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Kremmen Hahn, da kräht er – im Scheunenviertel
Lokales Oberhavel Kremmen Hahn, da kräht er – im Scheunenviertel
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18:29 04.11.2018
Uwe Wilde, Andreas und Wilfried Nagel vom Verein der Rassegeflügel- und Kaninchenzüchter Kremmen. Quelle: Robert Roeske
Kremmen

Immer, wenn Horst Dehmlow aus Kremmen mit seinen weißen Wyandotten-Hühnern eine Ausstellung besucht, holt er erstmal das Duschbad und die Rotlichtlampe raus. Vor ihrem großen Auftritt wäscht er seine Hühner. „So sehen sie schön weiß aus“, sagt der 83-Jährige stolz. Die Waschaktion startet immer einen Tag vor Ausstellung. Über Nacht trocknen die „Hühnchen“ unter der Rotlichtlampe. „Die genießen die Wärme“, meint Horst Dehmlow.

39 Enten in sieben Rassen präsentierten sich den Besuchern

Logisch, dass er als mit ältestes Vereinsmitglied auch bei der Ausstellung am Sonnabend im Scheunenviertel dabei war. Rund 300 Tiere haben 14 der insgesamt 30 Vereinsmitglieder hier ausgestellt. Geschnatter, Gekrähe und Gehoppel in den Boxen – interessierte Besucher schauen neugierig hinein. „Was genau wir hier ausgestellt haben?“, überlegt Vereinsmitglied Wilfried Nagel (78). „Mmm – also wir haben 39 Enten in sieben Rassen von der Streicherente bis zur Hochbrut-Ente. Dann haben wir 53 große Hühner in sieben Rassen wie die weißen Wyandotten und die Italiener. Die gibt es in den Farbschlägen Gold, Silber und Schwarz. Dann haben wir 30 kleine Hühner in fünf Rassen – von Orpington bis zum Barnevelder. Naja. Und nicht zu vergessen die 90 Tauben in 13 Rassen wie die Mittelhauser und die Mondain.“

Luiz (5) aus Sommerfeld darf ein Kaninchen halten. Quelle: Jeannette Hix

20 Graue Wiener waren auch dabei

Sylvio Wehden hat 20 Graue Wiener und vier Weiß-Grann-Schwarz-Kaninchen mitgebracht. Die Langohren sind zwei von insgesamt 78 Tieren in elf Rassen.

Luiz (5) ist extra mit seiner Oma Martina aus Sommerfeld nach Kremmen gekommen, um die Kaninchen zu sehen. Er darf sogar ein Schwarzloh auf den Arm nehmen und staunt, was für ein weiches Fell die Tiere haben. Schon seit letzter Woche haben die Vereinsmitglieder die ersten Käfige aufgebaut. Schon seit über zwölf Jahren stellen sie hier ihre Zuchterfolge zur Schau. Seit 1927 schon gibt es den Verein.

Vereinsmitglied Horst Dehmlow aus Kremmen bekam für seine Wyandotten-Hühner schon viele Pokale. Quelle: Jeannette Hix

Auch die Stadt Kremmen ehrte den Verein mit Pokalen

„Wir sind auch der Stadt der dankbar, dass sie uns so unterstützt“, sagt Wilfried Nagel, der selbst auch Tauben und Hühner züchtet. Besonders stolz sind die Vereins-Mitglieder auf die vielen Pokale, die sie schon von Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) für ihre engagierte Arbeit bekommen haben, allein sechs Pokale in diesem Jahr. Rund 40 Pokale sind am Eingang der Ausstellung aufgestellt. Ein Teil davon gehört auch Hühner-Züchter Horst Dehmlow. Mindestens 300 weitere hat er noch zu Hause. Und wer weiß, vielleicht kommen dieses Jahr noch weitere dazu.

Von Jeannette Hix

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