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Kostenloses W-Lan in Mühlenbeck

Mühlenbeck Kostenloses W-Lan in Mühlenbeck

An der Hauptstraße Mühlenbeck gibt es ab sofort kostenloses W-LAN: In der alten roten Schule (heute Hort) installierte die Gemeinde einen Freifunk-Router.

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Ab sofort kann vor der Grundschule kostenloses W-Lan genutzt werden.

Quelle: Karin Hohensee

Mühlenbeck. Ab sofort steht im Zentrum von Mühlenbeck kostenloses W-Lan zur Verfügung. Im Gebäude der roten Schule, die jetzt den Hort Mühlenbeck beherbergt, installierte die Gemeinde einen Freifunk-Router. Die Initiative „Freifunk Oberhavel“ stellte den Router leihweise für einen Testlauf zur Verfügung. Das Gerät steht an einem der Fenster und strahlt über den gesamten Vorplatz: bis zu den Sitzgelegenheiten am Rondell und auf die andere Straßenseite, etwa bis Höhe der Kirche. Nach drei Monaten Testlauf entscheidet die Gemeinde, ob eine Fortführung sinnvoll ist – je nachdem wie gut das kostenlose Netzwerk angenommen wurde. Bei positiver Resonanz würde die Gemeinde selbst Freifunk-Router anschaffen und öffentlich zur Verfügung stellen.

Wie melde ich mich an?

Um das kostenlose W-LAN zu nutzen, braucht es nur wenige Klicks: Sobald man sich innerhalb des Senderadius befindet, lässt man sich auf seinem Mobilgerät die verfügbaren Netzwerke anzeigen und wählt das unverschlüsselte Netzwerk „oberhavel.freifunk.net“ aus. Mit einem Klick auf „Verbinden“ ist man bereits online und kann nach Lust und Laune kostenlos surfen oder WhatsAppen.

Was ist Freifunk eigentlich?

Die Initiative „Freifunk Oberhavel“ gründete sich Anfang 2017 aus einer lokalen Glienicker Initiative. „Wir wollen offenes, freies W-LAN für alle,“ erklärt Andreas Scherbaum, zweiter Vorsitzender des Vereins. „In Glienicke haben wir inzwischen ca. 35 Router stehen, ein richtiges Netzwerk.“

Dabei ist das kostenlose W-LAN-Angebot nicht nur für Gewerbetreibende interessant: Etwa 50 Prozent der Glienicker Router stehen in privaten Haushalten. Sie wurden von Freiwilligen angeschafft und für das Netzwerk geöffnet. Freifunk bietet nämlich auch Vorteile für private Anbieter. „Ich selbst habe so einen Router zu Hause stehen. Wenn ich Besuch habe, lasse ich die Gäste darüber ins Internet gehen. Meine eigenen Daten sind sicher und ich brauch nicht immer sagen: ‚Mach bloß keinen Unsinn im Web!’“

Ist das überhaupt rechtssicher?

Tatsächlich hat sich die Gefahr bereits herumgesprochen: Wer seinen Internetzugang Fremden zur Verfügung stellt, muss am Ende für den Mist geradestehen, den sie unter dieser IP-Adresse verzapfen. Juristisch nennt sich das „Störerhaftung“.

Die Freifunker lösen dieses Dilemma mit einem Trick: Alle Freifunk-Router leiten ihre Anfragen an zentrale Server um. Die Betreiber dieser Server zählen rechtlich als Telekommunikations-Provider und sind damit – wie die Telekom u.ä. – im Gegensatz zur Privatperson für übermittelte Inhalte nicht haftbar. „Der kleine Mann wird haftbar gemacht, die großen Anbieter nicht. Man muss es nicht verstehen, aber so funktioniert es,“ erklärt Andreas Scherbaum.

Wie kann ich mitmachen?

Ein paar Freifunk-Anbieter gibt es bereits im Mühlenbecker Land. openwifimap.net zeigt eine Übersichts-Karte aller Freifunk-Knoten.

Dazu finden sich im Internet zahlreiche Information zu Hintergründen und Tipps, z.B. unter https://oberhavel.freifunk.net oder www.anwaltskanzlei-feuerhake.de/freifunk.

Wer mitmachen will, braucht zunächst einen Freifunk-Router; dieser kostet je nach Ausstattung zwischen 20 und 80 Euro. Beim Einrichten sind die Freifunker Oberhavel behilflich. Sie lassen sich am schnellsten über ihren Blog oder die Facebook- und Twitterpräsenz kontaktieren.

Von MAZonline

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