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Wählergruppen gewinnen, Parteien verlieren

Birkenwerder: Zehn von 18 Sitzen werden neu vergeben Wählergruppen gewinnen, Parteien verlieren

Die Karten sind vom Wahlvolk neu gemischt worden. Jetzt lautet die Frage: Wer koaliert mit wem? Denn nicht weniger als zwölf Parteien und Gruppierungen sind in der neu gewählten Gemeindevertretung in Birkenwerder vertreten. Zur Erinnerung: Bisher waren es neun.

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Die Europa-, Landes- und Bundesflagge wehten am vergangenen Wahlsonntag vor dem heiß umkämpften Rathaus in Birkenwerder. Mehr als die Hälfte der Gemeindevertreter ist neu.

Quelle: Robert Roeske

Birkenwerder. Zwischen einem bis drei Mandate wurden jeweils errungen. Stärkste Partei wurde laut vorläufigem Ergebnis die SPD mit drei Sitzen. Lediglich die FDP verpasste den Wiedereinzug ins Rathaus. Jeweils zwei Mandate errangen Linke und CDU sowie die Wählergruppen Alternative Liste Birkenwerder (ALiBi) und Initiative Ortsentwicklung Birkenwerder (IOB). Ex-Bürgermeister Kurt Vetter schaffte mit 628 Stimmen auf Anhieb sein kommunalpolitisches Come back, als SPD-Mann jedoch über die ALiBi-Liste. Mehr Einzelstimmen holte allerdings Lehrer Jörg Ackermann (IOB): 648. Spitzenreiter indes ist Peter Ligner (Die Linke) mit 739 Stimmen. Aber auch zwei Neulinge erzielten ein beachtliches Wahlergebnis. Roger Pautz, der innerhalb der CDU für eine klare Kurskorrektur steht, kam auf 539 Stimmen. Und Torsten Werner, der sich als Sprecher der Bürgerinitiative A10 Nord einen Namen machte und Spitzenkandidat der Bündnisgrünen war, kam auf 500Stimmen.

Recht ernüchternd dagegen fällt das Ergebnis für einige altgediente „Haudegen“ aus: Werner Lindenberg (Bürger für Birkenwerder) kommt auf 270 Stimmen, Klaus Günter Schnur (Feuerwehrtreff) auf 259, Heiko Friese (SPD) auf 249und René Vogel (Briesetalverein) auf nur 152 Stimmen. Nur zum Vergleich: Katrin Gehring, kommunalpolitisch ein eher unbeschriebenes Blatt, holte immerhin 275 Stimmen für die Christdemokraten. Damit liegt sie fast auf Augenhöhe mit der langjährigen Gemeindevertreterin und Wiedereinsteigerin Erika Schürhoff, die wie Vetter ohne die bisherige Partei auskommt und 298Stimmen auf die Senioren für Birkenwerder (SfB) vereinte.

Fast 200 Stimmen mehr als Friese bekam übrigens Banker, Boddensee-Gastwirt und Ex-SPD-Bürgermeisterkandidat Henrik Lehmann. Die bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende Kerstin Villalobos erreichte 344 Stimmen.

Ganz neu in der Gemeindevertretung sind neben den schon Genannten Wirtschaftsprüfer Klaus-Peter Ohme (Pro Birkenwerder), Schauspielagenturinhaberin Dorothea Trebs (IOB) und der Polizeibeamte Stephan Zimniok (Bürger im Fokus, B.i.F.). Immerhin insgesamt zehn der 18 neu gewählten Gemeindevertreter hatten in der vorangegangenen Legislaturperiode noch kein Mandat. Einen Wiedereinzug verpassten Gunda Hübsch mann (ALiBi), Torsten Lindner (SPD), Klaus Beastoch (Linke), Eckerhard Bethke (BfB) und Rechtsanwalt Dietmar Seibt (FDP). SPD, CDU, BfB und Bündnisgrüne verloren jeweils einen Sitz, die Linke sogar zwei Sitze.

Und wer nun mit wem? Es wird gemunkelt, dass Bündnisgrüne, BfB, Briesetalverein, IOB und B.i.F. mit zusammen sechs Sitzen durchaus auf einer Wellenlänge liegen könnten. Mit Blick auf die Zukunft der Ortsmitte trifft dies auch für die Linke zu – und vielleicht sogar Teile der SPD. Damit wird deutlich, wie ausgewogen Pro und Kontra sind. Es bleibt also extrem spannend in der Kommunalpolitik Birkenwerders.

Von Helge Treichel

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