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Kremmen Drachen sollen gute Heidelbeer-Ernte bringen
Lokales Oberhavel Kremmen Drachen sollen gute Heidelbeer-Ernte bringen
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01:16 08.07.2018
Die zwei von der „Trauben-Farm“: Landwirt Malte Voigts (re.) und Karl-Dietmar Plentz. Der Bäcker verkauft Muffins mit Maltes Beeren drin. Quelle: E. Kugler
Kremmen

Fliegende Drachen mit Raub-Vogelmotiv sollen dem Spargelhof Kremmen eine gute Heidelbeerernte bringen. Denn die Drachen vertreiben die Stare, die ganz wild auf die blauen Früchtchen sind. Donnerstag hat die offizielle Heidelbeer-Ernte begonnen - 14 Tage früher als sonst. „Das warme Wetter hat die Beeren schneller reifen lassen“, sagt Malte Voigts.

Auf 16 Hektar hat er Kultur-Heidelbeeren angepflanzt. Die Beeren sind größer und süßer als ihre Artgenossen aus dem Wald und haben ein helleres Fleisch. Darum machen sie den Mund beim Schlemmen auch nicht blau. Malte Voigts: „Wir haben eine frühe, eine mittlere und eine späte Sorte gepflanzt -von der Sorte Duke, über Blucrop bis zu Liberty und Draper als späte Sorte.“ Bis Ende August, schätzt der Landwirt, wird es die süßen Früchtchen geben. 60 polnische Helfer holen bei einem Mindeststundenlohn von 8,84 Euro täglich bis zu drei Tonnen von den Feldern. Und weil auch die wegen der Hitze knochentrocken sind, werden sie zweimal täglich je 20 Minuten lang über Tropfschläuche aus Brunnen bewässert.

Auf 16 Hektar wurden Blaubeeren angebaut

Wer will, kann sich die Früchte auch selbst vom Feld holen. Der optimale Erntezeitpunkt ist, wenn „der Bauchnabel“ auf der Beere noch geschlossen ist. „Geht er nach innen, ist die Beere noch nicht ganz reif“, sagt Malte Voigts. „Innerhalb von nur zwei Tagen kann die Frucht 20 Prozent mehr an Volumen und Süße zulegen.“

Auf einem halben Hektar hat der Landwirt dieses Jahr Selbstpflücke-Felder angelegt. Holzstäbe markieren die Fläche, auf denen Otto-Normal-Verbraucher ernten dürfen.

Wer will, kann die süßen Früchtchen aus selbst pflücken

Wer keine Lust zum Selbstpflücken hat, kann sich im Hofladen die Früchte auch kaufen. Die 250-Gramm-Schale kostet 3,49 Euro und der zwei Kilo-Korb 17,99 Euro. Wer die Früchte lieber im Kuchen mag, muss nicht backen. Bäcker Karl-Dietmar Plentz (51) hat in Zusammenarbeit mit Voigts einen Muffin kreiert, in dem neben einer süßen Blaubeerfüllung (wird nach dem Backen eingespritzt) auch gekochte und frische Blaubeeren stecken (gibt’s für 1,70 Euro ab dem Wochenende in allen Plentz-Filialen).

Renate Jahn (63) verkauft die 250-Gramm-Schale Blaubeeren für 3,49 Euro. Quelle: Enrico Kugler

In Blaubeeren stecken viele C- und E-Vitamine

Ein Genuss mit Gesundheitseffekt. Denn in Blaubeeren steckt viel Vitamin C und E. Und noch ein Tipp vom Fachmann: „Wenn Blaubeeren noch ihre so typische nebligwirkende Schicht haben, ist das ein Zeichen, dass sie schonend handgepflückt sind und nur wenig berührt wurden. Fehlt diese Schicht, ist davon auszugehen, dass die Beeren vom Strauch gekämmt wurden“, sagt Malte Voigts. Und weil er über seinen Feldern Raubvögel im Drachen-Outfit zu schweben hat, hofft er auf eine gute Ernte von 100 000 Tonnen. In den nächsten Jahren soll die Ernte noch üppiger ausfallen. Denn der Landwirtschaftsbetrieb will seine Blaubeerflächen von 14 Hektar auf 35 Hektar aufforsten. Da muss Malte Voigts dann aber viele Raubvogel-Drachen kaufen, um die hungrigen Stare von seinen Feldern fernzuhalten.

Von Jeannette Hix

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