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Klemp kritisiert Kausche

Oranienburg Klemp kritisiert Kausche

Der Bürgermeisterkandidat der Grünen, Heiner Klemp, hält den Vorschlag der Mitbewerberin der CDU, Kerstin Kausche, zur Stadtbuslinie für „zutiefst unseriös“. Wirft ihr Unterwerfung unter die OVG vor.

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Die Verbesserung des Nahverkehrs für ganz Oranienburg, das hat sich auch Heiner Klemp an potenzieller Bürgermeister vorgenommen.

Quelle: privat

Oranienburg. Als „zutiefst unseriös, vereinfacht und populistisch“ kritisiert Heiner Klemp den Vorschlag von Kerstin Kausche für eine Stadtbuslinie innerhalb von Oranienburg.

Die CDU-Bürgermeisterkandidatin hatte zusammen mit Fraktionschef Werner Mundt mit der Oberhavel Verkehrsgesellschaft gesprochen und eine Ringbuslinie beziehungsweise eine erweiterte Buslinie bis Germendorf in der einen und Schmachtenhagen/Zehlendorf/Wensickendorf in der anderen Richtung der Stadt vorgeschlagen, die zwischen 8.17 und 17.17 Uhr von Montag bis Freitag im Stundentakt rollen soll. Und das ab Mitte 2018. Kostenpunkt: 853 000 Euro im Jahr. Der Vorschlag soll nun in einen Beschlussantrag münden, um die Finanzierung im städtischen Etat fürs kommende Jahr festzurren zu können (MAZ berichtet).

Heiner Klemp findet den Vorschlag unseriös: Kerstin Kausche sehe die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) als Partner für die Planungen. Schon am Beispiel der Gedenkstätte und der Forderung nach zusätzlichen Bussen für die Besucher „wurde augenscheinlich, wie die OVG mit Bedarfen umgeht“, erinnert Klemp. Er glaubt, die OVG verfolge da auch eigene Interessen und wolle Überkapazitäten an Bussen in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr gewinnbringend vermarkten. „Da lässt sich die CDU vor einen Karren spannen. Einfach mal reden und dann sagen, so ist es, das ist keine transparente und offene Politik“, kritisiert der Bürgermeisterkandidat von Oranienburgs Grünen.

Er sieht das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt. Seine Fraktion habe bereits im April letzten Jahres vorgeschlagen, ein Konzept für eine Stadtbuslinie zu erarbeiten. „Wir müssen die Bedarfe dabei richtig untersuchen und abklopfen. Auf deren Grundlage sollte ein stimmiges Konzept entstehen. Der Bus hätte ab 2018 rollen können.“ Aber CDU und SPD wollten nicht mitgehen, „haben den Verkehrsentwicklungsplan für ein Jahr aufs Abstellgleis geschoben“, erinnert er.

Unstimmigkeiten sieht er auch bei den Kosten für die Stadtbuslinie beim CDU-Vorschlag: „Die 853 000 Euro, die Frau Kausche pro Jahr angibt, sind die Betriebskosten.“ Generell „muss der Landkreis gesetzlich für ein ausreichendes Angebot am Nahverkehr sorgen. Unser Weg ist, dass das Konzept erst einmal aussagen muss, was ist ausreichend? Nach meiner Meinung ist der Nahverkehr in der Stadt und seinen Ortsteilen derzeit nicht ausreichend.“ Der Kreis müsse in die Pflicht genommen werden, das zu ändern.

Es dürften nicht leichtfertig Steuergelder der Oranienburger für eine Buslinie ausgegeben werden, sieht es der Bürgermeisterkandidat der Grünen. Die OVG müssten in die Pflicht genommen werden. „Frau Kausche unterwirft sich mit ihrem Vorschlag der OVG, das ist keine seriöse Politik für mich“, kritisiert Klemp.

Von Heike Bergt

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