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Neue Arithmetik im Granseer Ratssaal

„Bürger für Gransee“ erreichen auf Anhieb Fraktionsstärke Neue Arithmetik im Granseer Ratssaal

Für die größte Überraschung bei dieser Kommunalwahl sorgte die Wählergemeinschaft (WG) Bürger für Gransee. Das Bündnis dreier Bürgerinitiativen hat es auf Anhieb in Fraktionsstärke in die Stadtverordnetenversammlung geschafft: Mit Sigrid Schlauer und Martina Witzlau sind zwei der sieben Kandidaten in die Vertretung gewählt worden.

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Quelle: Marlies Schnaibel

Gransee. „Damit können wir unsere Aufgaben gut angehen, und wir werden versuchen, das Bestmögliche daraus machen“, sagte Uwe Czoch, der selbst für die TAV-Altanschließer ins Rennen ging.

Mit fast zwei Prozentpunkten Vorsprung auf die SPD kann sich die CDU in Gransee zum Wahlgewinner küren – einen nominellen Vorteil kann sie daraus aber nicht ziehen. Beide Parteien erhalten rein rechnerisch fünf Sitze in der Versammlung. Da die SPD mit Mario Gruschinske zugleich den neuen ehrenamtlichen Bürgermeister stellt, der sein errungenes Stadtverordnetenmandat an einen Parteikollegen abtreten wird, haben sich die Sozialdemokraten an die Spitze gearbeitet.

Die CDU hat ihre Führung eingebüßt. Trotz des Verlustes eines ihrer vormals sechs Stammplätze im Ratssaal, zeigte sich Fraktionschef Wolfram Sadowski mit dem Ergebnis am Montag „bestens zufrieden“. Der Wähler habe gesprochen und die Arithmetik leicht verändert, kommentierte er das Votum. Bei einer Vielzahl der Namen, die auf den Wählerlisten standen, sei zu erwarten gewesen, dass die Stimmenverteilung zu Lasten der großen Parteien gehen würde. Mit Glückwünschen für Mario Gruschinske, und mit dem Bedauern über den „zweiten Platz“ von Bernd Guth, reagierte Sadowski auf das Ergebnis der Granseer Bürgermeisterwahl. „Wir hätten uns gefreut, wenn es Bernd Guth gemacht hätte.“

Hauchdünner Sieg

Mario Gruschinske ist neuer Bürgermeister in Gransee

Mit einem hauchdünnen Vorsprung hat Mario Gruschinske (SPD) die Bürgermeisterwahl in Gransee für sich entschieden. 28 Stimmen entschieden am Ende über den Ausgang des Zweikampfes. Gruschinske tritt mit seinem Wahlsieg die Nachfolge von Wilfried Hanke an, der elf Jahre lang Stadtoberhaupt war. 1091Stimmen erhielt der 29-Jährige, Einzelbwerber Bernd Guth lag mit 1063 Stimmen nur eine Schrittlänge dahinter. „Dass es ein so spannender Krimi werden würde, hätte ich nicht gedacht. Umso mehr bin ich erleichtert“, sagte der Sieger gestern nach einer kurzen Nacht. Bernd Guth habe einen „großen Achtungserfolg“ erreicht, kommentierte Gruschinske das Kopf-an-Kopf-Rennen. Inhaltlich habe es zwischen beiden Kandidaten große Überschneidungen gegeben, was aus seiner Sicht auch das knappe Ergebnis erkläre. Auf sein neues Ehrenamt will sich der Diplom-Psychologe jetzt in Ruhe vorbereiten und dazu Gespräche mit Amtsdirektor Frank Stege vereinbaren.

Enttäuscht zeigte sich Klaus Pölitz (Die Linke). Mit fünf Sitzen war die Partei bislang zweitstärkste Kraft in Gransee, muss nach dem Wahlsonntag aber zwei Stühle räumen. „Trotzdem haben wir uns gefreut, dass unsere neuen Kandidaten auch viele Stimmen erhielten“, so Pölitz. Den Ausgang der Bürgermeisterwahl hatte er anders erwartet, nicht so knapp. „Dass es so hauchdünn war, spricht für den guten Stand von Bernd Guth“, sagte Pölitz. Auf die Zusammenarbeit mit den neuen Abgeordneten, die in die Versammlung einziehen werden, freut sich der Linken-Politiker. „Neue Ideen sind gut, und bedeuten nicht, dass wir auf bewährte Dinge verzichten müssen. Wir wollen bei dem Stil bleiben, Sachfragen in den Vordergrund zu rücken“, erklärte Pölitz.

Über das Ergebnis der SPD, die im neuen Stadtparlament mehr Platz einnehmen darf, freut sich besonders Mario Gruschinske: „Ich bin unglaublich froh über dieses Ergebnis. Es belegt, dass wir gute Kandidaten in die Wahl gebracht haben“, sagte der neue Bürgermeister de Stadt. Ein Wermutstropfen sei allerdings die mit 44,6 Prozent geringe Wahlbeteiligung in Gransee. „Mit unserer Politik der nächsten Jahre müssen wir daran unbedingt etwas ändern“, so Gruschinske. Klaus Pölitz glaubt auch, dass einige Wähler sich von den vielen Stimmzetteln haben abschrecken lassen

Ortsbeiräte in Stadt und Land besetzt

Nahezu in jedem Dorf gibt es eine politische Vertretung

Nach der Stimmenvergabe am Sonntag setzen sich die Ortsbeiräte in der Stadt Gransee und den vier amtsangehörigen Gemeinden wie folgt zusammen:

Altlüdersdorf: WG Granseer Land (3 Sitze): Heike Holtfeuer (377Stimmen), Uwe Schulz (127), Reinhardt Harndt (110).

Dannenwalde: WG Granseer Land (3 Sitze): Rüdiger Ungewiß (116), Bernd Weidemann (69), Brigitte Müller-Rolle (54).

Kraatz: WG Granseer Land (2 Sitze): Martina Erdmann (115), Silke Bischoff (57); Einzelbewerber: Romano Ziethmann.

Meseberg: WG Granseer Land (3Sitze): Christin Zehmke (107), Sabrina Manthey (39), Julia Fielitz (39).

Neulögow: WG Granseer Land (3Sitze): Margit Lüdemann (123), Volkmar Schmidtke (79), Sylvia Schmidtke (28).

Gemeinde Sonnenberg

Baumgarten: WG Baumgarten (3Sitze): Hartmut Schmidt (83), Edwine Scharein (39), Wulf-Rainer Steffin (25).

Schulzendorf: SPD (1 Sitz): Carsten Dräger (88); Freie Wählergemeinschaft Schulzendorf (2 Sitze): Jürgen Haß (110), Birgit Dombrowski (60).

Sonnenberg: WG Sonnenberg (3Sitze): Winfried Raeder (218), Rita Kattner (67), Andreas Spring (67).

Gemeinde Großwoltersdorf

Großwoltersdorf: WG Großwoltersdorf (3Sitze): Andreas Ott (150), Wolfgang Rau (114), Nico Aßmann (112).

Wolfsruh: WG BI Wolfsruh (3Sitze): Heiko Gürtler (125), Johann Günter Furthmayr (62), Maik Hoffmann (48).

Zernikow: Die Linke (1 Sitz): Marita Milhardt (124); CDU: Hartmut Schmidtke (191), Manfred Schüller (99).

Gemeinde Stechlin

Dollgow: WG Heimatverein/Dollgower Bürger (3Sitze): Egon Brehe (154), Roland Schellhase (97), Stephanie Fedders (57).

Menz: SPD (1 Sitz): Reimund Alheit (188); WG FFW/Menzer Bürger (2 Sitze): Jörg Tiede (215), Ralf Poltier (143).

Neuglobsow: WG Heimatverein Neuglobsow/Dagow (2 Sitze): Kerstin Borret (167), Rainer Böttcher (108); Einzelbewerber Wolfram Scheffler (167).

Von Cindy Lüderitz

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