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Kremmen Im September wird die Orgel in der Nikolaikirche gereinigt
Lokales Oberhavel Kremmen Im September wird die Orgel in der Nikolaikirche gereinigt
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18:51 04.06.2018
Sabine Dill ist die Kirchenmusikerin in Kremmen. Regelmäßig spielt sie auf der Orgel in der Nikolaikirche. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Man sieht es ihr nicht unbedingt an, aber die Orgel in der Kremmener Nikolaikirche ist pflegebedürftig. Genauer gesagt: Sie muss grundhaft gereinigt werden, und das geht ins Geld.

„Die Orgel wurde 1961 gebaut“, erklärt Kirchenmusikerin Sabine Dill. „Sie ist noch eine relativ junge, zeitgenössische Orgel und noch kein historisches Denkmal. Im Gegensatz zu Altar und Kanzel. Eine Grundreinigung habe es schon lange nicht mehr gegeben – wenn es sie überhaupt schon mal gab. „Das ist dringend notwendig“, so Sabine Dill weiter.

Matthias Dill wagt den Blick in den Orgel-Innenraum. Quelle: Robert Tiesler

„Beim Spielen merkt man das noch nicht so ganz“, so die Kirchenmusikerin. Dennoch sei sie immer mal wieder verstimmt, und man merke, dass die Stimmung nicht mehr halte. Es gebe poröse Stellen, viele Teile seien verschlissen, es gebe Drähte, die brechen. Der Luftstrom sei unstet, so dass die Pfeifen mehr und mehr verdrecken würden, auch Insekten fallen immer wieder dort rein und sorgen somit für weitere Verschmutzungen. „So ein kleines Insekt kann viel Schaden anrichten“, sagt Sabine Dill.

Die Orgel besteht aus zwei manualen Pedalen und hat 15 Register, insgesamt hat sie 1102 Pfeifen. „Sie müssen alle raus.“ Die Orgel müsse komplett auseinandergenommen werden. Die Metallpfeifen könnten im Wasserbad gereinigt werden, die Holzpfeifen mit Pinsel. Im Auftrag der Kremmener Kirchengemeinde sind die Kosten dafür schon ermittelt worden. Sie liegen bei 23 000 Euro. Die Bauzeit beträgt drei Wochen, am 3. September soll es losgehen.

Die Orgel, Baujahr 1961. Quelle: Robert Tiesler

Die Stadt Kremmen gibt 6000 Euro dazu, von der Sparkasse kommen 5000 Euro. Dazu kommen 9000 Euro, die bereits gesammelt werden konnten. „Zum Beispiel bei Konzerten. Das meiste sind Privatspenden“, sagt Gemeindesekretär Matthias Dill. Fehlen also noch rund 3000 Euro. Wenn alles repariert ist, soll es am 7. Oktober eine Art Einweihungskonzert geben, für die privaten Sponsoren ist außerdem ein weiteres kleines Konzert mit einer Führung geplant.

Weitere Infos zur Spendensammlung unter 033055/22 21 98.

Von Robert Tiesler

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