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Kleine Fichten für den Lehrpfad

Liebenwalde Kleine Fichten für den Lehrpfad

Jedes Jahr pflanzen die Grundschüler am Naturlehrpfad im Heidchen den Baum des Jahres. Nun stehen vier kleine Fichten in dem Waldstück. Die Kinder bekamen Unterstützung von Stadtförster Herbert Otto, dem es sehr am Herzen liegt, die Kinder für die Natur zu begeistern.

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Die Kinder der Klasse 2b pflanzten mit Stadtförster Herbert Otto vier kleine Fichten am Naturlehrpfad im Waldgebiet „Heidchen“.

Quelle: Andrea Kathert

Liebenwalde. Im Heidchen kennen sich die Liebenwalder Grundschüler aus. In dem Waldstück am Ortsausgang in Richtung Zehdenick liegt der Naturlehrpfad, den die Kinder seit 2004 immer wieder um den Baum des Jahres vergrößern.

Gestern Vormittag stürmten 16 Mädchen und Jungen der Klasse 2b den Weg entlang, auf dem Stadtförster Herbert Otto schon auf die Kinder wartete. Mit einer kurzen Ansage verschaffte er sich Gehör und erzählte den Kinder etwas über den Baum des Jahres. „Das ist die Fichte“, rief Justin als Erster.

Förster Herbert Otto holte die kleinen Fichtenpflanzen aus seinem Auto und ließ sich von den Mädchen beim Pflanzen helfen. Die Pflanzlöcher waren schon vorbereitet. Die Kinder packten mit an. Vier winzige Bäumchen ergänzen nun den Lehrpfad. „Wasser ist ganz wichtig“, sagte der Förster. Und schon wurden die jungen Bäumchen gegossen. Eine fünfte Fichte wird auf dem Schulhof gepflanzt, das hatten sich die Kinder so gewünscht. Hausmeister Olaf Leumann nahm sich der kleinen Pflanze gleich an.

Stadtförster Herbert Otto betreut  den Naturlehrpfad seit 2004

Stadtförster Herbert Otto betreut den Naturlehrpfad seit 2004.

Quelle: Andrea Kathert

Die Kinder hatten sich im Sachkundeunterricht gut auf den Tag vorbereitet und wussten schon einiges von dem, was Förster Herbert Otto ihnen erzählte. Die Fichte ist in deutschen Mittelgebirgen über 600 Metern Höhe sehr verbreitet. Im Erzgebirge, dem Thüringer Wald oder im Bayerischen Wald ist sie viel zu sehen. 300 bis 400 Jahre alt kann eine Fichte werden. Die Fichtenzapfen, von denen es männliche und weibliche gibt, hängen nach unten. „Im Gegensatz zur Tanne“, sagt der Förster, „die Tannenzapfen stehen nach oben.“ Im Liebenwalder Stadtwald, zu dem 310 Hektar gehören, stehen allerdings überwiegend Kiefern, etwa 60 Prozent des Waldbestandes nehmen sie ein. Die Fichte macht in Liebenwalde nur zehn Prozent aus. Nun sind es aber immerhin vier Bäumchen mehr im Heidchen. Sie stehen in guter Gesellschaft mit dem Maulbeerbaum, dem Feldahorn, der Lärche, Winterlinde und andere Bäume des Jahres. Was genau am Naturlehrpfad steht, wissen die Kinder jetzt. Mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Hergesell hatten sie ein Bestimmungsbuch gebastelt, was nun zum Einsatz kam. „Ich hab schon zehn Bäume gefunden“, rief Lea und hielt stolz das kleine Heftchen in die Höhe.

Von Andrea Kathert

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