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Kommunalwahl 2014 Oranienburg hat gewählt
Lokales Oberhavel Kommunalwahl 2014 Oranienburg hat gewählt
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18:49 26.05.2014
Freundliche Wahlhelfer in Oranienburg. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Die CDU kann bei der Kommunalwahl in Oranienburg die größten Zugewinne verbuchen. Mit neun, statt bisher sechs Abgeordneten machen die Christdemokraten in der Stadtverordnetenversammlung künftig Politik. Besonders gefreut hatte sich am späten Sonntagabend Nicole Walter-Mundt. Und auch eine Portion Überraschung sei dabei gewesen. Die Chefin des Stadtverbandes bekam auf Anhieb 1347 Wählerstimmen und damit die meisten, die ein CDU-Kandidat auf sich vereinigen konnte. „Ich habe mich riesig gefreut. Und ein Plus von drei Sitzen, das ist ein tolles Ergebnis.“ Die Wähler hätten offenbar „den frischen Wind“ in den Reihen der Partei und die „gute Arbeit in den letzten beiden Jahren“ honoriert, fühlt sich die Oranienburgerin bestätigt. Mit Grit Hörig, die ebenso 1007 Stimmen verbuchen konnte, setzt sie zudem auf mehr Frauenpower. Den Fraktionsvorsitz strebt sie jedoch „absolut nicht“ an, will aber ihren Vater Werner Mundt vorschlagen. „Diese Trennung ist wichtig, funktioniert aber gut.“

Zwei Sitze abgeben mussten die Linken, die Fraktion schrumpft von elf auf neun. „Woran es lag, müssen wir jetzt ergründen“, so Fraktionschef Ralph Bujok. Die Partei hätte „viele junge Leute nach vorn gebracht“, die vielleicht noch nicht so bekannt waren. Schade sei es, dass das Spitzenergebnis von 2008 nicht wiederholt werden konnte. „Nun suchen wir uns für unser Programm Partner und hoffen, dass wir viele finden.“

Die SPD ist mit zehn gewonnenen Sitzen stärkste Fraktion, auch wenn die Zahl gleich geblieben ist. „Ich war immer der Meinung, wenn wir die Mandatszahl halten, bin ich sehr zufrieden. Fest steht aber, wir haben Stimmen verloren“, räumt Fraktionsvorsitzender Dirk Blettermann ein. Die Feier am Abend habe sich in Grenzen gehalten. Bereits heute treffen sich die Genossen zur konstituierenden Sitzung.

Der Germendorfer Sozialdemokrat Olaf Bendin ist mit 1584 Stimmen nach 2008 erneut der Stadtverordnete, der die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte. „Ja, ich bin nicht immer der Bequemste und habe oft Unbequemes angepackt“, sagt er. Er habe versucht, viel für den Ort zu tun und freue sich, „dass das die Leute offenbar auch so sehen und, dass Wahlkampf auch ohne Wahlplakate funktioniert“.

Heiner Klemp (Grüne) freute sich über den „super Wahlausgang“. Die Grünen hätten in Oranienburg ihr bislang bestes Ergebnis erzielt. „Unsere klare Position zum Asyl hat uns wohl genutzt“, vermutet Klemp. Mit nun drei Abgeordneten können die Grünen eine eigene Fraktion bilden und sind nicht mehr länger Anhängsel der SPD-Fraktion. Das soll aber heute Abend erst mal besprochen werden, sagte Klemp. Man habe ja ein drittes Mandat erreichen wollen, um eigenständig agieren zu können. Andererseits sei die Zusammenarbeit mit der SPD „sehr erfolgreich“ gewesen. „Aber als Juniorpartner“ ist die Außendarstellung immer schwierig“, so Klemp. Zusammenarbeiten könnten die Grünen „mit allen“. Fraktionslose Stadtverordnete könnten in die grüne Fraktion aufgenommen werden, zum Beispiel die Freien Wähler. Er werde Angebote machen, kündigte Klemp an.

Sie machen in den Ortsbeiräten Politik

Die Wahlergebnisse in den acht Oranienburger Ortsteilen

In den Ortsteilen von Oranienburg sind folgende Bewerber in die neuen Ortsbeiräte gewählt:

Friedrichsthal: SPD: Jens Pamperin (885 Stimmen), Andreas Pompetzki (115 Stimmen), Die Linke: Marianne Zahn (354 Stimmen), CDU: Frank Rzehaczek (424Stimmen), Einzelbewerberin: Karina Tessmann (248 Stimmen), Nicht gewählt: Grüne: Jörg Roitsch (187 Stimmen).

Sachsenhausen: Wählergruppe Pro Sachsenhausen (acht Sitze): Jürgen Wruck (704 Stimmen), Michael Fehlow (493 Stimmen), Margita Munkelt (343 Stimmen), Nicole Fienke (241 Stimmen), Alexander Diedrich (174 Stimmen), Peter Leymann (173 Stimmen), Ronny Stöwe (155 Stimmen), Peter Schmidt (69 Stimmen), CDU: Klaus Müller (332 Stimmen), Nicht gewählt: FDP Martin Lorenz (104 Stimmen).

Malz: Bürgerbewegung Malz e.V.: Manfred Hartmann (268 Stimmen), Claudia Grochowski (86 Stimmen), SPD: Michael Richter (158 Stimmen).

Germendorf: SPD: Olaf Bendin (602 Stimmen), Stefan Krüger (201 Stimmen), Viola Götze (74 Stimmen), Die Linke: Irmgard Brigitte Kertscher (259 Stimmen), CDU: Dietmar Wackrow (520 Stimmen), Nicht gewählt: Einzelbewerber Axel Heidkamp (178 Stimmen).

Schmachtenhagen: Die Linke: Hans-Dieter Manzl (587 Stimmen), Günter Lehmann (179 Stimmen), SPD: Thomas Lehmann (345 Stimmen), CDU: Jürgen Kühne (330 Stimmen), Einzelbewerberin: Dolores Neumann (527 Stimmen), Nicht gewählt: Einzelbewerber Marco Winning (107 Stimmen) und Freie Demokratische Partei (FDP): Rainer Mausolf (75 Stimmen).

Lehnitz: SPD: Bodo Becker (449 Stimmen), Matthias Hennig (390 Stimmen), Arne Probandt (115 Stimmen), Einzelbewerber Gerd Baer, zwei Sitze (1027 Stimmen), Sitz zwei nicht zuteilbar, Die Linke: Andreas Berthold (257 Stimmen), CDU: Jochen Kiefer (311 Stimmen), Grüne: Ulrike Dölle (233 St.), Freie Wähler Oberhavel: Nicola Jores (195 Stimmen), Nicht gewählt: FDP: Torsten Reipert (92 Stimmen).

Wensickendorf: FDP: Daniel Langhoff (213 Stimmen), FWO: Heinz Ließke  (272 Stimmen), Landwirtschaft, Gartenbau, Umwelt: Eberhardt Schmidt (246 Stimmen), Nicht gewählt: Die Linke: Michael Elte (194 Stimmen).

Zehlendorf: SPD: Holger Mücke (471 Stimmen), Die Linke: René Armswald (193 Stimmen), CDU: Thomas Eichstädt (193 Stimmen), Nicht gewählt: Einzelbewerber: Julian Jonikat (187 Stimmen).

Von Heike Bergt

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