat seine erste Meisterstelle bei „Obenaus“ in Zehlendorf an. „Dem ältesten Berliner Fachgeschäft, in dem sich Schauspieler wie Bernhard Minetti oder Martin Held die Klinke in die Hand gaben – tolle, aufregende Jahre“, so Wiersma.

In der Wendezeit riet ihm sein Banker: Die Zukunft liegt im Osten. Er kam mit Bernd Müller und Titus Rex Giese ins Gespräch, die die M&G-Augenoptikerfilialen in Quedlinburg, Luckenwalde, Falkensee, Berlin-Weißensee und Oranienburg auf den Weg brachten. Andreas Wiersma eröffnete seine in der Mittelstraße. Zwei Jahre fuhr er täglich von Lichterfelde nach Oranienburg, ab 1995 lebte er in einem Reihenhaus in Hohen Neuendorf, nach der Scheidung „im Gartenhaus hinter der Sparkasse in Oranienburg. Wiersma, der zwei Töchter hat, ist seit fünf Jahren mit der Lehrerin Elke Wiersma verheiratet. Die große Liebe, die er gar nicht mehr geglaubt hatte, zu finden. Auch das sei Fügung gewesen. Gemeinsam haben sie ein altes Haus nahe der Nicolaikirche ausgebaut. Ihr Traumhaus – „auch das haben wir durch Zufall entdeckt“.

In Oranienburg gründete und engagierte sich der Optikermeister 15 Jahre in der Citygemeinschaft CGO. Doch er sah die Sanierung der Bernauer Straße und die Stadtentwicklung kritisch, konnte den Wunsch der Stadt, das Zentrum an den Schlossplatz zu verlegen, nicht nachvollziehen. Seine Vision: Ein Einkaufszentrum an der Rungestraße. „Die Kaufgewohnheiten haben sich geändert, aus dem Branchenmix ist nichts geworden, weder aus dem Kaufhaus, noch aus dem neuen Zentrum“, bedauert er.

Heute hat er sein Fachgeschäft in der Schulstraße, in Hochzeiten beschäftigte er sieben Mitarbeiter. Im Moment ist er allein: „Es ist schwer, jemanden zu finden.“

Andreas Wiersma ist „stolz, so viel geschafft zu haben, mit einem Beruf durchs ganze Leben gekommen zu sein.“ Er will weiter für seine Kunden da sein, solange es mir Spaß macht.“ Von der Welt habe er reichlich gesehen, Reisen nach Alaska und Madagaskar reizen ihn noch. Ansonsten „nehme ich gerade ein bisschen den Fuß vom Gas“. Beim Lesen habe er Nachholebedarf. Und den Golfsport hat er für sich zum Abschalten entdeckt.

Von Heike Bergt

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