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Oberhavel Koch-Experiment in Kitas vereinbart
Lokales Oberhavel Koch-Experiment in Kitas vereinbart
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18:58 23.05.2017
Brotbüchsen, Kühlkette, Elternprotest: Gemeinde Mühlenbecker Land will Kitabeiträge und Satzungen bis Anfang 2018 neu regeln. Quelle: Enrico Kugler
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Mühlenbecker Land

Nach der Kritik aus der Elternschaft der Mühlenbecker Kita „Raupe Nimmersatt“ soll die Essensversorgung in den acht Tagesstätten des Mühlenbecker Landes bis zum nächsten Jahr neu geregelt werden. „Die Verwaltung ist da dran“, versichert Fachbereichsleiterin Kerstin Bonk. Und natürlich werde die Versorgung auch bis dahin sichergestellt. Die individuelle Zwischenlösung werde in der kommenden Woche für jede Einrichtung mit dem jeweiligen Kita-Ausschuss besprochen. Parallel werde daran gearbeitet, die Satzung zu überarbeiten und die Gebühren neu zu kalkulieren, so Kerstin Bonk.

Grundlage für die Berechnung des Elternbeitrages am Mittagessen soll ein zweiwöchiges Probekochen mit Kindern, Eltern und Erziehern im Juni sein. Das hatten Elternvertreter vor zwei Wochen in einem Gespräch mit der Verwaltungsspitze vorgeschlagen, das vom SPD-Bundestagskandidaten Benjamin Grimm moderiert worden war. Auf diese Weise sollen die durchschnittlich ersparten Eigenaufwendungen ermittelt werden. Nur diese dürfen laut Kitagesetz als Essengeld in Rechnung gestellt werden. Derzeit zahlen die Eltern 1,95 Euro pro Mahlzeit. Sollte der ermittelte Betrag darunter liegen, „dann zahlen wir als Gemeinde künftig die Differenz“, sagte Kerstin Bonk. Wie das bezahlt werden soll, sei noch unklar.

Eltern informieren Eltern

Loreen Tirado vom Kitaelternbeirat Mühlenbecker Land kritisiert, dass bei der Kitabetreuung und den Abrechnungen die Unwissenheit der Eltern ausgenutzt werde, um „weiter gegen bestehende Gesetze zu verstoßen“.

Information: Die Elternvertreter laden für Dienstag, 4. Juli, zu einer Informationsveranstaltung zum Kitagesetz ein. Hier werden Bundeselternsprecher Danilo Fischbach und Rechtsberater Jens Schröder von der Kanzlei Brandt in Prenzlau auf Verstöße gegen das Kitagesetz hinweisen und erklären, wie betroffene Eltern sich zur wehr setzen können. Beginn ist um 18.30 Uhr im Bürgersaal in Schildow (Franz-Schmidt-Straße 3).

Elternvertreterin Loreen Tirado verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass nicht etwa die Gemeinde den Vertrag mit dem Caterer hat, sondern sie selbst in Form einer Bankeinzugsermächtigung. „Dieses Handeln verstößt gegen das Kitagesetz“, so die Kita-Mama. Dasselbe gelte für Frühstück und Vesper. Dafür wird von den Eltern je nach Kita entweder ein zusätzlicher Kostenbeitrag erhoben – oder die Eltern bestücken eine Brotdose. Laut den Buchstaben des Gesetzes jedoch sei der Kostenbeitrag über die Betriebskosten bereits beglichen. „Hier werden die Eltern doppelt zu Kasse geben“, schlussfolgert Loreen Tirado.

Tatsächlich seien Frühstück und Vesper gegenwärtig aber gar nicht in die Betriebskosten einkalkuliert, hält Kerstin Bonk entgegen. Weil dies jedoch künftig geschehen soll, würden Frühstück, Mittag und Vesper für alle Einrichtungen und alle 1203 betreuten Kinder im Mühlenbecker Land neu ausgeschrieben. Die Elternvertreter wiederum fordern, dass auf eine gesunde Ernährung geachtet wird. Nach ihrem Vorschlag, könnten die Kinder ihre Zwischenmahlzeiten auch selbst zubereiten, was nicht nur Frische garantiert, sondern auch pädagogisch genutzt werden könnte. Das Gespräch mit den Verwaltungsvertretern werten sie als „positiv“. Die Zusammenarbeit sollte aus ihrer Sicht intensiviert werden.

Von Helge Treichel

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