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Kremmen Es ist eine Musterwache geworden
Lokales Oberhavel Kremmen Es ist eine Musterwache geworden
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16:38 01.08.2018
Grund zur Freude hatten gestern bei der Eröffnung in Kremmen Wolfram Albrecht (r.) und sein Chef Reiko Meißner, Rettungswachenbereichsleiter Oberhavel-Süd. Quelle: . Andrea Kathert
Kremmen

Wolfram Albrecht strahlte gestern übers ganze Gesicht. Der Rettungsassistent macht seinen Job seit 37 Jahren, aber so gute Bedingungen wie jetzt in Kremmen hatte er wohl noch nie. „Die neue Rettungswache ist für mich eine Musterwache“, gab Sozialdezernent Matthias Rink am Mittwoch sein Urteil ab, nachdem Landrat Ludger Weskamp das neue Gebäude feierlich eröffnet hatte. Zufriedene Mienen auch bei der Leitungsriege der Rettungsdienst GmbH.

Landkreis investiert mehr als eine Million Euro

1,07 Millionen Euro hat der Landkreis investiert, um den Neubau an der Gerhard-Henninger-Straße 2 zu errichten. Dem Haus soll man anmerken, dass die Bauherren mitgedacht und für die Zukunft gebaut haben. Obwohl vorerst nur ein Rettungswagen in der Fahrzeughalle steht, ist bereits ein weiterer Stellplatz vorgesehen, um ein weiteres Fahrzeug in den Dienst stellen zu können. Auch wenn später mal die moderneren Kastenwagen in Kremmen zum Einsatz kommen, ist genügend Platz in der Halle.

Die obligatorische Schlüsselübergabe vom Landkreis an die Rettungsdienst GmbH. Quelle: Andrea Kathert

Als Rettungsassistent Wolfram Albrecht den Landrat durchs Haus führte, war unschwer zu merken, wie begeistert er selbst von seinem neuen Arbeitsplatz ist. Albrecht ist der Verantwortliche für die Kremmener Rettungswache und wird dort mit weiteren neun Kollegen arbeiten. „Wir haben jetzt eine Absauganlage für das Fahrzeug“, präsentierte Albrecht die erste Neuerung. Keine Abgase mehr in der Halle. Der Flachbau, der sich an die Fahrzeughalle anschließt, ist gut durchdacht.

Kremmen hat eine neue Rettungswache, die beste Bedingungen bietet.

Die Mitarbeiter betreten ihren Arbeitsplatz über eine Schleuse und finden gute Bedingungen vor. Zum Beispiel einen separaten Raum mit Absauganlage, in dem mit Desinfektionsmitteln gearbeitet wird. Einen Hygieneraum, in dem die Blutwäsche gereinigt wird.

Oder ein Medikamentenlager mit Kühlmöglichkeiten. Weil Wolfram Albrecht und seine Kollegen jeweils zu zweit einen 24-Stunden-Dienst schieben werden, können sie zwei Ruheräume, Duschen, Sanitäranlagen, Umkleideräume, ein Büro zum Bearbeiten der Einsatzberichte und einen kleinen Fitnessraum nutzen.

„Und das ist unser Aufenthaltstraum“, führt Albrecht in ein kleines Zimmer mit Sitzecke und großzügiger, moderne Küchenzeile. „Wir haben hier sogar einen Getränkeautomaten und eine Klimaanlage.“ Schon diese beiden Ausstattungen werden die Mitarbeiter gerade im Sommer zu schätzen wissen.

Von außen wirkt die Rettungswache sehr schlicht, die Fassade ist grau. Und wer schon mal in der Oranienburger Wache war, wird meinen, in Kremmen sei die kleine Schwester davon errichtet worden. Das ist kein Wunder, derselbe Architekt war am Werke und konnte schon seine Erfahrungen aus dem Oranienburger Neubau an der ­André-Pican-Straße mit einbringen.

Das Wichtigste am Kremmener Standort ist aber, dass „wir nun unsere Hilfsfristen einhalten könne“, sagt Albrecht. Von der Alarmierung bis zum Eintreffen sollen nicht mehr als 15 Minuten vergehen.

Großer Einsatzbereich

Der Einsatzbereich der neuen Rettungswache reicht im Norden bis Neu-Ludwigsaue, im Westen bis Orion, im Süden bis Schwante und im Osten über Hohenbruch bis Teerofen.

Es arbeiten zehn Mitarbeiter jeweils zu zweit im 24-Stunden-Dienst.

Durchschnittlich fahren sie vier bis fünf Einsätze pro Tag über jeweils zwei bis drei Stunden.

Wachen-Verantwortlicher in Kremmen ist Wolfram Albrecht.

Als Zwischenlösung für den Rettungsdienst gab es seit Januar 2016 einen Container an der Feuerwehr, das Fahrzeug stand in einem Zelt weiter weg. „Bis zum Rettungswagen haben wir schon zwei Minuten gebraucht“, sagte Albrecht. Er kennt auch noch den Standort in der alten Schule in Sommerfeld, der im April 2015 aufgegeben wurde.

Dann stand der Rettungswagen ein Dreivierteljahr in Gransee. Seit 15. Juni 1982 ist der 59-Jährige beim Rettungsdienst, erst beim DRK, dann beim Landkreis, später den Oberhavel Kliniken und seit 2011 bei der Rettungsdienst GmbH. Er hat eine Menge erlebt.

„Ich habe alleine sechs Kinder auf die Welt gebracht“, lacht er. Wer weiß, was ihn die nächsten vier Jahre in Kremmen noch alles erwartet. Denn mit 63 geht er in Rente. Bis dahin hat er nu einen modernen Arbeitsplatz mit besten Bedingungen.

Von Andrea Kathert

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