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Knochenfund auf dem Friedhof

Oranienburg Knochenfund auf dem Friedhof

Etwas verstört war ein Oranienburger, als er am vergangenen Sonntag auf dem städtischen Friedhof Knochen liegen sah und den Verdacht hatte, das könnten menschliche Gebeine sein. Und er lag mit seiner Vermutung gar nicht so daneben. Die Stadtverwaltung erklärt, wie so etwas passieren kann und bedauert den Vorfall.

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Es könnte sich um einen menschlichen Beckenknochen handeln.

Quelle: Privat

Oranienburg. Ziemlich erstaunt und ein wenig entsetzt war ein Oranienburger, als er am vergangenen Sonntag, dem Muttertag, über den Oranienburger Friedhof an der Dr-Kurt-Schumacher-Straße lief. Auf dem Boden des städtischen Friedhofs, ganz in der Nähe von frisch angelegten Grabstellen, lagen mehrere Becken- und Wirbelknochen, bei denen es sich um menschliche Gebeine handeln könnte. Der Oranienburger vermutete, dass alte Gräber für neue Bestattungen aufgelassen wurden.

Auf dieser Sandfläche hat der Oranienburger die Knochen gesehen

Auf dieser Sandfläche hat der Oranienburger die Knochen gesehen.

Quelle: Enrico Kugler

In der Stadtverwaltung von Oranienburg wusste man bereits davon. „Wir haben den Hinweis auf einen Knochenfund auch vor wenigen Tagen über das Märker-Portal erhalten“, sagte Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Daraufhin habe sich sofort die zuständige Kollegin der Verwaltung auf den Weg gemacht und den Fall bestätigt. „Wir möchten diesen Umstand entschuldigen und versichern, dass ein pietätvoller Umgang mit Knochenfunden eine Selbstverständlichkeit ist.“

Der gefundene Knochen wurde an anderer Stelle beigesetzt, erklärt die Stadtsprecherin. Gerade beim Ausheben von Gräbern mit Maschinen könne es in seltenen Fällen vorkommen, dass Knochen aus früheren Gräbern, die in nasser und lehmiger Erde liegen, übersehen werden. Die Erde trocknet später weg oder wird abgetragen. Üblicherweise werden Knochenfunde aus früheren Gräbern gesondert in der Sohle des neuen Grabes beigesetzt. „In diesem Fall wurde der Knochenrest bedauerlicherweise übersehen, was nicht vorkommen sollte.“

Der städtische Friedhof ist circa 100 Jahre alt. Bei einer Liegezeit von 20 Jahren könnten an einer Grabstelle theoretisch über die Jahre bis zu fünf Menschen beerdigt worden sein.

Die Friedhofsverwaltung hat sowohl mit Bestattern, welche die Erdbestattungen übernehmen, als auch mit Friedhofsmitarbeitern die Problematik erörtert, um Vorfälle wie diesen möglichst zu vermeiden.

Von Andrea Kathert

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