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Oberhavel Loser-Tanz bewegt die Gemüter
Lokales Oberhavel Loser-Tanz bewegt die Gemüter
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01:16 12.10.2018
Die Polizei wurde am vergangenen Donnerstag von Jugendlichen aus Hennigsdorf alarmiert, weil die jungen Leute Stress mit einer Autofahrerin hatten. Quelle: Symbolbild
Hennigsdorf

Eine Polizeimeldung vom vergangenen Freitag hat für einiges Aufsehen und kontroverse Diskussionen gesorgt. Danach soll am Donnerstag vergangener Woche in der Marwitzer Straße in Hennigsdorf ein 14-Jähriger aus einer Gruppe Jugendlicher heraus vor ein Auto gesprungen sein und einen anzüglichen Tanz aufgeführt haben. Die 32-jährige Fahrerin, so hieß es, sei daraufhin erbost ausgestiegen und habe dem Jugendlichen eine Ohrfeige gegeben. Die Polizei nahm Strafanzeigen wegen Nötigung, Beleidigung und Körperverletzung auf.

Nun hat sich ein Jugendlicher bei der MAZ gemeldet, der bei der Aktion in Hennigsdorf als Augenzeuge dabei war. Der 14-jährige Dominik Münch aus Bötzow behauptet, dass sich alles ganz anders zugetragen hat. Seinen Schilderungen zufolge seien die Jugendlichen an besagtem Tag auf dem gepflasterten Gehweg im Waidmannsweg in Hennigsdorf unterwegs gewesen. Das Problem sei, dass es in diesem Weg zwischen Straßen und Gehweg keinen Bordstein gibt, sich beide Flächen praktisch auf einem Höhenniveau befinden. Die Autofahrerin habe an jenem Donnerstag an einem im Waidmannsweg geparkten Pkw vorbeifahren wollen und sei dabei mit ihrem Auto ziemlich weit außen gefahren. „Vielleicht hat sie ja gar nicht erkannt, dass dort ein Gehwegbereich ist“, mutmaßt Dominik Münch. Dass die Frau dabei ihren Pkw mit viel Schwung in Richtung der Jugendlichen gesteuert und erst kurz vor ihnen gestoppt hat, empfanden die jungen Leute offensichtlich als Provokation. Daraufhin, so Dominik Münch, habe sein Freund vor dem Auto einen sogenannten Loser (Verlierer)-Tanz aufgeführt.

Die Frau sei dann erbost ausgestiegen und habe den Jugendlichen zu verstehen gegeben, dass sie die Bedeutung des Tanzes kenne und darüber hinaus Kampfsport betreibe. Dann habe der Tänzer von der 32-Jährigen erst eine Kopfnuss und dann eine Ohrfeige erhalten. Während die Frau anschließend verschwand, verständigten die Jugendlichen, die sich das Nummernschild des Fahrzeugs der Frau gemerkt hatten, die Polizei.

„Wir konnten dem Auto nicht weiter ausweichen“, versichert Dominik Münch, weil sich an den gepflasterten Gehwegbereich Büsche anschließen. Und einen anderen Weg könnten die Jugendlichen nicht nehmen, weil sie dort entlang zur Bushaltstelle müssten. Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall sind noch nicht abgeschlossen.

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Von Bert Wittke

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