Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Kommt die S-Bahn doch noch nach Velten?

Bürgermeisterin optimistisch Kommt die S-Bahn doch noch nach Velten?

Immer wieder hatte die Stadt Velten vom Land Absagen erhalten, ein erneuter S-Bahn-Anschluss schien fast ausgeschlossen zu sein. Anfang der Woche gab das Land nun bekannt, dass die S-Bahn nun doch wieder eine Option sein könnte. Bürgermeisterin Ines Hübner erklärte, dass der Weg dahin aber noch weit ist

Voriger Artikel
Diebe hatten keinen Appetit auf Cornflakes
Nächster Artikel
“Ungeheuerlicher Vorgang“ in Oberhavel

Seit Jahren kämpfen die Veltener für den Lückenschluss nach Hennigsdorf, doch bislang fehlte dem Land das Geld

Quelle: Enrico Kugler

Velten / Potsdam. Die Hoffnung lebt: Von der Landesregierung gibt es vorsichtige Signale, dass der lang ersehnte S-Bahn-Lückenschluss nach Velten nun Realität werden könnte. Am Montag stellte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) die Ergebnisse einer Korridoruntersuchung vor, der die Grundlage des Landesnahverkehrsplanes (LNVP) 2018 bis 2022 sein soll. Der entscheidende Satz in dem Papier: „Die Verlängerung der S-Bahn bis nach Velten bleibt eine Entscheidungsoption.“ Parallel stehe die Anbindung des Regionalexpress 6 auf einem wieder aufzubauenden Gleis der Kremmener Bahn bis Berlin-Gesundbrunnen auf der Agenda.

„Wir sind optimistisch, damit ist eine neue Option für Velten aufgemacht worden“, so Bürgermeisterin Ines Hübner, die mit Bauamtsleiter Berthold Zenner am Montag in Potsdam weilte. Sie wolle der Landesregierung nochmals erläutern, wie wichtig die S-Bahn sei. „Unsere Bevölkerung wächst und alle Gewerbeflächen sind belegt.“ Velten wächst so stark wie keine andere Stadt im Kreis, die Verwaltung geht von einem Potenzial von rund 2000 Wohneinheiten aus. Demnach würde die Bevölkerung bis 2025 von rund 12 200 auf 14 000 bis 16 500 Einwohner anwachsen. Das Land habe inzwischen auch erkannt, dass immer mehr Berliner ins Umland ziehen. „Dieses Wachstum in der Region will die Landesregierung unterstützen“, so Ines Hübner.

Das könnte der Grund sein, dass man in Potsdam beim Thema S-Bahn umdenkt. Bislang wurden die Veltener vertröstet, im Landesnahverkehrsplan 2012 war der Lückenschluss aus Kostengründen kein Thema. Dabei hatte die Stadt Erhebungen und Studien in Auftrag gegeben, um Kosten und Nutzen eines S-Bahn-Anschlusses zu zeigen. Die Ergebnisse zeigten immer, dass die Verbindung wegen der hohen Fahrgastzahlen wirtschaftlich sei. Die Kosten für die Anbindung würden sich nach Ansicht des Ministeriums auf rund 30 Millionen Euro (die Stadt Velten geht von rund der Hälfte aus), für die RE 6-Anbindung auf 65 Millionen Euro belaufen.

Wie lange sich die Sache nun hinzieht, kann die Bürgermeisterin schwer abschätzen, es handele sich aber sicher um Jahre. Mit dem Entwurf des neuen Verkehrsplanes – und damit einer Entscheidung für oder gegen die S-Bahn – ist aber schon im nächsten Jahr zu rechnen. Zuvor wird das Papier mit dem neuen Berliner Senat, der Bahn und in VBB-Regionaldialogen diskutiert.

Marcel Siegert von der stärksten Fraktion Pro Velten glaubt, die S-Bahn solle nur als Wahlkampfthema missbraucht werden. Die Veltener Bürgermeisterin als Mitglied des SPD-Landesvorstandes müsse dafür sorgen, dass endlich eine Entscheidung getroffen werde. „Weitere Vertröstungen statt klare Lösungen darf es nicht geben.

Von Marco Paetzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg