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Kreistag beschließt Nahverkehrsplan

Oberhavel Kreistag beschließt Nahverkehrsplan

Der Nahverkehrsplan für den öffentlichen Personennahverkehr des Landkreises Oberhavel in den Jahren 2017 bis 2021 ist in der jüngsten Sitzung des Kreistages mehrheitlich beschlossen worden. Darin wird vorgeschlagen, die Takte zwischen Bahn- und Busverkehr zu harmonisieren, die Betriebszeiten zu erweitern und Lücken in der Erschließung zu beheben.

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ÖPNV in Seilershof.

Quelle: Uwe Halling

Oberhavel. Mit Spannung verfolgte Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok die jüngsten Kreistagssitzung. Auf der Tagesordnung: der fünfte Nahverkehrsplan des Landkreises. Darin werden die Ziele des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Oberhavel für 2017 bis 2021 festgeschrieben. In die Debatte dazu hatte Zimniok die Forderung eingebracht, den S-Bahnhof Birkenwerder endlich ans Busnetz anzubinden.

Tatsächlich soll laut Plan eine Angebotserweiterung geprüft werden – im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Landkreises und mit finanzieller Beteiligung der jeweiligen Kommunen. Für das Streichen von letzterem Passus gab es ein Antrag der Grünen-Piraten-Fraktion. Die zog aber zurück, weil unerwartet ein Koalitionsantrag von SPD/LGU und CDU dazwischenfunkte. Mit diesem Antrag wird nun klargestellt, dass wirklich nur die über das bestehende Angebot hinausgehende Angebotsverdichtung mitfinanziert werden soll.

Als sinnvoll wird zum Beispiel angesehen, für die harmonischere Anbindung an den Schienenverkehr anstelle des 30- oder 60-min-Taktes einen von 20 Minuten einzuführen. Ebenso, die Betriebszeiten auf die Abendstunden oder Wochenenden auszudehnen und Erschließungslücken zu beheben. Einzelmaßnahmen könnten bereits kurz- oder mittelfristig erforderlich werden, etwa auf der Linie 136. Genau diese Linie zwischen Hennigsdorf und Spandau steht an erster Stelle der konkreten Handlungsvorschläge – mit einer Taktverdichtung. Weiterhin genannt ist das Schaffen einer neuen Tangente im 20-min-Takt zwischen dem S-Bahnhof Hermsdorf, Glienicke, Schildow und dem S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle beziehungsweise Schule Mühlenbeck (Linie 806) unter Übernahme des Abschnitts der Linie 107. Zudem könne das Angebot der Linie 810 integriert werden.

Es gibt Vorschläge für noch weitere Handlungsbereiche. Genannt ist eine bedarfsweise Verdichtung zwischen Glienicke und Hermsdorf (Linie 107 oder 806). In diesem Fall könnte die Linie 809 ab Glienicke auch alternativ über den Fürstendamm zum S-Bahnhof Frohnau geführt werden. Explizit genannt ist auch das Prüfen einer neuen Buserschließung im Bereich Birkenwerder. Hierbei sei jedoch zu beachten, dass der Straßenzustand „eine sinnvolle Linienführung erschwert“. Für ein verbessertes Angebot in Oranienburg wird eine Konzeption empfohlen – entweder durch das Schaffen eigenständiger Stadtlinien oder die Integration und abschnittsweise Taktverdichtung bestehender Regionallinien. Und es soll eine Verlängerung der Linie 125 von der Frohnauer Invalidensiedlung in das Zentrum von Hohen Neuendorf geprüft werden, um eine Verknüpfung mit den Linien 809 und 822 zu erreichen.

Bürgermeister Zimniok verließ die Sitzung mit der Gewissheit, dass sein Wunsch berücksichtigt ist im Nahverkehrsplan, der am Ende mehrheitlich beschlossen wurde. Ob oder wann „seine“ Anbindung realisiert wird, bleibt jedoch offen.

Von Helge Treichel

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