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Kremmen Kein eigener Raum: Heimatverein ohne Heimat
Lokales Oberhavel Kremmen Kein eigener Raum: Heimatverein ohne Heimat
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01:15 15.09.2018
Heiko Buch (l.) und Reiner Klaas vom Heimatverein am Feuerwehrdepot in Ludwigsaue. Quelle: Robert Tiesler
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Ludwigsaue

Der Heimatverein Ludwigsaue steht ohne einen eigenen größeren Raum da. Bis vor einiger Zeit gab es die Möglichkeit, sich in der alten Schule in der Dorfstraße zu treffen. „Der alte Schulraum war unser Vereinsheim“, erzählt der Vorsitzende Reiner Klaas. „Seit zwei Jahren ist das nicht mehr so.“ Das Gebäude gehörte der Stadt Kremmen, wurde aber verkauft.

Heiko Buch stellt hin und wieder seinen privaten Partyraum zur Verfügung. Quelle: Robert Tiesler

Aus Sicht der Vereinsführung hat es keine andere Möglichkeit gegeben. Die Ludwigsauer zahlte einen kleinen Betrag an die Stadt zur Nutzung. „Wir kannten die Betriebskosten, das war ein Plus-Minus-Null-Geschäft für die Stadt.“ Das änderte sich, als die Mieter der daneben liegenden Wohnung auszogen. „Man hätte dann sehr viel investieren müssen.“ Auch für den Heimatverein hätte das Mehrkosten bedeutet. Er hätte nicht rausgemusst, es wurde überlegt, wie es weitergehen kann. „Wir haben den Vorschlag gemacht, einen neuen Eigentümer zu suchen, der uns das Nutzungsrecht für den Raum überlässt“, erzählt Heiko Buch aus dem Vorstand. „Aber das wäre ein Glücksfall gewesen.“ Es stand auch zur Debatte, ob der Verein das Haus kauft und saniert. So wollte es auch der inzwischen verstorbene Vereinsgründer Erwin Rußbüldt. „Aber wir hätten für die Sanierung einen Kredit aufnehmen müssen. Das wäre ein Riesenaufwand gewesen, und das hätte den Verein zerrissen.“ Auch hätte die Gemeinnützigkeit auf dem Spiel gestanden.

Nun treffen sich die Vereinsmitglieder entweder im alten Feuerwehrdepot im Schulweg oder in einem privaten Partyraum. Die Weihnachtsfeier fand im vergangenen Jahr im „Café am See" in Beetz statt – aber auch da ist die Kapazitätsgrenze erreicht.

Das alte Feuerwehrdepot am Schulweg. Quelle: Robert Tiesler

Möglich wäre ein Anbau am Depot im Schulweg. „Wir waren schon mal mit dem Bürgermeister im Gespräch“, sagt reiner Klaas. Aber den Leuten vom Heimatverein sei klar, dass eine Lösung – egal welche – noch einige Jahre dauern wird.

Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) kennt das Problem, er war mehrmals Gast in Ludwigsaue. „In Beetz hätte schon längst ein Bürgerhaus gebaut werden müssen.“ Ludwigsaue gehört zu Beetz, und das Dorf hat zwar einen Raum in der Mehrzweckhalle, aber auch der sei für solche Anlässe zu klein. Ein Bürgerhaus in Beetz sei eine Überlegung, vielleicht mit EU-Fördermitteln. Dort könnte der Heimatverein einen Raum bekommen. Diese Möglichkeit fände der Verein optimal, wie Heiko Buch sagt.

Genaue Pläne gibt es jedoch nicht, bislang war das Problem kein Thema in der Kremmener Stadtverordnetenversammlung. „Direkt in Ludwigsaue sehe ich keine Möglichkeit“, sagte der Bürgermeister. Die Stadt habe dort kein Grundstück. Auf absehbarer Zeit wird sich also für die Ludwigsauer nichts am aktuellen Zustand ändern.

Von Robert Tiesler

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