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Knochen stammen von sechs Toten

Gerüchte in Stolpe-Süd um Überreste von Maike Thiel Knochen stammen von sechs Toten

Ein erstes Ergebnis gibt es im Fall der menschlichen Überreste, die ein Arbeiter am Donnerstag in neueren Säcken verpackt in einem Schuppen in Stolpe-Süd gefunden hatte. Gerüchte machen die Runde, dass es sich dabei auch um das Skelett von Maike Thiel handeln könne. Der Polizeisprecher schließt dies und ein anderes Gerücht aber aus.

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Stolpe-Süd. in rätselhafter Knochenfund in Hennigsdorf (Oberhavel) beschäftigt die Mordkommission und Gerichtsmediziner. Auf einem Grundstück im Ortsteil Stolpe-Süd hatte ein Gartenbauer beim Abriss eines Schuppens am Mittwoch Plastiktüten mit menschlichen Überresten gefunden. Das Merkwürdige: Während die Plastik-Verpackungen relativ neu sind, sind die stark verfallenen Knochen offenbar Jahrzehnte alt.

„Die Schädel und die anderen Knochen stammen von mindestens sechs Personen“, sagte Polizeisprecher Toralf Reinhardt am Freitag. Gerüchte, dass es sich bei den Überresten um die seit 1997 vermisste Maike Thiel handeln könnte, schließt Reinhardt deshalb aus.

Auch die Theorie, dass die Knochen von Mauertoten stammen, sei unwahrscheinlich. Dabei wurden die Skelettteile unweit der ehemaligen Grenze zu Westberlin gefunden. „Aber Mauertote unweit der Grenze zu verscharren, wäre eine unübliche Verfahrensweise“, so der Sprecher. Wahrscheinlicher ist es, dass es sich um die Überreste gefallener Soldaten handelt.

Im April 1945 waren bei Gefechten um den Brückenkopf in Stolpe-Süd Truppen des Volkssturms und der Waffen-SS auf Soldaten der polnischen und sowjetischen Armee gestoßen. Unweit des Grundstücks soll sich zudem ein sowjetischer Ehrenfriedhof befunden haben. Das Alter der Knochen und die Todesursache sollen nun Potsdamer Gerichtsmediziner klären.

Das Ergebnis könnte in vier bis sechs Wochen feststehen.

pae

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Menschliche Überreste in Stolpe-Süd gefunden

Als ein Arbeiter in Stolpe-Süd am Donnerstag einen Schuppen abreißen wollte, machte er einen grausigen Fund: Mehrere Schädelknochen lagen dort in Säcken auf dem Boden. Die Knochen könnten von Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Seltsam ist, dass sie in neueren Plastiksäcken verpackt waren.

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