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Kleine Bauleute sind startklar

Germendorf Kleine Bauleute sind startklar

Germendorf bekommt eine neue Kita. Die Kinder können es kaum erwarten. Sie werden die Bauarbeiten direkt vor ihrer jetzigen Kita genau verfolgen. Die Johanniter-Unfallhilfe baut in Germendorf ihre erste Kita im Kreis Oberhavel. Und wird sie später auch selbst betreiben. Der jetzige Flachbau ist marode und kann nicht mehr saniert werden.

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Die Kita-Kinder von Germendorf können es kaum erwarten, dass die Bauarbeiter vor ihrer Nase loslegen. Die Kinder selbst sind gut ausgerüstet, falls mal Not am Mann ist.

Quelle: Enrico Kugler

Germendorf. Ginge es nach den Kindern der Kita „Pusteblume“ könnte der Bau ihrer neuen Kita sofort beginnen. Am liebsten würden sie jetzt schon am Zaun stehen und den Bauarbeitern zusehen. Doch bis jetzt ist das Gelände am Dorfanger noch fest im Griff von Archäologin Andrea Weishaupt und ihrem Team. „Bis 17. Mai haben wir noch zu tun“, sagt Andrea Weishaupt. Erst danach kann die Johanniter-Unfallhilfe loslegen.

Bis jetzt sind noch die Archäologen die fleißigsten Arbeiter auf der Baustelle für die neue Kita

Bis jetzt sind noch die Archäologen die fleißigsten Arbeiter auf der Baustelle für die neue Kita. Das Team von Andrea Weishaupt hatte schon vor dem Bau der Feuerwache am Dorfanger erstaunliche Entdeckungen gemacht.

Quelle: Enrico Kugler

Der Regionalverband Nordbrandenburg wird die neue Kita bauen und später auch betreiben. Im Mai vorigen Jahres hatte der Verein den Zuschlag für den Neubau bekommen.

„Wir hoffen, am 22. Mai beginnen zu können“, meint Projektbetreuerin Ivonne Berndt von den Johannitern. Die Pläne des Ingenieurbüros „skp Architekten und Ingenieure Berlin-Buch“ sehen vielversprechend aus. Der massive Neubau wird ein mehrteiliger und u-förmig angeordneter Gebäudekomplex sein und direkt am Dorfanger stehen. Der linke Seitenflügel ist eingeschossig und trägt ein Satteldach. Darin befinden sich unter anderem ein Bewegungsraum, ein Forscherzentrum und ein Mehrzweckraum, in dem die Kinder auch essen können.

So sieht der Lageplan für die neue Kita aus

So sieht der Lageplan für die neue Kita aus.

Quelle: Ingenieurbüro skp Architekten + Ingenieure (Berlin-Buch)

Den rechten Flügel bilden zwei, leicht stumpfwinklig, ineinander stehende zweigeschossige Vorder- und Hinterhäuser, ebenfalls mit Satteldach. Dort befinden sich im Erdgeschoss weitere Themenräume und im hinteren Gebäude der separate Krippenbereich. Im Obergeschoss liegen Büros und Besprechungsräume. Die beiden Flügel sind durch einen Flachbau verbunden. Im Innenhof und auf der hinteren Grundstücksfläche entstehen die Spielmöglichkeiten für die Kinder. Entlang des linken Flügels wird eine gepflasterte Zufahrt zu den Parkplätzen führen.

Kita-Leiterin Kerstin von der Warth findet die Pläne gut, genauso wie die Zusammenarbeit mit dem künftigen Träger

Kita-Leiterin Kerstin von der Warth findet die Pläne gut, genauso wie die Zusammenarbeit mit dem künftigen Träger.

Quelle: Enrico Kugler

Für die Heizung des Neubaus soll das Verfahren der Geothermie, also die Erdwärme genutzt werden. Zwei Tage lang finden dazu jetzt Probebohrungen statt. 125 Kinder sollen die neue Kita „Pusteblume“ besuchen können. Und wenn alles glatt läuft schon ab August des kommenden Jahres. Für 40 Kinder ist der Krippenbereich ausgelegt. 85 Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt hätten im Kitabereich Platz. Der Hort von Germendorf ist von der neuen Kita unberührt. Er bleibt auch in städtischer Trägerschaft.

So sieht die geplante Raumaufteilung aus

So sieht die geplante Raumaufteilung aus.

Quelle: Enrico Kugler/Ingenieurbüro skp

Der Johanniter-Regionalverband Nordbrandenburg, der für die Landkreise Barnim, Oberhavel und Uckermark zuständig ist, hat bereits einige Erfahrungen mit Kitas. „Im Landkreis Barnim betreiben wir acht Kitas“, sagt Ivonne Berndt. In Finowfurth steht der erste Kita-Neubau der Johanniter. Im Jahr 2013 wurde der Flachbau für 120 Kinder eröffnet. „Aber im Landkreis Oberhavel ist Germendorf die erste Kita, die wir betreiben werden“, meint die Projektbetreuerin.

Kita-Leiterin Kerstin von der Warth kann sich die Johanniter als Träger gut vorstellen. Bisher klappt die Zusammenarbeit schon sehr gut. „Man merkt, dass die Johanniter sehr bemüht und interessiert sind, und für vieles offen.“ Kerstin von der Warth ist bis jetzt Leiterin der Kita und des Hortes. Später wird sie nur eines tun können. „Mein Herzblut hängt schon an der Kita“, meint sie schulterzuckend. Aber bis jetzt sei noch nichts dingfest gemacht. Die Johanniter würden das Personal übernehmen. Wer möchte, kann aber auch in städtische Einrichtungen wechseln.

Wer die Germendorfer Kita kennt, weiß genau, dass der alte DDR-Flachbau ausgedient hat. Eine Sanierung würde sich nicht mehr lohnen. Das Gebäude ist marode. Im Winter muffelt es schon aus den Rohrleitungen. Wie dringend ein Neubau gebraucht wird, ist genauso klar. Denn die Kapazität von 94 Plätzen reicht jetzt schon nicht aus, die Einrichtung ist überbelegt.

Also, an Nachwuchs im Baugewerbe fehlt es in Germendorf wahrscheinlich nicht

Also, an Nachwuchs im Baugewerbe fehlt es in Germendorf wahrscheinlich nicht. Die Kinder freuen sich auf ihre neue Kita.

Quelle: Enrico Kugler

Die Kita-Leiterin freut sich, dass die Johanniter im Neubau eine Sauna mit geplant haben. „Das kommt uns als gesundheits- und bewegungsorientierter Kita sehr entgegen.“ Und wer weiß, vielleicht entsteht auch noch ein Kneipp-Bereich. Auch vom Experimentieren und Forschen sind die Germendorfer Kinder ganz begeistert. Das Beste aber ist: „Dass der Neubau genau vor unserer Nase entsteht und die Kinder immer zuschauen können“, findet Kerstin von der Warth. „Das ist superpraktisch.“ Und für die Kinder unheimlich spannend.

Von Andrea Kathert

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