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Kremmen Jubiläum: Raumausstatter-Firma von Gordon Gebauer wird 70
Lokales Oberhavel Kremmen Jubiläum: Raumausstatter-Firma von Gordon Gebauer wird 70
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17:04 03.12.2018
Gordon Gebauer in seiner Firma. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

70 – das ist eine stolze Zahl. Seit sieben Jahrzehnten schon gibt es die Raumausstatter-Firma von Gordon Gebauer. Der 46-jährige Kremmener wird das Jubiläum aber nicht groß feiern. „Eher ganz in Ruhe mit der Familie“, sagt er.

Seine Firmenräume hat er an der Ruppiner Straße in Kremmen, mitten in der Altstadt. Er führt das kleine Unternehmen in dritter Generation. Am 6. Dezember 1948 wurde es in die Handwerksrolle eingetragen. Firmensitz damals war noch Schwante. Fritz Vollmer, der Opa von Gordon Gebauer, hatte die Werkstatt seines Vaters übernommen und gemeinsam mit seiner Frau die Firma aufgebaut – als Sattler und Polsterer. „Den Beruf des Raumausstatters gab es ja damals noch nicht“, sagt Gordon Gebauer. 1950 kam der Umzug nach Kremmen.

Drei Generationen: Gerhard (l.) und Gordon Gebauer und Fritz Vollmer. Quelle: Robert Tiesler

1986 übernahm die Tochter Gabriele Gebauer das Geschäft. Mit ihrem Mann Gerhard konzentrierte sie sich damals vor allem auf Dekorationen. „In Sachen Fenster- und Bühnendeko waren wir in den 80ern so ziemlich die einzigen hier im Umkreis.“ Die Firma arbeitete für den Konsum, die Armee, für Schulen und Kindergärten. Nach der Wende verlagerte sich der Aufgabenbereich ein wenig. „Da kamen dann neue Bodenbeläge dazu.“ Arbeiteten früher bis zu 15 Leute in der Firma, wurden es dann im Laufe der Zeit immer weniger. Gordon Gebauer arbeitet inzwischen ganz alleine.

Gordon Gebauer übernimmt 2005

Er begann 1989 eine Lehre beim Kremmener Polsterer Manfred Schöneberg und beendete sie später in der eigenen Firma – dann schon als Raumausstatter. „Als Kind rutscht man so rein“, erzählt er. „Ich bin damals aus dem Kindergarten gekommen und war dann in der Firma, ich bin so aufgewachsen.“ Dass er denselben Beruf erlernt wie seine Eltern, war für ihn nur logisch. 2000 machte Gordon Gebauer seine Meisterprüfung. Als seine Eltern aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr konnten, übernahm er 2005 die Firma.

„Am liebsten verlege ich Böden“, sagt er. Er liefert beispielsweise für einen Onlinehändler Bootsteppiche. Viel ist er in Berlin unterwegs. Im Auftrag von Hausverwaltungen arbeitet er oft in Wohnungen oder Treppenhäusern. Auch in der Sommerfelder Klinik war er aktiv. „Es geht uns besser als vor einigen Jahren. Man merkt in den letzten drei Jahren den Schwung, den die Wirtschaft allgemein genommen hat. Die Leute sind wieder bereit, für Qualität mehr Geld auszugeben. Möge es lange anhalten!“Ungefähr fünf Jahre könne er wohl noch auf seine Knie, schätzt er. „Mal sehen, wie sich das dann entwickelt, vielleicht mache ich dann wieder mehr mit Dekorationen und Polsterer-Arbeiten.“

Gibt es eine vierte Generation?

Dass seine Firma eine vierte Generation erlebt, das glaubt Gordon Gebauer nicht. Theoretisch könnte seine Tochter, aber: „Ich habe nichts dagegen, wenn sie was anderes macht.“ Schlimmer findet er, dass die Raumausstatter-Innung mit den Handwerkern, die ihren Beruf noch richtig gelernt haben, langsam aussterbe. „Das ist schade“, sagt er.

Von Robert Tiesler

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