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Oberhavel Eltern in Sorge: Krätze geht an drei Schulen um
Lokales Oberhavel Eltern in Sorge: Krätze geht an drei Schulen um
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00:29 24.03.2018
An der Löwenzahn-Grundschule erwischte es einen Schüler. Seine Eltern schickten ihn nicht mehr in die Schule. Quelle: Fotos: Marco Paetzel
Velten

Die Krätze geht um in der Ofenstadt: In drei Schulen gibt es Mädchen und Jungen, die sich mit der Hautkrankheit angesteckt haben. Betroffen sind die Löwenzahn- und Lindengrundschule sowie die Barbara-Zürner-Oberschule. Die Schüler, die sich mit der Krätze angesteckt haben, sind mittlerweile allesamt zu Hause.

In der Löwenzahn-Grundschule in Velten-Süd hat es einen Schüler erwischt, seine Eltern hätten die Anzeichen schnell erkannt und ihr Kind gar nicht erst in die Schule geschickt. „Sie haben sehr verantwortungsvoll reagiert“, erklärt Schulleiterin Astrid Beck. Eine Ansteckungsgefahr sehe sie für ihre Schüler nicht. In der betroffenen Klasse seien die Eltern informiert worden, zudem gibt es in der Schule einen Aushang über die Krankheit. „Man merkt schon, dass die Eltern gleich ruhiger reagieren, wenn sie vernünftig informiert werden“, so die Schulleiterin.

In der Barbara-Zürner-Oberschule hat es zwei Schülerinnen der 7. und 9. Klasse erwischt, wie es aus der Schule heißt. Auch diese Mädchen sind zu Hause geblieben, die Schule hat außerdem die Eltern informiert. Wie viele Schüler in der Linden-Grundschule betroffen sind, darüber will Schulleiterin Adina Krüger keine Angaben machen.

Zur Zahl der Krätzefälle im gesamten Landkreis könne die Kreisverwaltung derzeit keine Aussage treffen. In den letzten Jahren beobachte man aber eine Zunahme von Fällen und Häufungen. „Aus Gesprächen mit den niedergelassenen Haus- und insbesondere Hautärzten können wir auch eine gesteigerte Erkrankungsrate annehmen“, so Kreis-Sprecherin Constanze Gatzke. Die Gründe könnten etwa Pflege- und Anwendungsfehler bei der Behandlung durch die Betroffenen sein. „Manche Experten vermuten auch eine Resistenz der Milben gegen bestimmte Produkte.“

Die Krankheit könne in Gemeinschaftseinrichtungen von der Obdachlosenunterkunft bis zur Senioreneinrichtung auftreten. „Die Krätze wird über engen Hautkontakt übertragen. Dies können pflegerische Verrichtungen genauso wie Liebkosungen mit den Kindern oder dem Partner sein“, so Gatzke. Nach ordnungsgemäßer Behandlung sei der Betroffene am Folgetag als frei von Krätze zu betrachten

Von Marco Paetzel

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