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Kremmen Heimatgeschichte: Den Bredows gehörte einst das Dorf
Lokales Oberhavel Kremmen Heimatgeschichte: Den Bredows gehörte einst das Dorf
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17:47 16.07.2018
Die Kirche in Flatow. Die steht in der Mitte des Ortes, der heute ein Ortsteil von Kremmen ist. Quelle: Ulrike Gawande
Flatow

Heute ist Flatow ein Ortsteil von Kremmen. Woher aber stammt eigentlich der Name Flatow? Und wie waren vorher die Besitzverhältnisse im Dorf? Ein Blick in die Ortschronik verrät es.

Den Namen Flatow leitet Weisker (Slavische Sprachreste aus dem Havellande, Rathenow 1890) vom slawischen Worte blato, also Sumpf, ab.

Die ältesten bekannten Besitzer dieses Dorfes waren die von Bredow, nach dem Schoßregister von 1450 hatten sie von den 64 Hufen, welche überhaupt in der Feldmark waren, 31.

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, genauer im Jahre 1627, erwarb Dietrich von Hake das Gut, dessen Familie es bis 1797 behielt. Es folgte im Besitz der Graf von Blumenthal, diesem 1809 die Familie von Plessen (bis 1829), später der Baron von Romberg. Von diesem kam das Gut an die Bauern, die es unter sich parzellierten.

Das sehr gut erhaltene Kirchenbuch im Dorf beginnt mit dem Jahre 1687. Als „merkwürdig“ ist darin die Tatsache verzeichnet, dass im Laufe von beinahe 140 Jahren dort nur vier Prediger gewesen sind, und zwar vier Generationen der Familie Hübner in den Jahren von 1661 bis 1799.

Büsching berichtet im Jahre 1779 über den Ort Flatow: „Das Dorf enthält einen adeligen Hof von Fachwerk erbaut, Pfarrhof, ein Küsterhaus, 25 Bauernhöfe, den Krug und das Schulzengericht mit darunter begriffen; 14 Kossätenhöfe, 19 Tagelöhnerhäuser, in welchen zum Teil zwei bis drei Familien wohnen, vier Hirtenhäuser, ein Müller und eine Schmiedewohnung.“

Am 9. August 1881 kam es in Flatow zur Katastrophe, es brannten insgesamt 14 Gebäude nieder. Eine richtige Feuerwehr gab es erst später. Der Ort hatte nach der letzten Volkszählung Ende des 19. Jahrhunderts 878 Einwohner. Anfang 2018 waren es laut der Statistik des Kremmener Einwohnermeldeamtes nur noch 706, wobei die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren ganz leicht steigend ist.

Von Peter Richter

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