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Kremmen Kurs: Erste Hilfe für den Notfall
Lokales Oberhavel Kremmen Kurs: Erste Hilfe für den Notfall
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16:50 13.06.2018
Fleißig geübt: Nicole Gaillard (l.) legt bei Monika Nikolaizik einen Verband an. Quelle: Enrico Kugler
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Kremmen

Seinen Führerschein hat Jürgen Nikolaizik 1962 gemacht – inklusive eines erste-Hilfe-Kurses. „Jetzt bin ich fast 80 Jahre, und ich habe seitdem nichts mehr damit zu tun gehabt.“ Der Sommerfelder kam deshalb am Mittwochvormittag nach Kremmen, in die Begegnungsstätte der Pro-Seniorenpflege. Dort fand ein erste-Hilfe-Kurs statt, organisiert vom Seniorenbeirat und vom Runden Tisch in Kremmen.

„Das ist uns ein Anliegen gewesen“, sagte Nicole Gaillard vom Seniorenbeirat. Sie hatte kürzlich wegen eines Angehörigen mit einem Notarzteinsatz zu tun. „Danach habe ich mir gedacht: Wie kann ich im Notfall helfen? Und ich dachte, dass das bei vielen anderen ähnlich ist.“ Viele würden sich in Notsituationen hinter anderen Leuten verstecken. „Oft ist es auch die Angst, etwas falsch zu machen.“ Sechs Teilnehmer waren gestern beim ersten Teil des Kurses dabei, ein wenig mehr hätten es schon sein können, merkte Nicole Gaillard an.

Jürgen Nikolaizik war sogar schon mal in einer Situation, wo er helfen musste. „Das war ein Verkehrsunfall in der Nähe von Frankfurt am Main.“ Ein Motorrad stieß mit einem Auto zusammen. Der Fahrer des Zweirads hatte einen Schienenbeinbruch. „Ich musste versuchen, das zu regeln.“ Irgendwie hat das geklappt, und danach gab es auch Lob vom Rettungsdienst. „Man fühlt sich danach recht gut, es war trotzdem ein Schock.“

Ingolf Homuth arbeitet ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz. Er leitete den Kurs. „Man darf niemals sagen: Man kann nichts machen“, sagte er. Es müsse immer auch darum gehen, Hemmschwellen abzubauen. Das findet auch Martin Seeger aus Marwitz, der ebenfalls gestern dabei war. „Nicht zu helfen ist unverantwortlich“, sagte er. „Mich interessiert besonders, wie man mit Verletzten umgehen muss.“ So sei es wichtig, die Leute direkt anzusprechen – und übrigens nicht nur die verletzten, sondern auch eventuelle weitere Helfer. „Man darf nicht sagen: Können Sie mir helfen? Sondern: Komm, hilf mir! Dann fällt es dem anderen sehr viel schwerer, Nein zu sagen.“

Beim Kurs ging es aber auch darum, Verbände richtig anzulegen. „Da sind ja auch einige Dinge anders als früher“, erzählte Nicole Gaillard. „Heute soll man nicht mehr Abbinden, sondern einen Druckverband machen.“ Das haben die Teilnehmer schon mal üben können. Ansonsten bleib es beim ersten teil noch relativ theoretisch. Bei der zweiten Veranstaltung am 22. Juni soll es dann schon praktischer werden. Ingolf Homuth vom Deutschen Roten Kreuz wird den Senioren dann zeigen, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert. Auch wird es darum gehen, wie man sich richtig bei Stromunfällen verhält und was zu beachten ist, wenn eine Person einen Herzinfarkt erleidet. Auch um Haushaltsunfälle soll es dann gehen.

Nicole Gaillard vom Kremmener Seniorenbeirat kann sich vorstellen, dass es demnächst eine Wiederholung des Kurses gibt. „Das wollen wir dann noch längerfristiger planen.“ So könne auch mehr Werbung dafür gemacht werden.

Der zweite Teil des Kurses beginnt am Freitag, 22. Juni, um 8.30 Uhr in der Begegnungsstätte der Pro-Seniorenpflege in der Ruppiner Straße 35 in Kremmen. Infos über die Kosten des Kurses und die Anmeldung sind möglich bei Nicole Gaillard vom Kremmener Seniorenbeirat. Sie ist erreichbar unter 0171/8 29 42 49.

Von Robert Tiesler

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