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Kremmen Feuerwache, Radwege, Spielplatz: Das wünschen sich die Kremmener
Lokales Oberhavel Kremmen Feuerwache, Radwege, Spielplatz: Das wünschen sich die Kremmener
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18:08 31.01.2019
Das Rathaus am Kremmener Marktplatz. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Wenn am Freitagabend in der Kremmener Stadtparkhalle wieder der Neujahrsempfang beginnt, dann versammeln sich dort viele Bürger: Lokalpolitiker, Unternehmer, Leute mit Ehrenämtern – und alle unterhalten sich darüber, was in Kremmen läuft. Was funktioniert gut, was muss noch passieren in der Stadt. Die MAZ hat sich schon vorher mal umgehört.

„Dis Busverbindungen müssten besser gestalten werden“, sagte Doris Stephan aus Kremmen. Die 80-Jährige ist auf den Bus angewiesen. Negativ sei zudem, dass die neue Bushaltestelle am Schlossdamm keinen Regenschutz bietet – außerdem seien die Busse oft unpünktlich.

Gefahr an der Kreuzung in Orion

„Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich zufrieden, sagt Martin Steinke. „Wir haben gute Einkaufsmöglichkeiten, Bäcker, Friseur und Physiotherapie“, so der 32-Jährige. „Ich finde, wir bräuchten noch eine richtige Feuerwehrwache und bessere Radwege. Zwischen Orion und der Flatower Kreuzung Richtung Neuruppin ist es gefährlich.“

Auch Adrian Hey fällt einiges ein, was in Kremmen fehlt: „Ein Spielplatz auf den Sportplätzen, der Radweg zwischen Staffelde und Groß-Ziethen, Papierkörbe bei uns im Dorf oder Bänke, sodass ältere Menschen auch mal Rast machen können“, so der 32-Jährige aus Flatow. „Parkplätze in der Flatower Hauptstraße müssten her. Da ist es immer zugeparkt. Zudem könnte man den Flatower See ausheben, sodass man wieder eine Bademöglichkeit hat.“

Zu wenige Händler auf dem Wochenmarkt

Keine Probleme hat dagegen Wolfgang Reinosch. „Ich habe hier Arbeit, das ist das Wichtigste“, sagt er. Schade, dass der Obsthändler oft der einzige Stand auf dem Wochenmarkt sei.

Marita Dahms macht sich allerdings ziemliche Sorgen um den Marktplatz und das Scheunenviertel. „Kremmen verödet und verkafft“, sagt sie. Wenn Touristen in den Drogeriemarkt kommen, seien sie oft enttäuscht, „weil das Scheunenviertel zu hat“, wie sie sagt. Immerhin könne sie an den meisten Tagen auf das „Altstadtstübchen“ verweisen. Auch käme immer mal wieder bei Touristen die Frage auf, warum der Naturlehrpfad so verkommen sei. Außerdem wünscht sie sich eine Beruhigung des Verkehrs in der Ruppiner Straße. Dort herrsche großer Lärm.

Mehr Action am See

„Das Gute sind die Einkaufsmöglichkeiten und meine Lieblingsscheune, die „Scheune 29“, die wir regelmäßig besuchen“, sagt Christopher Friedrich. „Was ich in Kremmen vermisse, und es früher schon mal gab, ist die funktionstüchtige Slipanlage am Kremmener See“, so der 29-jährige Flatower. „Man hat keine Möglichkeiten mehr, hier vernünftig größere Boote ins Wasser zu bringen. Ansonsten wohne ich gerne im Ortsteil Flatow und spiele dort Fußball.“

Nicole Gaillard vom Seniorenbeirat gefällt, „dass es hier ein reges Vereinsleben gibt.“ Sie wünscht sich, dass Kremmen offen sei und unterstütze, wenn Leute was auf die Beine stellen. Sie fordert, dass das Festival „Resist to Exist“ im August stattfinden könne. „Außerdem würde ich mich freuen, wenn die Bibliothek ein Treffpunkt werden würde, ein Ort, wo man sich austauschen kann.“ Ihre Bitte an die Politik lautet, dass Parteilinien bei Entscheidungen keine Rolle spielen sollten.

Dorit Malinowski, Lehrerin im Ruhestand, möchte, dass der Kremmener See wieder aufgefrischt wird. „Außerdem hoffe ich, dass etwas mit der alten Turnhalle passiert“, sagt sie. Egal in welcher Form, „aber Hauptsache, dass die Kinder wieder einen Ort für den Sport haben.“

Von Robert Tiesler

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