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Knappe Wahlergebnisse in Oberhavel

SPD bleibt stärkste Fraktion im Kreistag Knappe Wahlergebnisse in Oberhavel

Oranienburg hat gewählt: Bei der EU-Wahl liegt die SPD vorn, bei der Kreistagswahl die CDU. Das Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss steht für den gesamten Kreis und die Entwicklung des Wahlabends.

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Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Die SPD lag im Landkreis Oberhavel mit 27,8 Prozent der Wählerstimmung wieder knapp vor der CDU (26,5 Prozent).

Jubelstimmung wollte bei der Oranienburger SPD-Fraktion zunächst nicht aufkommen. Dabei gab es einen Grund zu feiern – den 48. Geburtstags von Fraktionschef und Kreistagsmitglied Dirk Blettermann. Die guten Europawahlergebnisse der Sozialdemokraten ließen die meisten eher kalt. Im Fraktionszimmer unter dem Dach der neuen Bibliothek warten alle mit einem kühlen Bier in der Hand auf die Kommunalwahlergebnisse. Als erste Trends zum Kreistags mit einer erstarkten CDU auftauchen, ist die Verwunderung groß. „Die haben doch fünf Jahre nichts gemacht im Kreistag“, sagt einer.

Doch die Oberhaveler Christdemokraten rechnen, schon bevor das erste Resultat da ist, mit einem guten Ergebnis. „Wir haben einen sehr aktiven Wahlkampf gemacht“, sagt Stadtfraktionschef Werner Mundt. Die Bürger erwarteten von der CDU einen „guten Haushalt“ und eine bessere Infrastruktur. 20 Prozent Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr seien ein Signal für seine Partei, sagt Mundt. Er wünsche sich, dass künftig eine zweistellig Zahl von CDUAbgeordneten in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung sitze. Im Kreistag werden es wohl 15 Sitze sein. Auch der frühere Vize-Landrat Michael Ney kommt rein – bei der SPD sorgt das für den meisten Diskussionsstoff.

Während die Stimmung auf der CDU-Wahlparty im Restaurant der Turm-Erlebniscity nach Schließung der Wahllokale zunächst sehr verhalten ist, wird bei der Linken schon vor 18 Uhr gefeiert. „Es ist ein richtiges Straßenfest geworden“, freut sich die Landtagsabgeordnete Gerrit Große. Vor der Kreisgeschäftsstelle in der Bernauer Straße wird gegrillt, Leute sitzen in der Sonne oder drinnen vorm Fernseher. Es gibt selbstgemachte Salate, rote Brause und einen rosaroten Blumenstrauß für ein Geburtstagskind. Der Kreisvorsitzende Lukas Lüdtke stellt Sekt kalt und bedankt sich bei den vielen Wahlhelfern. „Morgen hängen wir die Plakate ab und übermorgen hängen wir neue“, ruft Gerrit Große. Sie denkt schon an die Landtagswahl im September.

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) übermittelt seinem Sohn Alexander telefonisch die ersten Kreistagsergebnisse und freut sich, dass Susanne Melior für die SPD ins EU-Parlament zieht. Doch traurig sind die Genosse über die niedrige Wahlbeteiligung von nur knapp über 40 Prozent im Kreis.

Von Klaus D. Grote

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