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Kremmen Freitag: Rauf auf den Turm der Nikolaikirche
Lokales Oberhavel Kremmen Freitag: Rauf auf den Turm der Nikolaikirche
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00:23 31.08.2018
Der Turm der Nikolaikirche in Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Er ist 31 Meter hoch. 115 Stufen sind zu bewältigen. Seit 90 Jahren steht er auf dem Kirchplatz. Das sind die wichtigsten Daten für den Turm der Kremmener Nikolaikirche.

Nachdem am 27. August 1917 ein Blitz in den alten Kirchturm einschlug und das Bauwerk ein Raub der Flammen wurde, dauerte es elf Jahre, bis der neue Turm errichtet worden ist. Am Freitag, 31. August, feiert die evangelische Gemeinde in Kremmen das 90. Jubiläum des neuen Kirchturms. Ab 15 Uhr gibt es Führungen auf den Turm sowie Kaffee und Kuchen ganz oben in luftiger Höhe. Am Abend geht die Feier dann nahtlos in das Erntefest über.

Bildergalerie: Rauf auf den Kirchturm

1928 ist der Turm der Kremmener Nikolaikirche gebaut worden. Nun ist er 90 Jahre alt. Die MAZ ist mal hochgeklettert.

Wer hoch nach oben möchte, muss schwindelfrei sein und sich gut festhalten können. Denn die 115 Stufen sind nicht immer ganz einfach zu bewältigen. „Das ist nicht ganz ohne“, sagt Matthias Dill, der Gemeindesekretär. Da hat er Recht – die MAZ hat’s probiert. Die ersten Stufen nach oben lassen sich treppenartig recht gut bewältigen. Auf den Gängen ist einiges zu sehen. Alte Plakate hängen an den Wänden, auf dem Fußboden liegen vergilbte Lampen, daneben stehen Stühle, die noch aus DDR-Zeiten stammen. Alles etwas verstaubt. Weiter geht’s noch höher zum kleinen Raum, in dem auch das „Kino im Kirchturm“ mehrmals im Jahr stattfindet.

Eine weitere Etage höher gelangen die Kletterer zum Uhrwerk der Kirchturmuhr – auch die feiert ihr 90. Jubiläum, ist von 1928. „Alle zwei Wochen klettere ich hoch, wenn die Uhr mal wieder etwas nachgeht“, erzählt Matthias Dill. Manchmal dauere es auch etwas länger, bis die Uhr von der tatsächlichen Zeit abweicht. „Das ist wetterabhängig.“ Ein weiteres Stockwerk höher geht es an den Glocken vorbei – jede Viertelstunde gongt es ordentlich. Ein Blick auf die eigene Uhr lohnt vorher sich also, bevor man dort vorbeigeht.

Das letzte Stück ist schwierig

Das letzte Stück nach oben ist auch das schwierigste. Die Leiter ist sehr steil, man muss sich gut festhalten, und schließlich auf den Dachboden zu gelangen, da muss jeder sehr vorsichtig sein.

Aber der Gang nach oben wird belohnt – mit einem Blick auf die Kremmener Altstadt. Die Fenster sind zwar klein, aber dennoch kann jeder von dort aus einen Blick nach draußen werfen. Oben auf dem Dachboden hängt übrigens auch ein alter Kronleuchter – leicht mit Spinnweben überwuchert. „Der ist noch aus dem Christenlehrezimmer“, erzählt Matthias Dill. Es komme übrigens immer mal wieder vor, dass Touristen fragen, ob man denn auf den Turm klettern kann. Das geht – aber niemals alleine.

Von Robert Tiesler

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