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Kremmen Dachs-Schaden beim RE6: Züge sollen Mittwoch wieder fahren
Lokales Oberhavel Kremmen Dachs-Schaden beim RE6: Züge sollen Mittwoch wieder fahren
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00:35 12.09.2018
Ein Dachs Quelle: Pixabay
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Beetz

 Die Züge des Prignitzexpress zwischen Neuruppin und Kremmen sollen am Mittwoch wieder fahren können. „Der Schaden wird beseitigt“, sagte am Dienstag Bahnsprecher Burkhard Ahlert.

Dass Dachse oder Bauten der Mardertiere den Bahnverkehr stören oder sogar kurzzeitig zum Erliegen bringen, sei „eher selten“, so Ahlert. An einen ähnlichen Fall konnte sich der Sprecher jedenfalls nicht erinnern. „Tierische Einflüsse“ gingen eher mal auf Biber zurück, wenn diese Wasser stauten und dadurch für das Unterspülen von Straßen oder Gleisen sorgten.

Allerdings ist die Dachspopulation im Ruppiner Land in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus der Statistik der Jagdbehörde in Neuruppin hervor. Demnach wurden im Jagdjahr 2004/05 genau 181 Dachse zur Strecke gebracht, im Jagdjahr 2015/16 waren es mit 352 Tieren fast doppelt so viele. Vermutet wird, dass etwa ein Drittel der Dachse bei einem Verkehrsunfall getötet wurden. „Dachse werden nur sporadisch als Raubwild bejagt“, sagte Kreissprecherin Britta Avantario.

Ähnlich dürfte es in Oberhavel sein. Dort wird von einem Bestand von etwa 1500 Dachsen ausgegangen. Im vergangenen Jagdjahr kamen 261 Tiere zur Strecke, davon 70 als Unfallwild, sagte eine Sprecherin. Allerdings sei die Dachspopulation im Kreis Oberhavel konstant geblieben.

Die Strecke zwischen Kremmen und Neuruppin war seit Sonntagmittag gesperrt, weil sich ein Dachs in der Nähe von Beetz einen Bau angelegt hatte. Dadurch war unter den Schienen Erde abgerutscht.

Die Bahn musste daraufhin erst neues Füllmaterial, Maschinen und Personal bestellen, um den Gleisuntergrund neu aufbauen zu können. Zuvor musste das Gleis in dem betroffenen Abschnitt aufgenommen und freigelegt werden.

Für die Zeit der Arbeiten gab es zwischen Neuruppin und Kremmen Schienenersatzverkehr durch Busse.

Von Andreas Vogel

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