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Oberhavel Kneipennacht statt Kirmes
Lokales Oberhavel Kneipennacht statt Kirmes
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18:49 13.09.2015
Plekweks Sängerin Sonja Höschele begeistert in der „Scharfen Kurve“ das Publikum. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Während oben am Himmel die Sterne funkeln, wandeln die Veltener am Samstagabend auf musikalischen Pilgerpfaden. Kaum einer riskiert einen Blick ans Firmament. Denn es ist Kneipennacht in Velten. Die Busse, mit denen die Partywütigen von Kneipe zu Kneipe fahren können, sind voll. Die Stimmung: Super. In sieben Lokalen begeistern Livebands ihr jeweiliges Publikum.

„Wir sind von Anfang an dabei“, erzählt Margret Kraatz, Chefin des Hotel und Restaurants „Zur scharfen Kurve“. Einerseits sei es toll, so die Gastronomin, dass alle Lokalitäten dieses Event zusammen auf die Beine stellen würden, aber wichtig sei auch, dass „man in Velten Leben hineinbringt.“ Von Jahr zu Jahr sei es besser geworden, findet sie, auch wenn in diesem neunten Jahr des Bestehens der Kneipennacht, nur sieben Lokale beteiligt seien. Eines habe schließen müssen, ein anderes wolle nicht mehr dabei sein, erzählt Denny Pude vom Gasthof „Zur alten Weide“, dessen Lokal bei vielen Besuchern als Geheimtipp gilt. „Bei Denny ist die Stimmung immer besonders gut“, begeistert sich Frank Steinbock, Politiker und Feuerwehrmann aus Velten.

„Eigentlich ist die Kneipennacht wie früher die Kirmes“, findet Evi Belling aus Velten,“man trifft Leute, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht.“ Eine ehemalige Arbeitskollegin habe sie eben im Bus getroffen, bestätigt auch Marianne Dörffel, die als Rentnerin doch schon zu den älteren Besuchern der Kneipennacht gehört. „Gestartet sind wir am Gasthof, weiter ging es zum Texas Bowling, wo die Musik von „ Anne Bonny + Die Rockpiraten“ super gewesen ist“, so Marianne Dörffel. Mit Schwester und den Ehemännern fühlen sie sich aber nun in der „Alten Weide“ bei Irish Folkmusik der Veltener Band St.Sláinte sichtlich wohl.

Stampede rockt im Gasthof „Zur alten Weide“ Quelle: Ulrike Gawande

Machen die Folkmusiker einmal Pause, übernimmt Stampede, die Partyrockband aus Oranienburg. Das Publikum ist bunt gemischt und gut drauf.„Mit dem Trinken übertreiben wir es aber nicht“, bekräftigen die Senioren und greifen zu Wein- oder Bierglas: Die Musik sei ihnen das Wichtigste.

Für alles andere wartet vor der Tür der Knastbus, jedoch nicht zur Verwahrung von Übeltätern, sondern zur Verköstigung der Kneipengänger. Burger aller Art und das beliebte Spanferkel der „Alten Weide“ sorgen für das leibliche Wohl der Kneipennachtbesucher.

Gut gestärkt geht es wieder in die Nacht, auf dem Weg zur nächsten Kneipe. Mit Bus oder zu Fuß. Sachte verklingt im Rücken“Time after Time“. Stampedes Sängerin Sandy Ratter, ausgestattet mit deutlichem Babybauch, begeistert mit Cyndi Laupers Hit von 1983. Ein Jahr in dem viele Kneipennachtbesucher noch gar nicht geboren waren. „Für die Jüngeren sorgt bei uns, nach der Livemusik von Plekwek, dann bis in den frühen Morgen DJ Guze für Stimmung“, so Margret Kraatz von der Scharfen Kurve. Wenn es nach ihr ginge, könnte öfter im Jahr Kneipennacht sein. „Auch wenn das Ganze personalintensiv ist, wichtig ist, dass die Gäste Spaß haben.“

Von Ulrike Gawande

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