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Oberhavel Klartext mit Klemp
Lokales Oberhavel Klartext mit Klemp
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20:27 16.08.2017
Polit-Talk im Germendorfer Garten. Quelle: Heike Bergt
Germendorf

Zwei Flaschen Wein hatte der Bürgermeisterkandidat der Grünen im Gepäck, der standesgemäß mit dem Bus angereist war. Und Gastgeber Hans-Joachim Luth und seine Frau Marianne hatten den Tisch appetitlich mit Gemüse aus dem Garten gedeckt. Mit dem Kandidaten auf der heimischen Couch Klartext zu reden, das hatte der Grünen-Politiker, der in der vierten Wahlperiode Stadtverordneter ist, im Wahlkampf angeboten. Luths, die vor 23 Jahren aus Berlin-Spandau nach Germendorf zogen, nahmen das Angebot an und hatten mit Freunden und Nachbarn die Fragerunde komplett gemacht. Es wurde ein lockeres Gespräch mitten im Luthschen Grün.

Großes Thema der sieben Anwesenden: Die Intransparenz kommunalpolitischer Entscheidungen: Oft werde in der Stadtverordnetenversammlung gerade mal das Thema genannt, dann schon abgestimmt. Doch worum ging es? Die Abläufe bis zur Entscheidung müssten besser erklärt werden. Kaum einer verstehe, warum zum Beispiel der Radwegbau im Ort Jahre dauert. Das lasse Frust entstehen. Werde es erklärt, hätten viele durchaus Verständnis.

Politik transparenter zu machen, sei ihm ebenso ein Anliegen, wie: „die Probleme der Leute ernster zu nehmen“. Als Bürgermeister wolle er eine neuen Stelle etablieren, in der sich Bürgergruppen mit Anliegen registrieren lassen können. Bei regelmäßigen Treffs sollen alle mitreden und erfahren, was sich tut oder was sich nicht tut und warum.

Angesprochen auf die Wirtschaftsförderung, sagte Klemp: „Ich möchte ein Gründerzentrum aufbauen, hier Möglichkeiten schaffen für junge Leute. Orafol und Takeda sind gut, aber wir brauchen mehr.“

Die Germendorfer forderten durchweg, neben der Gedenkstätte Sachsenhausen den Tierpark ans OVG-Busnetz anzuschließen: Die Wendeschleife sei doch schon da. Hunderte liefen von der bisherigen Haltestelle auf einem viel zu schmalen Gehweg zum Tierpark. Völlig unverständlich auch für Klemp. Er begrüßte auch die Anwohnerinitiative Gedenkstätte. „Auch sie beklagen, dass einfach keiner mit ihnen redet. Das muss sich ändern.“

„Wie wollen Sie sozialen Wohnungsbau voranbringen“, frage Hajo Luth. Mit dem Woba-Projekt an der Bothestraße sieht Klemp die Stadt auf dem richtigen Weg.

Nach seinen Konzepten für eine Ortsteilentwicklung befragt, vertrat Klemp den Standpunkt: „Ich finde es besser, wenn die Beiräte selbst Visionen entwickeln“, nichts von außen übergestülpt wird. Die Stadt könne planerisch und finanziell unterstützen.

Gern hätten die Frauen und Männer der Runde auch „eine Art Bürgerhaus“ in Germendorf. Sie beklagten, dass die größte Gruppe der Volkssolidarität im Kreis keinen Treff habe und regten an, Schulungsräume im neuen Feuerwehrdepot mit zu nutzen. „Für Feuerwehr und Jugend gibt es einen Raum, wir stehen hinten an“, so Ludwig Hopfe.

Auf Nachfrage positionierte sich Klemp für einen Schulneubau an der Bothestraße, für eine Stadtbuslinie und eine eigenen Küche, die für Kita- und Schulkinder kocht. Und auf der OVG-Fläche Rungestraße würde er eine „Markthalle“ platzieren, die auf den Einzelhandel der Bernauer ausstrahlt.

Von Heike Bergt

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