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Oberhavel Klimafreundliche Aufrüstung ohne Kohle
Lokales Oberhavel Klimafreundliche Aufrüstung ohne Kohle
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09:15 13.07.2016
Zwei der drei alten Kohlekesser werden von den Arbeitern komplett zurückgebaut. Quelle: Marco Winkler
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Hennigsdorf

Die Stadtwerke Hennigsdorf werben auf ihrer Internetseite mit dem Spruch: „Komfortabel. Zukunftssicher. Umweltfreundlich.“ Zumindest letzteres ist nun nachweisbar. „Wir reißen die jetzt ab“, sagt Thomas Bethke. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Hennigsdorf steht in einem von fünf Heizwerken und zeigt auf die Kohlekessel. Alle drei werden aktuell von einer Neuruppiner Firma für Industrieverlagerung demontiert. „Ziel ist es, die Emissionen zu verringern“, sagt er.

Mit der Modernisierung des Heizwerks in der Rathenaustraße soll die Wärmeerzeugung der Stadtwerke effizienter und klimafreundlicher gestaltet werden. „Wir wollen den CO2-Ausstoß um die Hälfte reduzieren“, so Stefan Dallorso, Prokurist und technischer Leiter der Stadtwerke. Aktuell liegt die jährliche CO2-Emission des Heizkraftwerks Zentrum bei gut 2100 Tonnen. Nach der klimafreundlichen Umgestaltung soll sich diese bei rund 1000 Tonnen einpegeln.

Bisher wurde mit Anthrazitkohle Wärme produziert. Quelle: Winkler


Seit 24 Jahren ist die Anlage mit Kohle, genauer: Anthrazit, in Betrieb. Folge ist ein enormer Verschleiß. Schärfere Umweltgrenzwerte für Schadstoffausstoß und Lärmbelastung machten die Umrüstung ferner unumgänglich. Deshalb werden die drei Steinkohlekessel abgebaut und mit nur einem neuen Kessel ersetzt. Dieser soll mit Erdgas betrieben werden – wie die zwei anderen Kessel, die im Heizwerk stehen und mit Gas und Öl betrieben werden. Beide erhalten darüber hinaus neue technische Vorrichtungen.

Rund 1,5 Millionen Euro mobilisieren die Stadtwerke für das Vorhaben. Bethke sieht in der Investition einen Meilenstein bei der Umsetzung der Klimaschutz-Strategie. „Neben der Gewährleistung einer stabilen Wärmeversorgung für die Stadt und der Senkung der CO2-Belastung verringern wir mit der Umrüstung zugleich eine Reihe anderer Umweltbelastungen“, betont Bethke. Der Ausstoß an Stickstoffoxid soll sich zukünftig um fast 80 Prozent reduzieren, der von Kohlenmonoxid um 66 Prozent, Staub-Emission geht um 90 Prozent zurück, Schwefeloxid wird fast gar keiner mehr erzeugt.

Klimaschutz-Strategie bringt Vorteile für Anwohner mit sich

„Wir schaffen die Grundlage für weitere regenerative Energien, so dass die Umrüstung auch eine Zukunftsleistung ist“, sagt Bethke. Durch kleinere Kessel und neue Brenner soll es möglich sein, sich dem schwankenden Wärmebedarf anzupassen. „Ein Hauptvorteil ist also die bedarfsgerechtere Produktion.“ Zudem werden Gaskosten gespart. Auch das Bild nach Außen wird sich ändern. Der 40 Meter hohe Schornstein bleibt zwar in seiner Form erhalten, wird aber neu gestrichen. Nichts Gewagtes, Buntes jedoch. Die Verbindungsrohre (Rauchgasabzüge) zu den Kesseln werden ebenfalls erneuert.

Für Anwohner wird sich vor allem eine Veränderung bemerkbar machen. Ein ratterndes Geräusch fällt weg. „Der Lärmpegel sinkt deutlich“, so Dallorso. Konkret handelt es sich um das Räderwerk an der Fassade, das die Maschinerie in Gang setzte, mit dem die Kohle auf Bändern transportiert wurde. Es wird komplett abmontiert, da überflüssig..

Ende August soll die Demontage der Kessel vollendet sein. „Wir hoffen auf die Baugenehmigung, die dem Landesumweltamt vorliegt, bis September“, so Bethke. Bis Ende dieses Jahres sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.

Von Marco Winkler

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