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Oberhavel Knochen stammen von sechs Toten
Lokales Oberhavel Knochen stammen von sechs Toten
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13:35 26.10.2013
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Stolpe-Süd

in rätselhafter Knochenfund in Hennigsdorf (Oberhavel) beschäftigt die Mordkommission und Gerichtsmediziner. Auf einem Grundstück im Ortsteil Stolpe-Süd hatte ein Gartenbauer beim Abriss eines Schuppens am Mittwoch Plastiktüten mit menschlichen Überresten gefunden. Das Merkwürdige: Während die Plastik-Verpackungen relativ neu sind, sind die stark verfallenen Knochen offenbar Jahrzehnte alt.

„Die Schädel und die anderen Knochen stammen von mindestens sechs Personen“, sagte Polizeisprecher Toralf Reinhardt am Freitag. Gerüchte, dass es sich bei den Überresten um die seit 1997 vermisste Maike Thiel handeln könnte, schließt Reinhardt deshalb aus.

Auch die Theorie, dass die Knochen von Mauertoten stammen, sei unwahrscheinlich. Dabei wurden die Skelettteile unweit der ehemaligen Grenze zu Westberlin gefunden. „Aber Mauertote unweit der Grenze zu verscharren, wäre eine unübliche Verfahrensweise“, so der Sprecher. Wahrscheinlicher ist es, dass es sich um die Überreste gefallener Soldaten handelt.

Im April 1945 waren bei Gefechten um den Brückenkopf in Stolpe-Süd Truppen des Volkssturms und der Waffen-SS auf Soldaten der polnischen und sowjetischen Armee gestoßen. Unweit des Grundstücks soll sich zudem ein sowjetischer Ehrenfriedhof befunden haben. Das Alter der Knochen und die Todesursache sollen nun Potsdamer Gerichtsmediziner klären.

Das Ergebnis könnte in vier bis sechs Wochen feststehen.

pae

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