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Oberhavel Kreis erläutert Standortwahl
Lokales Oberhavel Kreis erläutert Standortwahl
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08:35 25.10.2013
In der Kreisverwaltung werden rund 80 Plätze eingerichtet. Quelle: Halling
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Gransee

Auf der Suche nach einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Gransee hatte der Landkreis vier Objekte ins Auge gefasst. Das sagte Michael Garske am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung im Strittmatter-Gymnasium. Aus strategischen Gründen, so der Sozialdezernent, sei die Wahl schließlich auf die eigene Liegenschaft am Karl-Marx-Platz gefallen. Noch ist dort zwar das Jobcenter untergebracht, die Einrichtung wird jedoch in die Luisen-Förderschule umziehen, wenn diese im Sommer 2014 schließt. Auch die alte und neue Förderschule sowie der ehemalige Sitz der SED-Kreisleitung am Meseberger Weg waren im Gespräch. Keines der anderen Objekte hätte laut Garske den Anforderungen etwa in Bezug auf den Brandschutz genügt beziehungsweise seien dort keine Umbauten innerhalb des engen Zeitplans möglich gewesen. Im Oktober 2014 will der Landkreis erste Asylbewerber in Gransee aufnehmen. Bis zu 80 Plätze sollen in der Unterkunft geschaffen werden.

Wie teuer der Umbau am Karl-Marx-Platz wird, konnte Michael Garske am Mittwoch noch nicht sagen. Die Ausführungsplanung werde jetzt erst erarbeitet. Für ein Projekt ähnlicher Größenordnung in Hennigsdorf investierte der Kreis zuletzt rund 1,4Millionen Euro. Der Umbau in Gransee soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Zunächst müsse der Umzug des Jobcenters abgeschlossen sein. Danach sollen die Bauarbeiten in der Kreisfiliale beginnen. Das Haupthaus, in dem das Veterinäramt sitzt, bleibt davon zunächst unberührt.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", betonte Landrat Karl-Heinz Schröter am Mittwoch bezüglich der Standortwahl und fügte hinzu: "Wir können nicht über das Ob diskutieren, sondern über das Wie". 266 Asylbewerber muss der Landkreis in diesem Jahr zusätzlich aufnehmen und für die Menschen Wohnraum schaffen. Mit seiner neuen Konzeption zur Unterbringung der Flüchtlinge nimmt der Kreis erstmals auch den Norden in die Pflicht. Anders als in anderen Landkreisen werde in Oberhavel nicht nach leerstehenden Kasernen gesucht, die fern jeder Infrastruktur sind, sagte Schröter. Es habe sich bewährt, Unterkünfte an zentralen Orten zu schaffen. "Gransee bringt dafür alle Voraussetzungen mit", so der Landrat. Für die Stadt spräche vor allem das Krankenhaus, das eine medizinische Versorgung der Flüchtlinge ermögliche. Als positives Signal könnten die Granseer zudem die Platzierung des Jobcenters auffassen. Dieser Schritt bedeute letztlich, dass der Landkreis nicht beabsichtige, seine Verwaltungsstelle im Norden aufzugeben.

Von Cindy Lüderitz

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